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Der "Ich hab die Schnauze voll und muss dringend was in meinem Leben ändern" Thread

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Phear schrieb:
Ich wäre halt gerne in die Forschung/Entwicklung gegangen (Optische Technologien), der Arbeitsmarkt steht mir eh relativ offen (seltener Studiengang, wenig Absolventen, Notfallls Trainee Programm eher in E-Technik Richtung). Ich erhoffe mir mehr Kohle und einen tiefgehenderen Plan von dem, was ich ich tue. Natürlich will ich mit einem Ingenieurs-Abschluss erstmal in der Industrie arbeiten, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, später zu "unterrichten". Mit dem Master-Abschluss und einer anschließenden Promotion stehen mir einfach viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Und ohen irgendwie zuviel von mir zu denken oder so, aber ich denke schon, dass ich das Zeug zu einer höheren Stelle habe. Grade, wenn ich mir in manchen Vorlesungen (im Master!) das Volk um mich herum anschaue. Ich habe ja - normalerweise - auch absolut kein Problem mit einer 50 oder gar 60 Stunden Woche, der "Umschwung" kam nur eben irgendwie recht plötzlich. Dazu die schlecht verkraftete Zeitumstellung und das Wintersemester ist einfach hochgradig demotivierend. Schmeiss schlechte Professoren, ein unorganisiertes EDV-System der FH und sackfaule "Freunde" in den Topf und das Ding überkocht. Im Moment könnt ich einfach nur kotzen. Und mal im ernst... wie ätzend ist Quantenmechanik??

Also die Promotion wird dir in der Industrie nicht viel bringen. Wenn du unterrichten willst, wirst du über das Wissenschaftszeitgesetz stolpern, d.h. es hört mit einer Promotion nicht auf, oder du bist raus nach spätestens 6 Jahren. Also wird man dann noch habilitieren müssen um dann letztendlich die Möglichkeit einer Professur zu haben. Und genau hier beißt sich deine momentane Denkweise in den Schwanz. Gerade weil es kein großer Fachbereich ist, gibt es auch nur entsprechend wenig Professuren. Das ganze läuft blöd gesagt so ziemlich im Nachrückverfahren. Also darfst du warten, bis einer von denen abnippelt oder sonst wie ausscheidet. Und dann gibt es auf einen Platz recht viele Bewerber, von denen immer einer besser ist oder mehr Beziehungen zum entsprechenden Lehrstuhl hat.

Du redest von dem Haufen um dich herum. Aber du scheinst ja auch Probleme zu haben. Unterschätze die anderen mal nicht. Im Masterstudiengang herrscht - hoffentlich noch - ein grundsätzlich höheres Niveau unter den Studenten. Es gibt auch relativ gesehen mehr sehr gute Noten als im Bachelor. Wenn du promovieren willst, solltest du eigentlich noch besser sein als die obersten 5%. Nicht nur eine Masterarbeit mit 1,0 abliefern sondern auch einen Gesamtnotenschnitt von 1,0 - 1,2. Und wenn dir das kein Spaß mehr macht (mit dem das wirklich zu erreichen wäre, so dass es einem eigentlich gefühlt besser geht als im Bachelor), hör auf dich da durchzuquälen.

Man muss echt aufhören, sich einzureden und einreden zu lassen, man müsste immer noch einen drauf setzen. Geh den praktischen Weg. Sammel deine Erfahrung in der Praxis und hab Spaß dabei (und verdiene ordentlich anstatt dich noch jahrelang mit ner halben Stelle ausnutzen zu lassen). Du willst unterrichten? - Nimm den Weg als Dozent z. B. an einer FH. Der steht dir immer offen neben deiner Arbeit.

Meine Empfehlung, denk bitte echt mal drüber nach.
 
antiriad schrieb:
wer muss hier eigentlich richtig "körperlich", arbeiten, von euch allen?

Leider seit Jahren nicht mehr. Klingt vielleicht blöde, aber ich vermisse es echt, nicht mehr so richtig malochen zu können. Wobei ich nie auf dem Bau gearbeitet habe, lediglich beim Lidl, aber wenn man da morgens zwischen 06:00 und 08:00 erstmal 8 bis 10 Euro-Paletten Obst und Gemüse ausgepackt, und dann jeden Tag nochmal zwei LKWs mit Ware zu versorgen hat, dann ist man nach nem 10 Std Tag auch erstmal bedient. ;)
 
Cale schrieb:
Und das vemißt Du? :staun:

Kann ich nachvollziehen.

Ich arbeite seit 12 Jahren als Kellner/Koch in der Gastronomie. Und da kann man sagen was man will, das ist ein echter Knochenjob.

Wenn ich Tage hab mittlerweile wo ich durchgehend im Büro sitze merke ich abends, dass ich nicht so ausgelastet bin wie sonst.
 
das hab ich ganz extrem gemerkt seit ich im Haus bin und dort viel gearbeitet habe, man sieht einfach jeden Tag was man geschaffen hat. Seitdem versteh ich auch die Hornbach Werbung :D
 
Ich weiß ja nicht, ob den ganzen Tag Paletten bei Lidl schleppen so eine erfüllende Ttigkeit ist, aber vielleicht fehlt mir da nur die Fantasie. Ich habe als Student im einem Jeans-Lager gejobbt, auch Container ausräumen und sortieren etc.. War Scheiße. Nur Scheiße, k.A. wie man sich so eine stupide Tätigkeit zurückwünschen kann. Hinter der Bar war ich auch eine Zeit lang, das kann ich durchaus nachvollziehen, aber Paletten schleppen ... nenene :D
 
Cale schrieb:
Ich weiß ja nicht, ob den ganzen Tag Paletten bei Lidl schleppen so eine erfüllende Ttigkeit ist, aber vielleicht fehlt mir da nur die Fantasie. Ich habe als Student im einem Jeans-Lager gejobbt, auch Container ausräumen und sortieren etc.. War Scheiße. Nur Scheiße, k.A. wie man sich so eine stupide Tätigkeit zurückwünschen kann. Hinter der Bar war ich auch eine Zeit lang, das kann ich durchaus nachvollziehen, aber Paletten schleppen ... nenene :D

Ich beneide Urgs ja manchmal ein wenig. Bei gutem Wetter stelle ich mir so einen Job als Landschaftsgärtner echt schön vor. Das vergeht aber sehr schnell, sobald es kalt und nass wird und das ist ja der überwiegende Teil des Jahres :D.
 
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