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Der "Ich hab die Schnauze voll und muss dringend was in meinem Leben ändern" Thread

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

dieses "fasten" hat genau genommen garkeinen sinn.

sehe ich regelmäßig, wenn es um essen geht. nach der qualvoll abgestotterten zeit geht das große fressen von vorne los.

und genauso wird es beim medienkonsum sein.

da helfen nur grundlegende umstellungen.
 
Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Was ich vor knapp 2 Jahre beim Fasten an Ernährungsumstellung vorgenommen habe, prägt bis heute meine Ernährung und hat mit deutlich zufriedener gemacht.
7 Wochen sind ein guter Zeitraum, um etwas zu verinnerlichen, gerade in dieser Zeit, wenn der Winter vom Frühling abgelöst wird. Aber natürlich muss auch ein inneres Bedürfnis nach Veränderung vorliegen.
 
Was ich unbedingt mal lernen muss, ist eine Art inneren Frieden zu finden. Ich bin ein Kontrollfreak und rege mich relativ schnell über Kleinigkeiten auf. Jemand parkt blöd vor unserem Haus? Ich könnte Amoklaufen und achte dauernd drauf, wann der wegfährt. Jemand stellt irgendwo blöd auf der Arbeit was ab - ich könnte die Person umbringen.

Zudem kann ich nie abschalten. Wenn ich mal einen Tag frei habe, muss ich trotzdem dauernd meine Mails checken und mich um alles kümmern. Selbst im Griechenland-Urlaub letztes Jahr habe ich totalen Stress mit meiner Freundin bekommen, weil ich aus dem Urlaub heraus Mails geschrieben, für die Arbeit telefoniert habe, etc.
Kann ich dies nicht tun, werde ich total hibbelig. Ich plane heute schon Werbekampagnen für das nächste Jahr und werde jetzt schon unruhig und mache mir Gedanken, wann dafür wohl die Anfragen kommen, auch, wenn der Titel noch einige Monate entfernt ist.

Es ärgert mich selber, dass ich so eine ENORME innere Unruhe habe und da muss ich mal unbedingt etwas gegen tun. Ich hab echt mal überlegt, ob ich irgendwann mal pilgern soll - weniger aus religiöser Sicht, mehr zur Selbstfindung und um vielleicht mal so was eine innere Ruhe zu finden.
 
Bexter, Du brauchst ne´ Kur mit Chi Gong und Klangschalentherapie danach bist Du die Ruhe selbst. :cool:

Mir geht es aber auch ganz ähnlich; bin voll aggro drauf zur Zeit und könnte jedem die Kauleiste zertrümmern, der mir nur ansatzweise blöd kommt - das ist keine gute Entwicklung!!!:traurig:
 
2 Dinge nerven mich extrem und ich muss langsam auch mal was dagegen tun.
Das erste, (hört sich echt bescheuert an, ist aber leider so) ist eine stink normales FB Game was ich auch per Iphone zocken kann… Ich will immer wissen, was es neues gibt und da ich auch in einer FB Gruppe bin, bin ich einmla im Game on und natürlich in FB… Mit FB habe ich echt kaum noch was zu tun, eigentlich nur noch wegen diesem Game, total Krank, ich selber denke immer es sind doch nur 5 min. aber meine Freundin nervt das auch schon.

Das zweite ist meine Sucht nach Sport, ich selbe Quäle mich 4- 5 x die Woche in den Trainingsbereich um mein Körper zu Trainieren. Nach der Arbeit gehe ich direkt in das training, auch ohne Motivation muss ich mein inneren Zwang nachgeben und Pumpen, weil sonst mein Kopf sagt: Du baust ab und siehst aus wie ein Lappen…
Das unzufriedene ist einfach das ich kaum noch andere Sachen machen kann.
Unter der Woche, Arbeiten, Training, Kochen, TV / PC und dann pennen, kaum Zweit mit Freunden was zu Unternehmen….
Ja hier sollte prinzipiell was verändert werden. Danke für eure 5 Min. ;)
 
Bexter schrieb:
Ja, ich glaube, ich sollte mich mal mit Meditation beschäftigen...

Das ist gar nicht so schwer, wie es einem am Anfang vorkommt, nur kann man es "von aussen" schwer beschreiben. Ich z.B., obwohl ich total hibbelig und schnell gestresst bin, hab mittlerweile so ein nicht ganz kleines Körnchen in mir, was mir permanent vermittelt, daß es

a) nicht so schlimm ist

b) überbewertet wird und

c) am Ende alles gut ist

Das ist schon sehr beruhigend, wenn du weisst, daß im Grunde immer alles okay ist, wenn man mal nen Schritt vom Alltag zurücktritt und sich auf sich selbst besinnt.


Ich als Laie in dem Bereich würd dir für den Anfang Schwere-Übungen vorschlagen. Die sind einfach zu machen, interessant und sehr entspannend, zumindest für mich :)
 
Ich will mich hier auch mal einhaken.
Ich hatte von meinem Leben dermaßen die Schnauze voll und habe schon vieles getan um es zu ändern. Allerdings ist auch vieles noch ungetan, aber ich habe es noch vor.

Ich beschreibe mal meine Situation. Da das ein ziemlich langer Text ist, mal im Spoiler. Interessiert ja auch nicht jeden. :D
Nach meiner Ausbildung (Bauzeichnerin) jobbte ich 1 Jahr lang. Dann besuchte ich eine Fachoberschule und machte meine Fachhochschulreife, um danach dann Architektur zu studieren. Klingt ja alles so weit ganz gut, doch jetzt kommt der Hinkefuß:
Ich musste mich dafür quasi "prostituieren".
Da meine Eltern schon recht viel Geld haben, bekam ich fürs Studium kein Bafög. Meine Eltern mussten alles finanzieren. Das taten sie auch. Sie zahlten Studiengebühren, meine Wohnung, Geld für Nahrung und finanzierten mir sogar meinen Wagen. Im Gegenzug musste ich am Wochenende auf meinen Neffen aufpassen, ihr Haus putzen usw. Das Problem dabei war, dass meine verwöhnte, drecksfaule Schwester sich gut selber um ihren Sohn hätte kümmern können. Die hat aber schlicht keinen Bock darauf (auch heute noch nicht). So kam es, dass ich meinen Neffen quasi im Alleingang groß zog. Vor dem Studium halt 7 Tage die Woche (abzügl. Arbeitszeit), während des Studiums halt am Wochenende. Den Rest der Zeit hat meine Mutter dann die Rolle der Mama für den Kleinen übernommen.
Ich konnte so nicht mehr weitermachen. Ich durfte nicht mehr weggehen (weil ja jemand bei dem Kleinen bleiben muss) und schwänzte einmal sogar eine Matheklausur, weil der Kurze einen Fieberkrampf hatte und im Krankenhaus lag. Da konnte er natürlich nicht alleine sein und meine Mutter hatte zu arbeiten. Meiner Schwester konnte es natürlich nicht zugemutet werden, selber auf der Pritsche neben dem Krakenbett zu schlafen.

Dann lernte ich meinen Freund kennen (übers Internet). Nach gut einem Jahr Fernbeziehung wollte ich zu ihm ziehen (allerdings in eine eigene Wohnung).
Reaktion meiner Familie könnt ihr euch vorstellen.
Geilster Spruch ever (von meiner Schwester zu mir):
"Das ist ganz schön egoistisch, dass du die Mama mit dem Kleinen alleine lässt!"
Und ja, dass hat die Frau ernst gemeint.

Tja. Und dann hatte ich die Wahl, zu meinem Freund zu ziehen, aber sie würden mir jegliche (finanzielle) Unterstützung streichen. Ohne dem konnte ich das Studium nicht finanzieren. Das neue Semester stand an und innerhalb von 5 Tagen hätte ich niemals die Studiengebühren zusammengekriegt usw.
Also dachte ich mir, dass die mich mal ordentlich lecken können.

Ich brach das Studium ab, ging zu meinem Freund (immerhin 500km entfernt von der Heimat) und meldete mich arbeitslos. Ich bekam dann Hartz IV.
(Was wiederum von der ARGE von meinen Eltern eingeklagt wurde, weil ich ja noch unter 25 war :grins:.

Ca 6 Monate später fand ich dann eine Anstellung in meinem alten Beruf. Hier arbeite ich nun immer noch.

Das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern hatte sich zwischenzeitlich beruhigt ist aber jetzt mittlerweile total erloschen. Bald werde ich sie aber wohl vor Gericht wiedersehen. Ich werde meinen Pflichterbteil einklagen, da die meiner Schwester Wohnrecht auf Lebenszeit im Haus zugesprochen haben...

Naja. Der Rest meines Lebens läuft aber im Moment ganz gut. Lediglich Beruflich soll sich noch was tun. Ich würde gerne meinen Techniker machen und als Bauleiterin arbeiten. Mal schauen, wann und wie ich das realisiert kriege. Beziehungstechnisch könnte ich glücklicher nicht sein. Also alles in Allem gehts mir mit der Änderung saugut, auch wenn ich trotz allem meine Eltern manchmal arg vermisse.
 
Du hast ja schon mal ein wenig erzählt, wie das bei dir abging. Und ich kann nur sagen, von aussen betrachtet war das eine sehr gute Entscheidung, dort wegzugehen.
 
Kann bei dir nur mitfühlen, Wombi. Ich habe ähnliche Dinge mitgemacht.
Ich komme allerdings aus einer armen Familie. Meine Eltern hatten nie das Geld mich zu finanzieren. Als sie im Streit auseinandergingen musste ich mit 17 unter Aufsicht des Jugendamtes ausziehen. Habe dann nach meinem Wehrdienst angefangen zu studieren. Ich habe zwar BAföG bekommen, musste aber mit meinen Eltern mein Problemkind-Schwesterchen unterhalten. Sie wohnt seitdem sie 16 ist alleine und stolpert nur so durchs Leben. Sie bricht alle paar Wochen Jobs und Ausbildungen ab, nimmt Drogen, ihr Freund dealt, na ja, die ganze Palette halt. Also arbeite ich seit jeher nebenbei. Mein Studium hasse ich und bin jetzt auch schon im 8. Semester und bekomme kein BAföG mehr. Dadurch gestaltet sich das alles noch schwieriger und ich muss Vollzeit arbeiten um über die Runden zu kommen. Für das Studium fehlen mir aber mittlerweile nur noch die Bachelorarbeit und ein Praktikum, das ich kaum absolvieren kann, weil mir einfach das Geld fehlt und die Dinger meist mit 200-400€ vergütet werden in Vollzeit. Jetzt habe ich zum Glück eins für sechs Monate, das ich - neben meinem Job in der Nacht-/Frühschicht -mache. Geld gibt es natürlich nicht immer noch nicht viel, aber ich komme damit aus. Schade, dass ich wegen meiner Arbeitszeiten kaum meine Freundin zu Gesicht bekomme und einen dummen Schlafrhythmus fürs Weggehen, etc. habe. Dieser ganze Kram stresst mich richtig und ich habe die Schnauze voll. Ich wünschte mir einfach irgendwie mit dem Studium fertig zu werden, zur Arbeit zu gehen und mir nicht die ganze Zeit Sorgen um meine Zukunft machen zu müssen. Aber kaum denke ich, dass alles irgendwie läuft, kommt irgendeine fette Nachzahlung oder Semestergebühren oder es geht die Waschmaschine kaputt oder bliblablub und auf der langen Kante habe ich nichts, so dass ich immer wieder ins Minus rutsche und der Stress wieder hochkommt.
Ich hasse mich echt für meine Fehler in der Vergangenheit. Ich hätte trotz der Nebenjobs mehr für das Studium machen müssen. Dann hätte ich es schon irgendwie in der Regelstudienzeit gepackt. Jetzt gestaltet sich das alles sehr mühsam, obwohl ich alles gebe. Auch wenn das alles nicht so klingt, bin ich aber im Allgemeinen optimistisch. Die nächsten Monate werden hart, aber dann kann ich hoffentlich die Früchte all der Arbeit ernten und mich wieder Dingen zuwenden, die mir persönlich wichtig sind und nichts mit dem nackten 'Über-Wasser-halten' zu tun haben.
 
Gerri schrieb:
Aber hätte sie es noch ne zeitlang ausgehalten wäre sie nun vllt. Architektin..... ist immer sehr knifflig.

Nein. Wäre ich nun nicht. Ich war ganz am Anfang des Studium (gerade 1. Semester fertig). Wäre jetzt also noch mitten drin. Ich hätte noch die nächsten Jahre die beschriebene Situation gehabt. Aber dann wohl auch ohne Beziehung.
Da es mir ja fast unmöglich war meinen Freund besuchen zu fahren, ohne vorher ein riesiges Theater zu haben.

Zitat meiner Mutter:
"Ja, wenn du nur mal f*cken willst, fahr doch zu deinem Ex. Dafür brauchst du ja nicht nach Frankfurt."

:staun:

Jau. Bei meiner Beziehung (mittlerweile über 2,5 Jahre) ging es mir ja NUR darum. :vogel:

Davon ab WILL ich gar nicht mehr Architektin werden. Bin als Bauzeichnerin eigentlich ganz glücklich, wobei aber etwas mehr Netto nicht verkehrt wären. Darum ja auch der Plan noch meinen Techniker zu machen. Das geht auch per Abendkurs. Und selbst wenn das mit dem Architekturstudium doch nochmal interessant würde, kann ich, sobald ich 5 Jahre (oder waren es 3??) Berufspraxis vorweise, auch elternunabhängiges Bafög beantragen. ;)

@eape: Ähm. Darf ich fragen, WARUM du deine Schwester da noch so sehr unterstützt? Vom lesen her klingt es, als würde sie enorm auf dich und deine Eltern scheißen. Warum ihr nicht die lange Nase zeigen und dein eigenes Leben leben? Mit mehr Geld und Freizeit zur Verfügung. Manchmal ist der Schmerz, die Familie im Stich gelassen zu haben, erträglicher, als das eigene Leben aufzugeben. Glaub mir. Ich weiß, wovon ich rede. ;)
 
Boah, echt krass was ihr da durch macht..
Komme ich mir mit meinen Problemen wie ein Warmduscher vor...

Habe eine 4-jährige Lehre als Iformatiker gemacht. Die Materie interessierte mch nie wirklich, brach die Lehre auch beinahe ab. Fand dann aber, ich steh noch 1,5 Jahre durch und habe dann eine gute Ausgangslage für Weiteres.. Da ich leider nahezu 0 Unterstützung erhielt (seitens Lehrfirma) und ich selbst nicht die nötige Motivation aufbringen konnte (psychische Probleme aufgrund Untufriedenheit bei der Arbeit), habe ich mich immer durchgemogelt. Da ich lediglich den Abschluss wollte, war es für mich okay, dass ich die Materie nicht verstand. Klar hatte ich immer ein schlechtes Gefühl..
Schliesslich kam der Tag der praktischen Abschlussprüfung welche ich knapp um 0,2 nicht bestand. Ich stand also da (Juli 2012) ohne Lehrabschluss, Arbeit oder jeglichen Skills. Durch Connections kam ich dann in eine neue Firma. Jetzt arbeite ich bzw. lerne das gesamte Versäumte. Die Leute sind nett und unterstützen mich. Leider habe ich Schiss, dass ich wieder durchfalle.. Ständig diese Angst zu haben macht mich zur Zeit echt fertig.. Glücklicherweise unterstützt mich mein Vater total.. Und ich geniesse allgemein ein wahnsinns Verhältnis mit meiner Familie (Vater & Schwester).

Mal schauen wie es weitergeht...:)
 
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