Großartige Geschichte:
KONSTRUKTIONSMANGEL - WASSER LEGT BREMSKRAFTVERSTäRKER LAHM
Wenn ein "Pfennigsartikel" im Auto versagt, kann das schlimme Folgen haben. So ist es auch dem Ehepaar Schmeken aus Dortmund ergangen.
Herr Schmeken fährt mit seinem Fahrzeug gerade auf der Autobahn, als sich die Bremse nach dem Betätigen des Bremspedals nicht mehr löst. Als er gerade auf Höhe der nächsten Ausfahrt ist, bemerkt er sein brennendes Vorderrad. In der Werkstatt teilt man ihm mit, dass sich die Bremsscheiben verformt haben und der ABS-Sensor sowie die Ventile in der Felge geschmolzen seien. Außerdem finden Mechaniker eine große Menge Wasser im Motoröl – Indiz für einen Wassereinbruch im Motor. Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor, obwohl das Fahrzeug eigentlich noch weit über 10.000,- EUR wert war.
Warum hat das Fahrzeug auf so mysteriöse Weise den Geist aufgegeben?
Herr Schmeken bringt den Wagen zwecks Beweissicherung zum Diplom-Ingenieur und Kfz-Sachverständigem Hanno Ulbrich. Der findet heraus: Offenbar waren die Wasserabläufe im Wasserkasten verstopft, wodurch das Wasser im Kasten so hoch anstieg, dass es in den Bremskraftverstärker eindrang und dort für den Bremsdefekt sorgte. Außerdem ist über Unterdruckschlauch und Unterdruckpumpe eine erhebliche Menge an Wasser in den Motorraum eingedrungen, was zu einer Herabsetzung der Schmierfähigkeit führte. Lager, Lagerschalen und Wellen weisen deutliche Beschädigungen auf. Eindeutig ein Konstruktionsmangel, bestätigt Gutachter Hanno Ulbrich.
Aus einem internen Vermerk geht hervor, dass zumindest VW dieses Problem schon früher erkannt hat. Denn 2003 wurde der Aufbau des Bremskraftverstärkers geändert. Dumm nur, dass die Besitzer älterer Passatmodelle nicht über dieses Manko informiert wurden.
Unsere Recherche in den Internetforen zeigt aber, dass auch andere, bauähnliche Fabrikate die gleichen Fehler aufweisen. Bremsdefekt; Motorschaden – was sagen die Hersteller eigentlich dazu? Bei BMW und dem Volkswagenkonzern heißt es in einer schriftlichen Stellungsnahme: Man wisse um die Problematik. Durch regelmäßige Inspektionen könnten solche Mängel aber ausgeschlossen werden.
Für Rechtsanwalt Rainer Sonntag sind die Argumente von Herstellerseite ohnehin nichtig, denn ein Konstruktionsmangel muss vom Hersteller und nicht etwa vom Kunden bezahlt werden. Im Namen der Familie Schmeken macht der Anwalt nun Schadensersatzansprüche geltend.
Auto Motor und Sport TV Sendung vom 25.02.2007
==> Nächste Schritte: Abschleppen plus Ölwechsel am Dienstag, dann sehen, ob und was defekt ist. Hoffentlich nichts, schlimmer wäre Turbo, ganz schlimm der Motor. Je nachdem geht die Sache wohl auch an meinen Anwalt, wobei ich da keine großen Hoffnungen habe.
KONSTRUKTIONSMANGEL - WASSER LEGT BREMSKRAFTVERSTäRKER LAHM
Wenn ein "Pfennigsartikel" im Auto versagt, kann das schlimme Folgen haben. So ist es auch dem Ehepaar Schmeken aus Dortmund ergangen.
Herr Schmeken fährt mit seinem Fahrzeug gerade auf der Autobahn, als sich die Bremse nach dem Betätigen des Bremspedals nicht mehr löst. Als er gerade auf Höhe der nächsten Ausfahrt ist, bemerkt er sein brennendes Vorderrad. In der Werkstatt teilt man ihm mit, dass sich die Bremsscheiben verformt haben und der ABS-Sensor sowie die Ventile in der Felge geschmolzen seien. Außerdem finden Mechaniker eine große Menge Wasser im Motoröl – Indiz für einen Wassereinbruch im Motor. Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor, obwohl das Fahrzeug eigentlich noch weit über 10.000,- EUR wert war.
Warum hat das Fahrzeug auf so mysteriöse Weise den Geist aufgegeben?
Herr Schmeken bringt den Wagen zwecks Beweissicherung zum Diplom-Ingenieur und Kfz-Sachverständigem Hanno Ulbrich. Der findet heraus: Offenbar waren die Wasserabläufe im Wasserkasten verstopft, wodurch das Wasser im Kasten so hoch anstieg, dass es in den Bremskraftverstärker eindrang und dort für den Bremsdefekt sorgte. Außerdem ist über Unterdruckschlauch und Unterdruckpumpe eine erhebliche Menge an Wasser in den Motorraum eingedrungen, was zu einer Herabsetzung der Schmierfähigkeit führte. Lager, Lagerschalen und Wellen weisen deutliche Beschädigungen auf. Eindeutig ein Konstruktionsmangel, bestätigt Gutachter Hanno Ulbrich.
Aus einem internen Vermerk geht hervor, dass zumindest VW dieses Problem schon früher erkannt hat. Denn 2003 wurde der Aufbau des Bremskraftverstärkers geändert. Dumm nur, dass die Besitzer älterer Passatmodelle nicht über dieses Manko informiert wurden.
Unsere Recherche in den Internetforen zeigt aber, dass auch andere, bauähnliche Fabrikate die gleichen Fehler aufweisen. Bremsdefekt; Motorschaden – was sagen die Hersteller eigentlich dazu? Bei BMW und dem Volkswagenkonzern heißt es in einer schriftlichen Stellungsnahme: Man wisse um die Problematik. Durch regelmäßige Inspektionen könnten solche Mängel aber ausgeschlossen werden.
Für Rechtsanwalt Rainer Sonntag sind die Argumente von Herstellerseite ohnehin nichtig, denn ein Konstruktionsmangel muss vom Hersteller und nicht etwa vom Kunden bezahlt werden. Im Namen der Familie Schmeken macht der Anwalt nun Schadensersatzansprüche geltend.
Auto Motor und Sport TV Sendung vom 25.02.2007
==> Nächste Schritte: Abschleppen plus Ölwechsel am Dienstag, dann sehen, ob und was defekt ist. Hoffentlich nichts, schlimmer wäre Turbo, ganz schlimm der Motor. Je nachdem geht die Sache wohl auch an meinen Anwalt, wobei ich da keine großen Hoffnungen habe.




