Rechne doch! 60kW/8 = 7,5 verfügbare kW/h. Aber nur, wenn das GANZE Haus und keine Wohnung Strom verbraucht. Und dann komm ich immer noch nur 250km weit, im Winter noch weniger. Immernoch: LOL. Und wer nur in der Stadt rumgurckt, kann auch die Bahn nehmen! Oder ein eBike. Aber mit dem Auto zum Bäcker ist halt viel cooler.
Ich habe gerechnet bzw. geschätzt und zwar wie folgt:
Wenn das Haus eine Absicherung von 60 kw hat, bin ich davon ausgegangen, dass davon über die Nacht (ab 23 Uhr bis 7 Uhr morgens) den Ladesäulen zumindest 40 kw zur Verfügung stehen*, während abends (bis 23 Uhr) zumindest 20 kw zur Verfügung stehen.
Weiter im Text: Von den 8 potenziellen Ladesäulen und 8 Fahrzeugen, werden drei an dem Beispielabend überhaupt nicht genutzt bzw. geladen, da es unrealistisch ist anzunehmen, dass jeder sein Fahrzeug jeden Abend bzw. jede Nacht lädt - und wenn doch, würden diese nur sehr kurz laden und damit das Problem tatsächlich noch weiter entzerren.
Verbleiben 5. Hier habe ich nun einen zwar nicht worst-case, aber doch schlechten Fall gebildet: Du hast einen Akku mit 80 kwh netto, wobei du 88 kwh benötigst um diesen theoretisch komplett vollzuladen (von 0 auf 100%; Ladeverluste: 10%), kommst erst um 21 Uhr nach Hause mit einem Akku, der lediglich 20% seiner Restkapazität hat und möchtest den Akku morgens um 7 Uhr auf mindestens 90% aufgeladen haben. In deinem realen Fall mit einem Fahrzeug, das lediglich 250 km Reichweite hat, braucht man gar nicht weiter zu rechnen - der Akku kommt problemlos in jedem auch nur irgendwie denkbaren Szenario von abends bis morgens von 0 auf 100%. Wir rechnen trotzdem mal mit dem o.g. Szenario weiter:
Die restlichen 4 Autos kommen der Einfachheit halber allesamt um 19 Uhr nach Hause und laden ab da. Sie benötigen im Schnitt 20 kwh 'brutto' (~18 kwh netto), um ihren Akku voll (oder so wie sie ihn eingestellt haben) zu bekommen. Ich unterstelle also, dass jedes einzelne dieser Fahrzeuge für ~100 km aufgeladen werden muss.
Zwischen 19 Uhr und 21 Uhr laden diese Fahrzeug im Durchschnitt mit 5 kw Leistung pro Fahrzeug (20 kw sind lediglich verfügbar). Die Hälfte der benötigten Kapazität haben diese Akku also um 21 Uhr drin. Dann kommst du dazu und weitere ca. 2,5 Stunden später sind die Akkus der vier anderen Fahrzeuge voll. Zwischen 21 Uhr und 23.30 lädt dein Akku mit ca. 4 kw, hat also ca. 9 kwh (10 kwh * ~0,9) netto geladen. Zwischen 23.30 und 7 Uhr morgens mit 11 kw, lädt also weitere 75 kwh netto. Also könnte er - das Auto ist aber vorher schon voll.
* Unrealistischerweise rechne ich also damit, dass mitten in der Nacht jede Wohneinheit noch 2,5 kw Leistung braucht, also in diesen 8 Stunden 20 kwh Strom verbraucht!
Oder man versteht einfach, dass es jemanden zu umständlich ist. Wieso bestellen viele bei Amazon obwohl die örtlichen Gewerbe dadurch kaputt gehen und die DHL/Hermes/Amazonkarren die Luft verpessten? Ist halt bequemer. Und wenn es noch dazu um so eine große Investition geht und man eben eine andere Alternative hat ist das nur normal so zu denken. Mann kann sich immer alles so hinbiegen dass es irgendwie passt. Bin ja selbst absolut begeisterter E-Fahrer weil es für mich passt. Aber manchmal hat das schon auch was von Veganern die einem erklären wollen, wie die Welt besser durch sie ist und jeder sich so verhalten sollte, weil man ansonsten ein Unmensch ist. Wenn es zu penetrant wird, schaltet man irgendwann ab und so ist dann auch nichts gewonnen.
Das ist ja durchaus ein möglicherweise legitimer Punkt, aber darum ging es mir nicht. Ich habe mich ausschließlich auf das Szenario 'Mehrfamilienhaus mit 60 kw -> da ist doch gar nicht genug Leistung zum Laden vorhanden' bezogen.