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Der Digi Cam, Video und Bilder Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Eine Sache vorweg: "Mehr Zoom" bedeutet nicht "besseres Objektiv" - um genau zu sein ist in den meisten Fällen das Gegenteil der Fall. Bei Vario/Zoomobjektiven mit größerem Brennweitenbereich holst du dir in der Regel viele andere Probleme und Nachteile mit ins Boot, welche massiven Einfluss auf die Einsetzbarkeit und die Bildqualität haben.

Dazu können gehören:
-verstärkte Chromatische Aberrationen
-verstärkte Verzeichnungen
-geringere Schärfe (vorallem an den Enden)
-schlechtere Farbwiedergabe
und vorallem
-schlechtere und häufig variable Lichtstärke

Profis setzen daher meist lieber auf eine Auswahl von Objektiven welche jeweils für sich einen kleineren Brennweitenbereich abdecken, oder greifen gleich zu Festbrennweiten. Grade auch bei Video.

Die Sogenannten Reisezoom oder Superzoom Objektive müssen aber nicht schlecht sein - es kommt wie immer eben darauf an was man damit machen will. Willst du dich ernsthafter mit der Materie beschäftigen, vielleicht auch künstlerischer in bestimmte Richtungen arbeiten, usw... dann würde ich dir persönlich vom dem gezeigten Tamron abraten.

Willst du dich nur ausprobieren, brauchst ein leichtes "Immerdrauf" für Urlaub und Reise, usw... dann kann man das Tamron durchaus kaufen - die Tests sind für diese Klasse OK.
 
Das kommt darauf an, was du brauchst, und was du fotografierst. Das 18-55 is ist zwar ein Consumerflaschenboden, aber jetzt auch nicht soooo schlecht. Man kann schon Bilder damit machen. Bevor du dir aber jetzt für teuer Geld ein Objektiv holst, dass dir von der Bildqualität und der Einsatzfähigkeit keinen mehrwert bringt, sondern "einfach mehr Zoom hat", würde ich schauen, was du gerne Fotografierst und mir ein von Brennweitenbereich her passenderes Objektiv suchen, welches z.B. von der Lichtstärke oder anderen Merkmalen her massive Vorteile bringt.

Grade solche Superzooms sind IMHO eben keine Allroundobjektive, sondern auf ihre Weise sehr spezialisiert - nämlich für Reisen mit leichtem Gepäck.

Wenn du jetzt aber gerne Landschaft, Portrait, Macro, oder eine andere Richtung verfolgen willst, gibt es dafür jeweils einiges an Gläsern mit denen du mehr lernst, deutlich mehr machen kannst, und am Ende sicher auch eine Steilere Lernkurve hast.
 
Am meisten lernt man mit Festbrennweite + Autofokus aus.

Schon irgendwo richtig, aber halt auch ne mega harte Schule, bei der ich völlig verstehen kann, das die wenigsten so lernen wollen. Ich Beschränke mich aber im Urlaub - also wenn ich nur knipsen darf und nicht fotografieren muss - auf nen leichten, gestrippten Body + ner f1.4 50mm FB. Das ist dann immer wieder eine Erfahrung und frischt die Kreativität auf ^^

EDIT: Wobei AF aus... Bei den meisten Modernen Consumerkameras ohne entsprechende Mattscheibe und den saudunklen Minisuchern... Naja, AF kann man schon anlassen... ;)
 
Am meisten lernt man mit Festbrennweite + Autofokus aus.

warum solltest du mit einer festbrennweite mehr lernen als mit einem zoom?
von autofokus abschalten halte ich ehrlich gesagt bei heutigen autofokussystemen nicht viel. die dinger sind so treffisicher (bei dslr und systemkameras, woanders kann man ihn glaube ich sowieso nicht abschalten) das es imo keinen sinn macht ihn zu deaktivieren. jedenfalls nicht um manuell durch den sucher selber zu fokussieren, bei dem kleinen Sucherbild zu erkennen ob das ding jetzt sitzt oder nicht hat mit "lernen" imo nichts mehr zu tun. das ist trail & error. stattdessen könnte man sich imo besser damit beschäftigen warum ein autofokus unter umständen eben mal nicht das fokussiert was er fokussieren soll.
 
warum solltest du mit einer festbrennweite mehr lernen als mit einem zoom?
Weil man sich so mehr auf das Motiv konzentriert. Ist tatsächlich so. Turnschuhzoom, und Bildauschnittssuche durch bewegen, anstatt rumstehen und irgendwie zoomen (inkl veränderter Verzeichnung und Raumtiefenwirkung, usw...).

von autofokus abschalten halte ich ehrlich gesagt bei heutigen autofokussystemen nicht viel. die dinger sind so treffisicher (bei dslr und systemkameras, woanders kann man ihn glaube ich sowieso nicht abschalten) das es imo keinen sinn macht ihn zu deaktivieren. jedenfalls nicht um manuell durch den sucher selber zu fokussieren, bei dem kleinen Sucherbild zu erkennen ob das ding jetzt sitzt oder nicht hat mit "lernen" imo nichts mehr zu tun. das ist trail & error. stattdessen könnte man sich imo besser damit beschäftigen warum ein autofokus unter umständen eben mal nicht das fokussiert was er fokussieren soll.
Da bin ich bei dir. Die meisten modernen Kameras sind auf manuellen Fokus ausserhalb einer stabilen und einstellbaren Situation nicht mehr darauf ausgelegt. Im Makrobereich kann man das machen - im Studio sowieso - oder auch beim Shooten unbewegter Objekte vom Stativ aus, ansonsten isses eher nicht zu empfehlen.
 
Bevor ich ob ein zoom investieren würde, würde ich eher in ein weitwinkel investieren. Ein zoom ist in etwa das uninteressanteste was es an brennweite gibt. Wichtig bei einer objektivwahl ist erstmal der crop des sensors, ich weiß im grunde nie von welcher brennweite ihr wirklich redet wenn man den crop der kanera gar nicht kennt. Meine gh3 hat einen crop von 2, eine canon 7d hat nen crop von 1.6. erst dann auch kann man ne brennweite wirklich empfehlen, richtig schick sind halt lichtstarke objektive im nahbereich. Ein oft empfehlendes 50mm ist an einer cropkamera eigentlich murks, an einer 1.6 crop kamera gehört deswegen immer ein lichtstarkes 30mm. Lichtstärke ist eh so ziemlich das wichtigste, nichts ärgert mehr als lichtschwache objektive.
 
das kommt aber stark auf den nutzen kann. geh mal mit Weitwinkel in den zoo. die wärter werden sich freuen wenn du 14cm vor den Erdhörnchen rumstehst. crop hin oder her.
 
Ja tiere knipsen, das ist halt ein beispiel bei dem man ein zoom bebötigt, dann noch beim spannen der nachbarn und am strand, der einsatzzweck ist aber sehr begrenzt, ich würde also kein objektiv holen das die 3% abdeckt die ich eventuell knipsen würde, dann kann ich diese halt nicht knipsen dafür sehen alle anderen motive schöner aus, das objekt ist freigestellt und iso 100 lässt grüßen.
 
die _du_ knipsen würdest. Freistellung geht doch gerade mit zooms gut. viele nehmen ein 70-200 als portraitlinse. komm jetzt nicht mit "festbrennweite ist tausend mal schärfer". das sieht jemand der sein bild in lightroom schärft und auf bildschirmgröße fürs web ausgibt sowieso nicht.
 
Achja, und ein 18mm an einer cropkamera mit 1.6 ist alles aber kein weitwinkel, man wird um die schönsten fotos betrogen, zooms holt man sich wenn dann in den kleinstmöglichen abständen, ich hab auch ein zoom für den weitwinkel, 9-18mm, der weitwinkel ist gott persönlich.
 
die _du_ knipsen würdest. Freistellung geht doch gerade mit zooms gut. viele nehmen ein 70-200 als portraitlinse. komm jetzt nicht mit "festbrennweite ist tausend mal schärfer". das sieht jemand der sein bild in lightroom schärft und auf bildschirmgröße fürs web ausgibt sowieso nicht.
Ich kann auch mit meinem 400mm ein gutes und scharfes portrait knipsen, natürlich geht das alles, ist halt nur ne frage des abstandes.
 
Das wird gerne so verkauft, man bekommt auch immer nur fragen nach höheren brennweiten mit, nahezu nie nach unten.

ist ja auch klar. welcher hobbyknipser der im alltag ein paar Fotos machen will, oder seinen heranlaufenden Hund/Kind/whatever fotografieren will braucht schon Weitwinkel. außer du stehst mit besagten 18mm vorm kölner dom. aber da hilft von einigen standpunkten auch ein 10mm am crop nicht mehr viel. außer Architektur und Landschaft ist Weitwinkel doch völlig nutzlos. und ich liebe Weitwinkel. nur der Vollständigkeit halber erwähnt. die Enthusiasten werden es nicht missen wollen. aber von den reinen "ich brauch halt mal ne Kamera" kollegen wird Weitwinkel was nur ignoriert. auch wenn die katzennase im ultraweitwinkel sehr cool ausschaut :D
 
Ich finde das Weitwinkel zum Filmen am besten. Da ich nicht so ne hochpreisige Lumix habe wie pil und da mit dem manuellen Fokus nicht so klarkomme, bei den anderen Objektiven aber der Autofokus immer unpassend rumspringt, filme ich da am liebsten mit dem Weitwinkel.
 
Manuell fokusieren mit elektronischen objektiven ist auch mistig, deswegen hab ich ja mechanische objektive mit einem sauberen schneckengang, da ist von nah bis unendlich eine handbewegung, das gibts mit elektronischen objektiven nicht.
 
Ich Benutz für Portraits gerne mein 70-200mm 2.8 an FF. DAS ist Freistellspielraum! :D Oder die 100er Macro Festbrennweite - Spitzen Portaitlinse am FF. Wenn der Raum dann zu klein wird, und das Mädel - ähhh, die Person :p) ganz drauf soll, dann auch gerne die 50mm 1.4.

Das aber alles im langweiligen Standardfall. Man kann auch mit starkem WW spitzen Portraits machen - man muss nur wissen was mit dem Raum und den Verzeichnungen passiert, und das dann als Stilmittel richtig einsetzen.

Auch vorsicht mit der Aussage: Am Crop ist 30/35mm die Normalbrennweite. (weiss, dass wurde nicht so gesagt, hört man aber oft). Das stimmt so nicht, denn ein Objektiv hat mehr Brennweitenabhängige Eigenschaften als nur den Bildwinkel. Raumtiefe, Tiefenschärfe, Verzeichnungen, usw... Ist zwar dann ne Diskussion auf hohem Niveau, und es gibt auch viel Streit um das Gewicht dieser Unterschiede, jedoch würde ich am Crop - grade wenn ich Portrait mache trotzdem auf ein 50mm, oder sogar noch etwas längeres setzen - guten Lichtstärke mal vorrausgesetzt.
 
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