Konkreter ist die Ankündigung der EOS C300, einem Camcoder, der mit Wechselobjektiven ausgestattet werden kann. Zwar kommt hier im Inneren Canons Camcordertechnik zum Einsatz, es können aber Canons EF-Objektive aus dem Fotografiebereich verwendet werden. Das Modell C300 PL hingegen nimmt PL-Objektive auf.
Die C300 verwendet einen CMOS-Sensor mit 8,29 Megapixeln, der größer ist als klassische 35-mm-Sensoren. Dadurch fallen die einzelnen Pixel deutlich größer aus, was die Lichtausbeute erhöhen soll. Der Sensor nimmt die volle HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln für jede der drei RGB-Farben auf. Das soll das Auftreten von Moiré-Mustern reduzieren.
Die Kamera unterstützt die Bildwiederholraten 59.41i, 50.00i, 29.97P, 25.00P und 23.98P sowie einen 24.00p-Modus. Zudem kann sie für Zeitrafferaufnahmen mit bis zu 60-facher und Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 1/2,5-facher Geschwindigkeit genutzt werden.
Zudem sollen die Daten aus dem Sensor besonders schnell ausgelesen werden, um Rolling-Shutter-Effekte zu reduzieren. Der verwendete Bildprozessor Digic DV III soll zudem für eine präzise Gamma-Verarbeitung sorgen.
Die Filme werden in MPEG-2-Full-HD (MPEG2 422@HL) mit einem Farb-Sampling von 4:2:2 aufgezeichnet, wobei die Kamera bis zu 50 MBit/s ausgibt, was für hohe Bildqualität sorgen soll. Die EOS C300 verfügt über zwei Compact-Flash-Steckplätze, um die Videos parallel auf zwei CF-Karten zu sichern. Zudem gibt es einen HD-/SD-SDI-Ausgang, um die Filme extern aufzuzeichnen.
Canons EOS C300 misst 133 x 179 x 171 mm, wiegt 1.430 Gramm und hat vier Start-Stop-Knöpfe, damit sie besonders flexibel eingesetzt werden kann. Mit dem optional erhältlichen WLAN-Modul WFT-E6B kann die Kamera auch per Smartphone oder Tablet ferngesteuert werden.
Die EOS C300 soll Ende Januar 2012 für rund 20.000 US-Dollar auf den Markt kommen, die C300 PL im März zu etwa dem gleichen Preis folgen.