Ich mach mal hier weiter, damit der Comic Con Dortmund Thread nicht weiter vollgespammt wird.
naja, eine Dame zu mögen, die ihre ganze Karriere darauf aufbaut, Ihre Möpse in die Kamera zu halten, sexuelle Anspielungen zu machen etc.pp... Aber lass uns hier nicht darüber reden, das Spamt nur und wir kommen am Ende eh nicht auf einen Nenner.
Ich dachte, es sei deutlich geworden, dass ich ihre tatsächlichen Cosplayarbeiten schätze, gerade, weil sie eigentlich mehr kann. Ihre sexy Wäschepräsentationen interessieren mich eigentlich nicht sonderlich. Für mich - und viele andere - ist das eben eine Form von Cosplay, die ich selbst ziemlich uninteressant finde, ich würde das selbst nicht tun und sehe es mir auch nicht gerne an, weil es mich langweilt.
Jessica Nigri bedient ein Publikum, das mit Cosplay im Grunde kaum bis nichts zu tun hat. Das ist einerseits völlig in Ordnung, ich bin keine von denen, die da einen Hass auf die Frau schiebt, so wie viele andere. Ich finde auch die Aufmerksamkeit, die sie damit bekommt, völlig okay. Wie gesagt, es ist nicht das, was ich an Cosplay mag, daraus ziehe und schätze, aber es ist eben eine eigene Sparte, die sich mittlerweile etabliert hat. Ich bin keine von denen, die Jessica ein "Fake-Geekgirl" nennt, dafür zeigen mir ihre aufwändigeren Arbeiten auch zu deutlich, dass sie Ahnung hat, von dem, was sie da macht. Ich habe nichts gegen sexy Cosplay, sofern es wirklich COSPLAY ist, sich einfach einen Bikini anzuziehen und eine Perücke zu tragen, zählt für mich persönlich (!) eben nicht dazu.
Das einzige, was mich daran stört, sind aber tatsächlich ihre völlig szenefremden Fans, denen das (=viel Haut, wenige Kostüm, oft gar kein Cosplay) gefällt und die fälschlicherweise dann davon ausgehen und verbreiten, dass Cosplay einzig und allein für sexy und halbnackte Frauen gedacht ist und viele andere Cosplayerinnen, die das weder kommerziell, noch derart sexualisiert betreiben, dann öffentlich beschimpfen und deren Arbeit entwerten.
Dass "sexy Posing" nicht die einzige Art ist, mit Cosplay kommerziell seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, zeigen CosplayerInnen wie Lightning Cosplay, Kamui Cosplay, (teilweise) Cyehra, um nur mal ein paar aus Deutschland zu nennen. Jessica Nigri hat einen anderen - vielleicht sogar einfacheren - Weg gewählt (Ihre Rüstungen sind toll, aber die genannten Damen machen um Längen bessere) und das ist okay. Nicht okay ist es, HobbycosplayerInnen an kommerziellen und mittlerwele professionellen Model-Cosplayerinnen zu messen und werten.
Innerhalb der Cosplay-Hobbysszene gibt es so mittlerweile so viele verschiedene Interesseren und Strömungen (Schwerpunkte auf Crafting, Schneidern, Makeup-Artist, Perücken-Styling, Waffen-Imitationen... dann noch die Unterschiede, ob Leute einfach ein Kostüm tragen wollen, eine Herzenverbindung zum Charakter brauchen oder nicht, ob sie alles von Kopf bis Fuß selbst machen wollen oder ob kaufen/machen lassen okay ist...), da ist die Art, die Jessica Nigri betreibt, nur eine von vielen und ich akzeptiere das und gönne ihr den Erfolg.