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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

es ist aber doch wohl ziemlich egal, ob die Gruppe, der einfach so ein Merkmal zugeschrieben wird, jetzt nun am Geschlecht erkennbar ist oder an Beruf/Haarfarbe/Schuhgröße.
Die Schuhgröße ist aber keine Kategorie, nach der sozial differenziert wird. Von daher ergeben sich dadurch auch in aller Regel keinerlei soziale Konsequenzen für diejenige Gruppe (die wie gesagt überhaupt keine soziale Gruppe ist).
Wenn sexistische Klischees immer wieder reproduziert werden verfestigt das jedoch Geschlechterbilder und verhindert in letzter Konsequenz eine freie und individuelle Entfaltung eines jeden Menschen abseits von dessen Geschlecht, mit dem bestimmte Kompetenzen und Eigenschaften verknüpft werden.
Als aktuelles Beispiel die weibliche FußballkommentatorIN, der erst mal keine ffachliche Kompetenz zugetraut wird einzig und allein weil sie eine Frau ist.
Haarfarbe... ok, Blondinenwitze sind da tatsächlich sogar problematisch, wobei die auch die Kategorie Geschlecht in sich tragen.
Aber Schuhgröße und Beruf? Der Vergleich hinkt einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich hat neulich mal ne Freundin gefragt, ob Männer sich überhaupt auch mal untereinander über tiefergehende Themen unterhalten. Also über Liebe, Gefühle etc. Ich wusste gar nicht, was ich dazu sagen sollte. Kurz überflogen, fiel mir eigentlich kein männlicher Kumpel ein, egal welchen Alters, mit dem ich das nicht machen würde. Aber die meinte das wirklich ernst und hat wohl gedacht, Männer unterhalten sich nur über Autos und Fußball, oder so. :ugly:
 
Mich hat neulich mal ne Freundin gefragt, ob Männer sich überhaupt auch mal untereinander über tiefergehende Themen unterhalten. Also über Liebe, Gefühle etc. Ich wusste gar nicht, was ich dazu sagen sollte. Kurz überflogen, fiel mir eigentlich kein männlicher Kumpel ein, egal welchen Alters, mit dem ich das nicht machen würde. Aber die meinte das wirklich ernst und hat wohl gedacht, Männer unterhalten sich nur über Autos und Fußball, oder so. :ugly:
Und Titten
 
Da frage ich mich gerade ernsthaft (ohne jegliche Provokation), ob Witze dann überhaupt noch funktionieren.
Nichts für ungut, aber selbstverständlich gibt es Witze die nicht sexistisch sind und über die man herzlich lachen kann.
Das ist ungefähr das gleiche Argument, das rund um #metoo ausgepackt wird. Da fragen sich dann Männer, ob sie denn jetzt überhaupt noch flirten dürfen und man denkt sich nur: Digger, wenn du sexuelle Belästigung für flirten hältst dann besser nicht.

Genauso ist es bei den Witzen. Wer die stumpfe Reproduktion von rassistischen, sexistischen, ...-ischen Klischees für Humor hält wird zukünftig (zumindest im öffentlichen Raum) tatsächlich weniger zu lachen haben.
Aber damit ist ehrlich gesagt nichts verloren.
 
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Hab ich gerade in der Hand. Wer erkennt den Unterschied im Umgang mit den Geschlechterklischees im Gegensatz zum Telekom-Bingo?
 
Genauso ist es bei den Witzen. Wer die stumpfe Reproduktion von rassistischen, sexistischen, ...-ischen Klischees für Humor hält wird zukünftig (zumindest im öffentlichen Raum) tatsächlich weniger zu lachen haben.
Aber damit ist ehrlich gesagt nichts verloren.

Da wäre ich mir nicht sicher.

Mit rassistischem Humor gewinnt man heute gesellschaftlich keinen Blumentopf mehr. Mit sexistischem Humor aber immernoch. Sexismus zieht nachwievor, deswegen ist er auch noch in der Werbebranche zu finden. Ich bin mir nicht sicher, ob das in 10 Jahren grossartig anders sein wird. Vielleicht auf eine dezentere Art und Weise.
 
Genauso ist es bei den Witzen. Wer die stumpfe Reproduktion von rassistischen, sexistischen, ...-ischen Klischees für Humor hält wird zukünftig (zumindest im öffentlichen Raum) tatsächlich weniger zu lachen haben.
Aber damit ist ehrlich gesagt nichts verloren.
Ne, bestimmt nicht. ich glaube so Leute wie du, Alex und Walther sind in der Minderheit und werden es auch eine ganze Weile bleiben. In meinen Augen seid ihr einfach sonderbar. Ich kenne sowas echt nur aus dem Forum hier und so sehr ich es ab und zu versuche zu verstehen, gelingt es mir nicht :oops:

Das wirkt auf mich stets total gekünstelt und unnatürlich. Ich weiß das ich dich vor langer Zeit auch mal gefragt habe warum du so drauf bist, du hast es mir auch wunderbar erklärt, aber trotzdem fällt es mir schwer das zu verstehen. Ich kenne das einfach nicht.

Es ging mir jetzt auch nicht speziell um sexistische oder rassistische Witze. Es ging mir darum, dass im Humor eigtl immer jemand der Leid tragende ist.
 
Ich finde es gibt innerhalb von sexistischen Witzen noch ne Differenzierung. Es gibt welche, die auf intelligente Art mit sexistischen Klischees spielen (die in letzter Zeit leider in der Minderheit sind) und es gibt die wirklich dummen Witze, deren einziges Ziel es ist, Frauen herabzusetzen. Die sind dann i.d.R. aber auch nicht lustig. Die politisch korrekten Beispiele von Mingo oben übrigens auch nicht. Hoffe das sollte nicht wirklich witzig sein, sondern ist nur ein Lehrbeispiel :D.
 
Es ging mir jetzt auch nicht speziell um sexistische oder rassistische Witze. Es ging mir darum, dass im Humor eigtl immer jemand der Leid tragende ist.
Das ist für mich auch kein Problem, Witze dürfen provozieren und ja, natürlich fühlen sich manche davon auf den Schlips getreten.
Was aber kein Problem ist und viele Witze gar erst funktionieren lassen.

Zumindest für mich lässt sich das Thema eigentlich ganz grob eingrenzen:
- (Gute) Witze über Frauen, Männer, Behinderte, Schwule, Kinder etc. pp. und sind sie noch so schwarz und böse –> alles cool
- Witze über Frauen, Männer, Behinderte, Schwule, Kinder etc. pp., weil sie Frauen, Männer, Behinderte, Schwule, Kinder sind (und es nur auf diesem unveränderlichen Merkmal fußt) –> uncool
Tattoo-Hurensohn-Freiwild-Bilder z. B.?
Freie Entscheidung und so. Eine Frau ist eine Frau, weil sie eine Frau ist.
Ein Tätowierter hat sich selbst verschandelt und genießt daher das volle Recht, von mir beleidigt zu werden.
 
Dieter Nuhr ist anti muslimisch und Mario barth einfach nur schrecklich.

Ich habe einfach aufgehört zu lachen, seitdem geht es mir viel besser.

Hast du dafür Beispiele? Ich kenne seine Programme eigentlich so ziemlich alle, aber "anti-muslimisch" finde ich da nicht. Wer mich kennt weiss auch, dass das für mich ein ziemliches No-Go wäre. Das aktuelle Programm (Nuhr hier, nur heute) ist wieder relativ politisch, Muslime werden durchaus auch kritisch besprochen, aber nichts, was man nicht auch ansprechen dürfte.
 
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