Jetzt weiß ich nicht, ob ich dich richtig verstehe...also was willst du nachvollziehen?
Da gibt es einfach Nullkommagarnix zu diskutieren.
Alleine, dass wir noch einen entsprechenden Straftatbestand haben, ist ein absoluter Witz und tiefste Steinzeit.
Keinen Fußbreit den Faschisten.
Nachvollziehen?
Ich frage mich ganz einfach, ob es vielleicht einen Zusammenhang zwischen den drei jüngsten Anschlägen und den letzten Mohammed-Karrikaturen von Charlie Hebdo gibt. Beim Anschlag in Paris ziemlich sicher, in Nizza wird es wahrscheinlich eine Paralle dazu geben, Wien gestern muss man sehen. Die lange "Ruhe" und jetzt Gehäuftheit ist jedenfalls auffällig.
Und dann kommt die nächste Frage,
die ich mir persönlich stelle. Muss ich jedes Recht in Anspruch nehmen, auch wenn ich weiss, dass ich damit womöglich Millionen Menschen (in dem Fall gläubige Muslime) in ihrem Glauben und in ihrer Ehre verletze, kränke, sie beleidige? In dem Wissen, dass uns das egal sein kann, weil Religion und Glaube uns halt auch ziemlich schnuppe sind...?
Natürlich rechtfertigt das in keinster Weise Gewalt. Die ist immer zu verachten. Es erklärt für mich aber ein Stück weit, wie man den frühen Nährboden für Hass und Radikalisierung sät. Wenn ich mein Leben lang mein Umfeld mit allem beleidige, was gerade noch so im Rahmen der Meinungsfreiheit erlaubt ist, so kann ich das tun. Ich darf mich aber dann nicht wundern, wenn ich irgendwann keine Freunde mehr habe.
In einer Welt des respektvollen Umgangs könnte man z.B. respektieren, dass Blasphemie für Andere etwas sehr schlimmes darstellen kann. Und dann könnte man sich überlegen, ob man es wirklich aussprechen/veröffentlichen
muss. Das hat nichts mit der Abschaffung der Meinungsfreiheit oder dem Zurückstecken vor dem Islam zu tun.
Sich mit solchen Fragen mal zu beschäftigen, sich auch kritisch selbst zu hinterfragen, ob man alles tun muss was man darf, das würde ich besser finden als am Ende mit den Auswüchsen leben zu müssen.