esnoox
I bet you can't stick it - Team Chief // Ex-Kiwi
Das sind zwei komplett verschiedene Fragen.
Nicht wirklich.
Also würdest du es begrüßen wenn South Park auf solche (und im Endeffekt damit auf alle) Folgen verzichten würde?
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Das sind zwei komplett verschiedene Fragen.
Also würdest du es begrüßen wenn South Park auf solche (und im Endeffekt damit auf alle) Folgen verzichten würde?
Ich hab doch nicht danach gefragt was mit solchen Serien im Netz passiert und welche Diskussionen sie auslösen können. Meine Frage war, ob du deshalb Serien wie South Park aus dem Programm nehmen würdest.
Edit: vielleicht wars zuvor nicht klar genug.![]()
Doch.Nicht wirklich.
Ich glaub ich hab mich klar genug geäußert. Lies daraus was du lesen willst.
Wenn die South Park Macher(*innen) von sich aus und für sich selbst zu der Erkenntnis gelangen, bestimmte Inhalte nicht mehr veröffentlichen zu wollen, weil sie selbst der Überzeugung sind, damit Leute zu verletzen oder sonstigen gesellschaftlichen Schaden zu verursachen, dann begrüße ich das selbstverständlich.Wieviele South Park Folgen hast du denn bis jetzt gesehen? Und was meinst du wieviele Folgen denn übrigen bleiben wenn sie auf Inhalte verzichten würden die für irgendjemanden problematisch sind?
Wieviele South Park Folgen hast du denn bis jetzt gesehen? Und was meinst du wieviele Folgen denn übrigen bleiben wenn sie auf Inhalte verzichten würden die für irgendjemanden problematisch sind?
Das Problem ist vor allem, dass in dieser gegenseitigen "Anfeindung" weiterhin ein Machtgefälle existiert und die Diffarmierungen ungleiche Auswirkungen haben.
Wenn eine Twitter-Userin mit relativ geringer Reichweite Kritik an einem der größten deutschen YouTubern äußert, dann tut sie das genau aus dieser Position heraus. Wenn sich der YouTuber selbst dazu äußert und damit seine Fans, andere YouTuber*innen und irgendwann quasi ganz Twitter auf den Konflikt aufmerksam werden, dann ist es ein Euphemismus zu sagen "da sprechen eben zwei Gruppen aneinander vorbei".
Oder wie es die Userin selbst schreibt:
Die Ironie der Sache liegt im Übrigen darin, dass auf der einen Seite ja damit argumentiert wird, dass man eben nur Spaß macht und auch die Zuschauer*innen in der Regel zwischen dem Witz und 'tatsächlicher Gewalt' gegen Frauen unterscheiden könnten; auf der anderen Seite genau diese Leute, denen man gerade noch einen solchen Persilschein verschafft hat, in großer Zahl Kritiker*innen anfeinden, sexistisch beleidigen etc. und damit den Beweis erbringen, dass sie dieses Vertrauen eigentlich in keinster Weise rechtfertigen würden.
Und damit wird ja gerade wieder der Kern der Kritik legitimiert.
Wer sagt, dass der Post untergegangen ist?![]()
Dann werte es als wink meiner Seits wieder das Thema BtT zu führen.
Edit: Aber befürchte, dass der Zug bezogen zum Thema eh längst abgefahren ist.
Das ist eine sehr traurige und zynische Sichtweise.Das Machtgefälle was Mingo anspricht, ist in dem Fall natürlich gegeben. Und oha, die Dame hat anscheinend gerade das Internet kennengelernt. Ein oftmals schöner Ort, der aber in vielen Ecken auch der reinste Moloch ist, wo sich der Abschaum versammelt. Und dann, wie im echten Leben, alle auf einen, der Starke auf den Kleinen.
Womit ich das in keinster Weise rechtfertige. Ich denke, hier bei uns kann man sehen, dass man sich durchaus ordentlich unterhalten kann, auch wenn man konträrer Meinung ist. Aber Twitter? YouTube? Wenn ich in einen Löwenkäfig steige, muss ich mir bewusst sein, dass ich zerfleischt werden kann...
Das ist eine sehr traurige und zynische Sichtweise.
Erstens ist es die klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Zweitens scheint dir nicht bewusst zu sein, dass die 'neuen' sozialen Medien für viele marginalisierte Menschen die Möglichkeit ist, sich selbst im öffentlichen Raum eine Stimme zu verschaffen, sich zu organisieren, Netzwerke zu bilden etc.
Dir scheint es nichts auszumachen, wenn z.B. Twitter ein toxischer Ort ist, wo nur die Härtesten der Harten bestehen können, weil du nicht auf Twitter angewiesen bist und ohnehin nicht die Leute hörst und liest, die durch ein von dir gezeichnetes Umfeld weiterhin stumm gehalten würden.
Was du forderst ist, dass nur Mehrheitsmeinungen und -positionen medialen Widerhall wiederfinden müssen und dass das auch nicht weiter schlimm ist. Also so etwas wie das Format von rezo.
Eine Kritik daran aus einer anderen Position heraus hat dann keine Daseinsberechtigung, wenn die Kritiker*innen es nicht gleichzeitig in Kauf nehmen dafür durch die Scheiße zu gehen.
Tja, das kommt halt davon, wenn man sich am Diskurs (aka twitter) beteiligen möchte.
Wenn wir mal wieder über Privilegien diskutieren möchten; du hast gerade ein perfektes Beispiel geliefert.
Versucht doch mal andere Lebensrealitäten mitzudenken, das ist wirklich nicht so schwer!
Das passt in dem Zusammenhang m. E. nicht.Erstens ist es die klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Mit Verlaub, aber das ist Quatsch. Es ist nicht so, als hätte sie sich einen speziellen Anlass ausgesucht um gezielt irgendetwas loszutreten.Um es nochmals zu sagen. Diese megafauna hat ja mit vielen Dingen nicht unrecht. Sie hat sich nur den falschen Anlass ausgesucht, ihre Meinung abzugeben.
Das wäre aber unweigerlich die Konsequenz, wenn sich alle demnach verhalten würden wie du es dargestellt hast. Und in so fern setze ich das gleich.Halt, stopp. Ich fordere garnichts!
Aber so oder so hat sie auf keinen Fall Anfeindungen massivster Art verdient, Beleidigungen per DM, Drohungen etc.
Und ich persönlich finde es schamlos auch nur so zu tun als wäre sie selbst Schuld daran, weil sie hätte ja auch einfach die Schnauze halten können.
Was ist das denn für eine Vorstellung von einem funktionierenden Diskursraum?
sorry, @Mingo hat recht: deine argumentation ist heftig. übertrage das doch mal aus dem internet in die realität. ein beispiel: jemand wird von mehreren anderen verdroschen. jemand drittes geht dazwischen und kassiert auch. er ist jetzt also an seinen verletzungen mitschuld weil er ja habe wissen müssen, dass er gegen die vielen keine chance hat?Das steht ausser Frage.
Beim Rest bin ich anderer Meinung. Twitter ist bekanntermassen kein funktionierender Diskursraum. Jedenfalls überwiegend. Das Beispiel hier passt perfekt. Twitter, YT, FB und Co. haben zwar enorme Reichweite, dafür sitzt aber halt auch der "Abschaum" der Internetwelt am anderen Ende.
Und da frage ich mich, warum du mir unterstellst, dass ich das Medium Twitter nicht verstehe? Weil ich es nicht aktiv nutze? Schon mal darüber nachgedacht, dass das einen Grund haben könnte?
Ich will dir mal erklären, warum sie in gewisser Weise doch selbst eine Mitschuld an ihrer jetzigen Situation trägt (und wie gesagt, das entspricht nicht meiner Meinung, es beschreibt nur den Ist-Zustand). Du schreibst, dass man wenig Einfluss darauf hat, was viral bei Twitter abgeht und welche Wellen etwas potentiell schlägt. Falsch! Die gute Dame hätte sich denken können müssen, wie Rezos "Fans" und alle von Feministinnen genervten Männer darauf reagieren! Weil es nicht ihr erster Tweet war. Weil sie sicher schon häufiger angefeindet wurde. Weil das Internet einfach kein romantischer Ort ist, wo man mit ein paar schlauen Aussagen die Welt verändert. Wenn du alleine gegen eine Heerschar von Idioten rennst, bist du danach platt.
Dass sie den Tweet trotzdem losgetreten hat, verdient daher sicher Respekt. Sie kann sich aber mMn nicht von einer Mitschuld lossagen, dass es ihr jetzt so geht, wie es ihr geht.
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