Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Boulevardpresse Thread (3 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich hab doch nicht danach gefragt was mit solchen Serien im Netz passiert und welche Diskussionen sie auslösen können. Meine Frage war, ob du deshalb Serien wie South Park aus dem Programm nehmen würdest.
Edit: vielleicht wars zuvor nicht klar genug. :)

Ich glaub ich hab mich klar genug geäußert. Lies daraus was du lesen willst.
 
Doch.
Ich würde es begrüßen, wenn Medienschaffende von sich aus auf problematische Inhalte verzichten würden (sei es, weil sie zu einer Selbsterkenntnis gelangt sind, sei es weil es publikumsseitig einfach keine Nachfrage mehr gibt).
Ich bin aber gegen ein nicht-demokratisch und damit autoritär durchgesetztes Verbot (was aber immer wieder impliziert wird, wenn Kritik an Medieninhalten geübt wird).
Natürlich sind das zwei komplett unterschiedliche Dinge.
 
Wieviele South Park Folgen hast du denn bis jetzt gesehen? Und was meinst du wieviele Folgen denn übrigen bleiben wenn sie auf Inhalte verzichten würden die für irgendjemanden problematisch sind?

Ich glaub ich hab mich klar genug geäußert. Lies daraus was du lesen willst.

ich les dabei gar nix raus, deswegen frag ich ja. Aber wenn du keine (für mich) klare Antworten geben willst solls mir auch recht sein^^
 
Wieviele South Park Folgen hast du denn bis jetzt gesehen? Und was meinst du wieviele Folgen denn übrigen bleiben wenn sie auf Inhalte verzichten würden die für irgendjemanden problematisch sind?
Wenn die South Park Macher(*innen) von sich aus und für sich selbst zu der Erkenntnis gelangen, bestimmte Inhalte nicht mehr veröffentlichen zu wollen, weil sie selbst der Überzeugung sind, damit Leute zu verletzen oder sonstigen gesellschaftlichen Schaden zu verursachen, dann begrüße ich das selbstverständlich.
Ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht so wirklich.

edit: sry Frage war nicht an mich gerichtet.
 
Wieviele South Park Folgen hast du denn bis jetzt gesehen? Und was meinst du wieviele Folgen denn übrigen bleiben wenn sie auf Inhalte verzichten würden die für irgendjemanden problematisch sind?

Ich glaube so an die 10 Staffeln komplett durch gesehen zu haben und beide South Park Games gespielt zu haben. Und irgendwo hier auch gesagt zu haben, dass ich durchaus auch über derben Schwarzen Humor lachen kann. Nur weil ich darüber lachen kann, heißt es nicht dass solche Witze einen gewissen Einfluss auf die Gesellschaft haben und ihn nicht alle so verstehen wie ich und viele andere und er problematisch sein kann.

Da ich mir aber gleichzeitig (vielleicht nicht vor gut 20 Jahren als ich mit South Park angefangen habe) auch über den gesellschaftlichen Einfluss eines solchen Humors bewusst bin, kann ich durchaus auf den ein oder anderen Gag verzichten.
 
Da der Post jetzt leider etwas im South Park gelaber untergegangen ist und es eigentlich Anfangs eher um Rezo ging.
Dieser Post aber etwas ganz entscheidendes hervorhebt:

Sexismus und Gewalt gegen Frauen - exists


Das Problem ist vor allem, dass in dieser gegenseitigen "Anfeindung" weiterhin ein Machtgefälle existiert und die Diffarmierungen ungleiche Auswirkungen haben.
Wenn eine Twitter-Userin mit relativ geringer Reichweite Kritik an einem der größten deutschen YouTubern äußert, dann tut sie das genau aus dieser Position heraus. Wenn sich der YouTuber selbst dazu äußert und damit seine Fans, andere YouTuber*innen und irgendwann quasi ganz Twitter auf den Konflikt aufmerksam werden, dann ist es ein Euphemismus zu sagen "da sprechen eben zwei Gruppen aneinander vorbei".
Oder wie es die Userin selbst schreibt:
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
Die Ironie der Sache liegt im Übrigen darin, dass auf der einen Seite ja damit argumentiert wird, dass man eben nur Spaß macht und auch die Zuschauer*innen in der Regel zwischen dem Witz und 'tatsächlicher Gewalt' gegen Frauen unterscheiden könnten; auf der anderen Seite genau diese Leute, denen man gerade noch einen solchen Persilschein verschafft hat, in großer Zahl Kritiker*innen anfeinden, sexistisch beleidigen etc. und damit den Beweis erbringen, dass sie dieses Vertrauen eigentlich in keinster Weise rechtfertigen würden.
Und damit wird ja gerade wieder der Kern der Kritik legitimiert.


Was uns wieder zurück zur Frage der Verantwortung führt.
 
Dann werte es als wink meiner Seits wieder das Thema BtT zu führen.

Edit: Aber befürchte, dass der Zug bezogen zum Thema eh längst abgefahren ist.

Weiss ich nicht.

Ich denke eher, da prallen komplett unterschiedliche Ansichten aufeinander. Sowohl zwischen dieser megafauna und Rezo, also auch hier. Und ich denke, das kannst du auch gesamtgesellschaftlich annehmen.

megafauna mag real existierende Probleme ansprechen. Aber ich sehe den Bezug zu diesem Video nicht. Ich hab's eben nochmals angeschaut und da kriegt jeder sein Fett weg. Sogar Rezo selbst. Männer, Frauen, teils sogar Selbstverarsche. Das wäre für mich etwas Anderes, wenn die 3 sich nur weibliche Internet-"Bitches" ausgesucht hätten. Wenn man sich ne Schwangere beim Kill aussucht, ist man ein Sexist, Antifeminist, Nazi, misogynes Arschloch, whatever, sucht man sich in der nächsten Runde einen Mann aus, ist alles okay. Ist es nicht scheissegal, wen man sich aussucht? Kann es nicht auch einfach sein, dass man sich die jeweilige Person einfach aus Antiphatie aussucht, die unabhängig vom Geschlecht ist? Einfach, weil man denkt, dass es ein Arsch ist? Oder weil er eben übrig geblieben ist?

Das Machtgefälle was Mingo anspricht, ist in dem Fall natürlich gegeben. Und oha, die Dame hat anscheinend gerade das Internet kennengelernt. Ein oftmals schöner Ort, der aber in vielen Ecken auch der reinste Moloch ist, wo sich der Abschaum versammelt. Und dann, wie im echten Leben, alle auf einen, der Starke auf den Kleinen.

Womit ich das in keinster Weise rechtfertige. Ich denke, hier bei uns kann man sehen, dass man sich durchaus ordentlich unterhalten kann, auch wenn man konträrer Meinung ist. Aber Twitter? YouTube? Wenn ich in einen Löwenkäfig steige, muss ich mir bewusst sein, dass ich zerfleischt werden kann...
 
Das Machtgefälle was Mingo anspricht, ist in dem Fall natürlich gegeben. Und oha, die Dame hat anscheinend gerade das Internet kennengelernt. Ein oftmals schöner Ort, der aber in vielen Ecken auch der reinste Moloch ist, wo sich der Abschaum versammelt. Und dann, wie im echten Leben, alle auf einen, der Starke auf den Kleinen.

Womit ich das in keinster Weise rechtfertige. Ich denke, hier bei uns kann man sehen, dass man sich durchaus ordentlich unterhalten kann, auch wenn man konträrer Meinung ist. Aber Twitter? YouTube? Wenn ich in einen Löwenkäfig steige, muss ich mir bewusst sein, dass ich zerfleischt werden kann...
Das ist eine sehr traurige und zynische Sichtweise.
Erstens ist es die klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Zweitens scheint dir nicht bewusst zu sein, dass die 'neuen' sozialen Medien für viele marginalisierte Menschen die Möglichkeit ist, sich selbst im öffentlichen Raum eine Stimme zu verschaffen, sich zu organisieren, Netzwerke zu bilden etc.
Dir scheint es nichts auszumachen, wenn z.B. Twitter ein toxischer Ort ist, wo nur die Härtesten der Harten bestehen können, weil du nicht auf Twitter angewiesen bist und ohnehin nicht die Leute hörst und liest, die durch ein von dir gezeichnetes Umfeld weiterhin stumm gehalten würden.
Was du forderst ist, dass nur Mehrheitsmeinungen und -positionen medialen Widerhall wiederfinden müssen und dass das auch nicht weiter schlimm ist. Also so etwas wie das Format von rezo.
Eine Kritik daran aus einer anderen Position heraus hat dann keine Daseinsberechtigung, wenn die Kritiker*innen es nicht gleichzeitig in Kauf nehmen dafür durch die Scheiße zu gehen.
Tja, das kommt halt davon, wenn man sich am Diskurs (aka twitter) beteiligen möchte.

Wenn wir mal wieder über Privilegien diskutieren möchten; du hast gerade ein perfektes Beispiel geliefert.
Versucht doch mal andere Lebensrealitäten mitzudenken, das ist wirklich nicht so schwer!
 
Habt Ihr Euch die Tweets seit Rezogate mal gegeben ?
Die latente Aggression im schwulstigen Internet-Sprech der zitierten Userin ist bei aller Liebe auch kaum zu überlesen. Ich habe teilweise den (vielleicht falschen) Eindruck als hätte sie nur darauf gewartet, endlich austeilen zu können. Wenn ich durch die ganzen Tweets scrolle, wird bei mir eine Art Unwohlsein durch beide Seiten hervorgerufen - sowohl durch die Tweets von "megafauna" als auch durch die zweifellos herablassenden und teilweise ekelhaften Antworten der Unter-der-Gürtellinie-Witz-Verteidiger-Fraktion. Die prügeln alle verbal aufeinander ein und doch irgendwie aneinander vorbei.

Bessere Beispiele der Kommunikationslosigkeit im Internet muss man gar nicht mehr lange suchen: @keineparolen oder @GaramSalami (von ihr in dem Zusammenhang retweetet - Schaut Euch mal den frühen Verlauf an) sind Paradebeispiele dafür, wie Kommunikation und/oder Diskurs im Social Media-Zeitalter völlig mutieren bzw. (für mich) degenerieren.

boomer ENDE ! ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist eine sehr traurige und zynische Sichtweise.
Erstens ist es die klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Zweitens scheint dir nicht bewusst zu sein, dass die 'neuen' sozialen Medien für viele marginalisierte Menschen die Möglichkeit ist, sich selbst im öffentlichen Raum eine Stimme zu verschaffen, sich zu organisieren, Netzwerke zu bilden etc.
Dir scheint es nichts auszumachen, wenn z.B. Twitter ein toxischer Ort ist, wo nur die Härtesten der Harten bestehen können, weil du nicht auf Twitter angewiesen bist und ohnehin nicht die Leute hörst und liest, die durch ein von dir gezeichnetes Umfeld weiterhin stumm gehalten würden.
Was du forderst ist, dass nur Mehrheitsmeinungen und -positionen medialen Widerhall wiederfinden müssen und dass das auch nicht weiter schlimm ist. Also so etwas wie das Format von rezo.
Eine Kritik daran aus einer anderen Position heraus hat dann keine Daseinsberechtigung, wenn die Kritiker*innen es nicht gleichzeitig in Kauf nehmen dafür durch die Scheiße zu gehen.
Tja, das kommt halt davon, wenn man sich am Diskurs (aka twitter) beteiligen möchte.

Wenn wir mal wieder über Privilegien diskutieren möchten; du hast gerade ein perfektes Beispiel geliefert.
Versucht doch mal andere Lebensrealitäten mitzudenken, das ist wirklich nicht so schwer!

Halt, stopp. Ich fordere garnichts! Ich habe lediglich aufgezeigt, wie es läuft. Übrigens auch abseits der sozialen Medien. Das "Recht des Stärkeren" findest du im Tierreich überall, bei Menschen hofft man auf den Verstand. Meistens vergebens.

Ich selbst habe in zwei Situationen Kontakt zu Twitter. Wenn hier im Forum ein Tweet auftaucht und wenn ich von der PS4 Screenshots verschicken will. Sonst meide ich dieses Medium rigoros. Auch auf YT gucke ich wirklich nur Videos, die mich interessieren. Die Kommentarfunktion existiert für mich quasi garnicht. Ebenso bei FB. Ich bin in ein paar Dampfer-Gruppen, meine Startseite hab ich vielleicht 2 Mal gesehen...

Um es nochmals zu sagen. Diese megafauna hat ja mit vielen Dingen nicht unrecht. Sie hat sich nur den falschen Anlass ausgesucht, ihre Meinung abzugeben.

Je nachdem, wie man es jetzt interpretiert... ja, somit bin ich priviligiert. Ich brauch den ganzen Scheiss nicht. Ich gehöre nicht zu den "marginalisierten" Gruppen. Mein Verstand sagt mir aber, dass wenn ein Ort für mich toxisch ist, dann meide ich ihn. Denn sonst geht es mir selbst an den Hals.

Und es gibt noch eine Lebensrealität. Der Starke wird immer versuchen der Starke zu bleiben. Ob alleine, oder in der Gruppe. Du kannst versuchen, gegen ein Wand zu laufen. Aber am Ende gewinnt immer die Wand.

Das entspricht nicht meiner Einstellung, ich hoffe, du weisst das. Aber es ist so und wird sich meiner Einschätzung nach auch nicht so bald ändern.
 
Erstens ist es die klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Das passt in dem Zusammenhang m. E. nicht.

Täter-Opfer-Umkehr ist etwas völlig anderes. Die Begriffe „Täter“ oder „Opfer“ sind in der gesamten Twitter-Diskussion, die ich gelesen habe sowas von total am Thema vorbei, geschweige denn deren „Umkehr“.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Um es nochmals zu sagen. Diese megafauna hat ja mit vielen Dingen nicht unrecht. Sie hat sich nur den falschen Anlass ausgesucht, ihre Meinung abzugeben.
Mit Verlaub, aber das ist Quatsch. Es ist nicht so, als hätte sie sich einen speziellen Anlass ausgesucht um gezielt irgendetwas loszutreten.
Sie äußert sich auf Twitter tagtäglich, oftmals mit einer dezidiert feministischen Sicht auf die Dinge, zu diversesten Sachen.
Du sagst ja selbst, dass du das Medium Twitter nicht verstehst, aber du kannst dir sicher vorstellen, dass man selbst wenig Einfluss darauf hat, wann etwas viral geht und welche Wellen etwas potentiell schlagen kann?
@megafauna hat einen tweet abgesetzt zu einem Video, das millionenfach geklickt wurde, ohne bestimmte Personen zu verlinken (nonmention). Sie hat also mitnichten "den falschen Anlass ausgesucht, ihre Meinung abzugeben".
Und auch das ist halt wieder klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Sie hat eine völlig legitime Kritik geäußert, die man meinetwegen nicht teilen muss. Aber so oder so hat sie auf keinen Fall Anfeindungen massivster Art verdient, Beleidigungen per DM, Drohungen etc.
Und ich persönlich finde es schamlos auch nur so zu tun als wäre sie selbst Schuld daran, weil sie hätte ja auch einfach die Schnauze halten können.
Was ist das denn für eine Vorstellung von einem funktionierenden Diskursraum?
Halt, stopp. Ich fordere garnichts!
Das wäre aber unweigerlich die Konsequenz, wenn sich alle demnach verhalten würden wie du es dargestellt hast. Und in so fern setze ich das gleich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber so oder so hat sie auf keinen Fall Anfeindungen massivster Art verdient, Beleidigungen per DM, Drohungen etc.
Und ich persönlich finde es schamlos auch nur so zu tun als wäre sie selbst Schuld daran, weil sie hätte ja auch einfach die Schnauze halten können.
Was ist das denn für eine Vorstellung von einem funktionierenden Diskursraum?

Das steht ausser Frage.

Beim Rest bin ich anderer Meinung. Twitter ist bekanntermassen kein funktionierender Diskursraum. Jedenfalls überwiegend. Das Beispiel hier passt perfekt. Twitter, YT, FB und Co. haben zwar enorme Reichweite, dafür sitzt aber halt auch der "Abschaum" der Internetwelt am anderen Ende.

Und da frage ich mich, warum du mir unterstellst, dass ich das Medium Twitter nicht verstehe? Weil ich es nicht aktiv nutze? Schon mal darüber nachgedacht, dass das einen Grund haben könnte?

Ich will dir mal erklären, warum sie in gewisser Weise doch selbst eine Mitschuld an ihrer jetzigen Situation trägt (und wie gesagt, das entspricht nicht meiner Meinung, es beschreibt nur den Ist-Zustand). Du schreibst, dass man wenig Einfluss darauf hat, was viral bei Twitter abgeht und welche Wellen etwas potentiell schlägt. Falsch! Die gute Dame hätte sich denken können müssen, wie Rezos "Fans" und alle von Feministinnen genervten Männer darauf reagieren! Weil es nicht ihr erster Tweet war. Weil sie sicher schon häufiger angefeindet wurde. Weil das Internet einfach kein romantischer Ort ist, wo man mit ein paar schlauen Aussagen die Welt verändert. Wenn du alleine gegen eine Heerschar von Idioten rennst, bist du danach platt.

Dass sie den Tweet trotzdem losgetreten hat, verdient daher sicher Respekt. Sie kann sich aber mMn nicht von einer Mitschuld lossagen, dass es ihr jetzt so geht, wie es ihr geht.
 
Das ist einfach maximal zynisch und entlastet alle Täter*innen, wenn man Opfern eine Mitschuld an der an ihnen verübten Tat gibt.
Die Energie, die du aufwendest um die Scheiße, die nunmal existiert (das ist wohl irgendwie dein Punkt), zu normalisieren und zu relativieren, könntest du besser darauf aufwenden dich mit den Opfern zu solidarisieren und die Taten zu verurteilen.
Dass du es nicht machst spricht Bände in meinen Augen.

Empowerment ist das Stichwort, kannst du ja gerne nachschlagen falls du das Wort auch zum ersten Mal hörst.
 
Das steht ausser Frage.

Beim Rest bin ich anderer Meinung. Twitter ist bekanntermassen kein funktionierender Diskursraum. Jedenfalls überwiegend. Das Beispiel hier passt perfekt. Twitter, YT, FB und Co. haben zwar enorme Reichweite, dafür sitzt aber halt auch der "Abschaum" der Internetwelt am anderen Ende.

Und da frage ich mich, warum du mir unterstellst, dass ich das Medium Twitter nicht verstehe? Weil ich es nicht aktiv nutze? Schon mal darüber nachgedacht, dass das einen Grund haben könnte?

Ich will dir mal erklären, warum sie in gewisser Weise doch selbst eine Mitschuld an ihrer jetzigen Situation trägt (und wie gesagt, das entspricht nicht meiner Meinung, es beschreibt nur den Ist-Zustand). Du schreibst, dass man wenig Einfluss darauf hat, was viral bei Twitter abgeht und welche Wellen etwas potentiell schlägt. Falsch! Die gute Dame hätte sich denken können müssen, wie Rezos "Fans" und alle von Feministinnen genervten Männer darauf reagieren! Weil es nicht ihr erster Tweet war. Weil sie sicher schon häufiger angefeindet wurde. Weil das Internet einfach kein romantischer Ort ist, wo man mit ein paar schlauen Aussagen die Welt verändert. Wenn du alleine gegen eine Heerschar von Idioten rennst, bist du danach platt.

Dass sie den Tweet trotzdem losgetreten hat, verdient daher sicher Respekt. Sie kann sich aber mMn nicht von einer Mitschuld lossagen, dass es ihr jetzt so geht, wie es ihr geht.
sorry, @Mingo hat recht: deine argumentation ist heftig. übertrage das doch mal aus dem internet in die realität. ein beispiel: jemand wird von mehreren anderen verdroschen. jemand drittes geht dazwischen und kassiert auch. er ist jetzt also an seinen verletzungen mitschuld weil er ja habe wissen müssen, dass er gegen die vielen keine chance hat?

nach deiner argumenatation sollte man immer das maul halten wenn man in der minderzahl ist. und wohin so etwas führt sieht man in polen, ungarn, russland, usa... für mein verständnis gibt es keinen grund der rechtfertigt, jemanden so anzugehen wie das hier (und woanders) passiert. jemanden persönlich zu beleidigen, diffamieren und bedrohen. ich denke, dass du das genauso siehst. und wenn wir der meinung sind, dass das in keiner weise gerechtfertigt ist, können wir nicht sagen dass sie in gewisser weise selber schuld sei. denn damit bereiten wir solchem verhalten den boden. im gegenteil müssen wir deutlich machen (und zwar für sie, wie auch die idioten, die sich aufführen wie die ersten menschen), dass das so nicht geht und das sie das opfer ist, welchem unsere solidarität gelten sollte.
 
Zurück
Oben