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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dann gleich zum nächsten Thema:

Kennt ihr den schon? PHP-Konferenz abgesagt, weil sie nur männliche Speaker hatten?
  • Und das ist ja wohl klar, ohne Frauen am Mikrofon kann man im Jahre 2019 keine Konferenz mehr machen, ob jetzt über PHP oder was anderes. Es geht ja hier schließlich nicht um PHP. Es geht darum, was die Vortragenden zwischen den Beinen haben!
https://blog.fefe.de/

Da weis man langsam echt nicht mehr wer kaputter ist.

Sorry, aber das ist ja mal sowas von ein lahmer take von den Konferenz-Organisator*innen (und damit auch von fefe und von dir).
Denn: Offensichtlich haben sie die Konferenz nicht abgesagt, weil es nur männliche Speaker geben sollte, im Sinne von "Es gibt eine Geschlechter-Quote, die von irgendwem vorgegeben wird, die erfüllt werden muss, ansonsten kann die Konferenz nicht stattfinden". Vielmehr schieben sie die Schuld der Absage auf drei konkrete Beiträge: auf einen Twitter-Beitrag (der überwältigende 14 Replies und 59 "Gefällt mir!"-Angaben bekommen hat) und zwei sehr sachliche und wenig anklagende Begründungen für persönliche Absagen von Speakern (von der ich zumindest eine komplett gelesen habe, was ich jedem nur empfehlen kann, der sich hier gerade allzu schnell echauffiert).

Ergo: Das Problem ist nicht, dass es keine weiblichen Speaker auf der Konferenz geben sollte. Das Problem ist, dass die Organisatoren ein Problem damit haben, dass es Leute gibt, die ein rein männliches Speaker-LineUp öffentlich als Problem benennen und die fehlende Einsicht der Organisatoren beklagen, an diesem Umstand etwas ändern zu wollen.

Und abgesehen davon, dass Fefe unrecht hat damit, dass Geschlecht definiert wird durch das, was die Speaker*innen zwischen ihren Beinen haben hat er recht damit, dass eine Konferenz mehr ist als der diskutierte Inhalt.
Seine Ironie beiseite gelassen müsste sein Satz "Es geht ja hier schließlich nicht um PHP" korrekterweise heißen "Es geht ja hier schließlich nicht nur um PHP".
Denn bei Konferenzen geht es darüber hinaus um Prestige, um Vernetzung, um Sehen-Und-Gesehen-Werden, um Socialising und Vitamin-B; denn anderenfalls könnte man eine solche Konferenz - zumal über eine digitale Programiersprache - problemlos im virtuellen Raum stattfinden lassen.

Daher sollte es selbstverständlich Ziel einer solchen Konferenz sein, aktiv nach Diversität zu streben und unsichtbare Hürden für Minderheiten und unterrepräsentierte bzw. marginalisierte Gruppen abzubauen.
Denn sonst wird der Status Quo nicht nur immer weiter reproduziert sondern sogar immer weiter gefestigt.

Nichts anderes fordern übrigens die beiden Redner, die ihre Absagen in den Blog-Posts begründen. Sie fordern nicht von heute auf morgen ein Geschlechterverhältnis von 50:50; sie fordern einfach ein aktives Bemühen der Organisatoren den Missverhältnissen durch (hoffentlich) wirksame Maßnahmen entgegenzuwirken.

Der Unwille dazu in Verbindung mit dem Mimimi-Move a la "Wir müssen leider die Konferenz absagen weil drei Leute im Internet geschrieben haben dass sie sich von uns mehr Bemühungen um Diversität wünschen" wirft in meinen Augen überhaupt kein gutes Licht auf die Organisation.
 
Der Unwille dazu in Verbindung mit dem Mimimi-Move a la "Wir müssen leider die Konferenz absagen weil drei Leute im Internet geschrieben haben dass sie sich von uns mehr Bemühungen um Diversität wünschen" wirft in meinen Augen überhaupt kein gutes Licht auf die Organisation.

Das ist das worüber ich dir Zustimme.

Das man überall diversität um teufel komm raus reinquetschen muss nicht. Schon lange nicht bei schlecht besuchten Konferenzen wo man überhaupt froh sein muss das es noch leute gibt die sich dafür interessieren (mir geht es nicht speziell um PHP). Aber das ist halt deine theorie vs. real life.
 
Aha.
Dann erklär mir doch mal bitte deinen Ausgangskommentar:
Da weis man langsam echt nicht mehr wer kaputter ist.
Wenn du mir doch darin übereinstimmst, dass man von den Organisatoren erwarten kann, sich zumindest aktiv um z.B. weibliche Speaker zu bemühen, wo ist denn dann das Problem?
Was bitte ist "kaputt" daran, mit u.a. folgender Begründung seine Teilnahme zurückzuziehen:
Sadly from what the organizers told me they actively don't want to do outreach, and just let whoever wants to submit submit. While there are certainly bad and harmful ways to do such outreach, there are also good and constructive ones. If you see no submissions coming in from women or other minority groups, that's an indication you should at least try the good ones. If they had tried and were unsuccessful I'd be more forgiving, but you need to at least try. And when multiple speakers offer to work with you to reduce costs so that you can at least try, that should be taken seriously.

Das ist auch genau der Grund, warum Fefes Kommentar so grundfalsch ist:
Er suggeriert, dass doch bei einer solchen Konferenz einzig und allein der Inhalt eine Rolle spielt (bzw. spielen sollte) und nicht das Geschlecht.
Dass dort allerdings nur ein Geschlecht vertreten ist, ist ja gerade Indikator dafür, dass Geschlecht eine Rolle zu spielen scheint; und zwar zu Ungunsten von Frauen.
Die Forderung nach Diversität ist in diesem Falle also genau die Forderung, die bei Fefe lediglich als Feigenblatt herhalten darf: dass Geschlecht tatsächlich und ganz praktisch keine Rolle spielen sollte. Damit wäre auch automatisch eine Diversität erreicht, die ja nicht zum Selbstzweck gefordert wird, sondern die vielmehr Ergebnis dann realisierter Ermöglichungsbedingungen wäre - also von Bedingungen, die allen Mitgliedern unserer Gesellschaft Teilhabe ermöglicht.
Und damit natürlich auch in der Informatik und damit auch bei PHP-Konferenzen und so weiter und so fort.

Daher hat das in meinen Augen auch nichts mit "Diversität auf Teufel komm raus" zu tun, sondern diese Argumentation hat in meinen Augen vielmehr etwas protektionistisches, indem sich in klassischen Männerbastionen "auf Teufel komm raus" gegen Diversitätsbestrebungen jedweder Art gewehrt wird.
 
Aha.
Dann erklär mir doch mal bitte deinen Ausgangskommentar:

Wenn du mir doch darin übereinstimmst, dass man von den Organisatoren erwarten kann, sich zumindest aktiv um z.B. weibliche Speaker zu bemühen, wo ist denn dann das Problem?

Du möchtest das negative überall herauslesen oder? Ich hab das bewusst so offen gelassen und weder direkt veranstalter noch teilnehmern noch absagente Personen angesprochen. Ich find die komplette diskussion kaputt.


Daher hat das in meinen Augen auch nichts mit "Diversität auf Teufel komm raus" zu tun, sondern diese Argumentation hat in meinen Augen vielmehr etwas protektionistisches, indem sich in klassischen Männerbastionen "auf Teufel komm raus" gegen Diversitätsbestrebungen jedweder Art gewehrt wird.

-> Kannst du so sehen. Seh ich nicht so so. Mal angenommen ist gibt irgendwo eine Präsentation/Konferenz über ein Produkt für das sich der Mehrheit nur Frauen interessiert da schon sehr Nieschenthema Teilnehmern 20-50 Leute. Muss da um teufel komm raus ein Mann dabei sein?
 
Zuletzt bearbeitet:
"Bewusst offen gelassen", come on... :roll:
Als hätte man es groß anders lesen können als eine Kritik an den Personen, die letztlich die Absage der Konferenz herbeigeführt haben; und da du nur das Narrativ von Fefe und den Veranstaltern präsentiert hast muss man es demnach unweigerlich auf diejenigen beziehen, die auf die fehlende Diversität hingewiesen haben.
Und du sagst es ja selbst, du störst dich an der Diskussion an sich; und auch die gäbe es ja nicht, wenn niemand auf die fehlende Diversität hinweisen würde.
Gut, die gäbe es auch nicht, wenn Diversität einfach durch aktive Bemühungen realisiert würde, aber ich will nicht spitzfindig werden...

Ich werde im Übrigen nicht auf dein fiktives Szenario eingehen, wenn du mir gleichzeitig weiter oben vorhälst, meine Position wäre "Theorie" und hätte nichts mit dem "real life" gemeinsam.
Also warum nicht beim konkreten und vorliegenden Fall bleiben?
Ich verstehe nämlich immer noch nicht so ganz, wo hier genau der Grund zur Aufregung liegt? Wer ist in diesem konkreten Fall "kaputter" als wer?
Bitte erklär es mir.
 
Aber die Grenzen niemanden aus, sondern sagen wer immer will, der kann submitten. Und der einzige Beitrag einer Frau der eingerichtet würde, wäre eine Wiederholung vom Vorjahr.

Die ganze Genderquatsch hält nur auf und ist was von und für Leute mit zu viel Zeit. Etwas das gerade Programmierer nicht haben und da kommen drei so Heinis und machen den an....würde die Veranstaltung auch kippen und die Diskussion darum direkt an die drei Leute da adressieren.
 
Die ganze Genderquatsch hält nur auf und ist was von und für Leute mit zu viel Zeit. Etwas das gerade Programmierer nicht haben und da kommen drei so Heinis und machen den an....würde die Veranstaltung auch kippen und die Diskussion darum direkt an die drei Leute da adressieren.
Offensichtlich gibt es ja mindestens zwei Programmierer (nämlich die beiden, die die Veranstalter als Grund für die Absage benennen), die gut genug sind um sich als Speaker für diese Konferenz zu empfehlen und darüber hinaus noch Zeit haben, sich mit "Genderquatsch" auseinanderzusetzen.
Mindblowing.
 
Offensichtlich gibt es ja mindestens zwei Programmierer (nämlich die beiden, die die Veranstalter als Grund für die Absage benennen), die gut genug sind um sich als Speaker für diese Konferenz zu empfehlen und darüber hinaus noch Zeit haben, sich mit "Genderquatsch" auseinanderzusetzen.
Mindblowing.
Dann sollen die doch ihre eigene Konferenz auf die Beine stellen, anstatt die ursprüngliche für alle zu ruinieren.
 
Spricht halt Bände, wenn die veröffentlichte Begründung der Absagen von zwei Speakern die Konferenz "für alle ruiniert".
Ist das möglicherweise einer der Organisatoren?
tenor.gif
 
Ich hau es einfach mal hier rein, was für die Fußballromantiker

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Holy Moly.... Die 90er hat auch echt der Belzebub persönlich erschaffen:gerri:
 
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