Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Zum Brand der Notre Dame: echt schade, aber Glück im Unglück.

Aber wem gehört die Kirche? Der Kirche?
Haben die keine Versicherung für solche Schäden?

Da gibt es schon Spendenaufrufe und sonst was, als wäre es eine akute humanitäre Katastrophe. Das finde ich jetzt schon extrem befremdlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke nicht, dass es vielen Leuten um den monetären Schaden geht. Die Kirche hat natürlich das Geld und ich geh auch mal davon aus, dass auch auf Kirchen Gebäudeversicherungen laufen.

Es geht bei der Bestürzung vielmehr darum, dass eben ein altes, sehr altes Wahrzeichen von Paris niedergebrannt ist. Jahrhundertelang stand Notre Dame in der Form da, Teile der zerstörten Decke stammten aus dem 13. Jahrhundert. Das kann man natürlich wieder aufbauen, aber es wird nie das selbe sein.
Und je nach Glaube kommt eben noch dazu, dass ein heiliger Ort zerstört wurde, in dem einige der wichtigsten Reliquien der Kirche lagern, z.B. die Dornenkrone, die Jesus nach christlichem Verständnis getragen haben soll. Die konnten afaik aber alle gerettet werden.

Aber ja, Spendenaufrufe sind natürlich Quark. Ist halt der Reflex, der sich jetzt im Internet wieder bildet. Ist ja auch verständlich. Man ist betroffen und will helfen, da liegt das eben nahe.


Naja, wenigstens konnte die Feuerwehr den Hauptteil des Gebäudes retten, v.a. die zwei ikonischen Türme.
 
Gestern noch auf ntv gehört das die Kathedrale dem Staat gehört aber der Kirchenbetrieb von der Kirche getragen wird. Dort gibt es eine strikte Trennung zwischen Kirche und Staat. Aus diesem Grund gab es seit kurzen auch Eintritt in die Kirche da die Renovierungsmaßnahme nicht finanzierbar war, bzw. es für die Kirche knapp bei Kasse wurde. Tja. und nun... Ich glaub kaum das man sowas so einfach versichern kann.
 
az94xyb_460s.jpg
 
Zwei Familien in Frankreich haben immerhin schon 300 Millionen Euro (!!!) gespendet. Das zeigt glaube ich ganz gut, wie wichtig Notre Dame den Franzosen (und natürlich auch allgemein) ist.
 
Und es zeigt Prioritäten.
Keine Wertung meinerseits also nicht ausflippen bitte.

Bin da ganz bei dir. Heute morgen hörte man im Radio bereits von den ersten 100 Millionen, die irgendeine Milliardärsfamile spendet. Für ein Haus! Ja, für ein Haus mit langer Geschichte und mit einem hohen Stellenwert als Denkmal, aber es ist ein Haus! Da werden Prioritäten gesetzt, die man gerade im Hinblick auf gesellschaftliche Entwicklungen sicher auch anders setzen "könnte"
 
Zwei Familien in Frankreich haben immerhin schon 300 Millionen Euro (!!!) gespendet. Das zeigt glaube ich ganz gut, wie wichtig Notre Dame den Franzosen (und natürlich auch allgemein) ist.

Die, die so unfassbar viel Geld haben, weil viele ganz kluge Menschen meinen für ihre Jeans 400,- mehr zu bezahlen, damit da Gucci draufsteht, hauen sofort unfassbar viel Geld auf den Tisch, damit ein Gebäude repariert werden kann.

Irgendwie auch eklig.

Aber keine Wertung meinerseits.
 
Herrlich wie manche gestalten im Internet den Brand direkt als versinnbildlichung zum Untergang des Abendlandes sehen.

Passend dazu: Here Are The Hoaxes And Misinformation About The Notre Dame Fire. [BuzzFeed.News]

Weiß man eigentlich schon irgendetwas zur Ursache?

Wenn man bestimmten Quellen glauben will Moslems, wozu gefälschte Fotos und Videos als Beweis herangezogen werden. Wenn man dagegen rational ist noch nichts, ausser das es etwas mit den Sanierungsarbeiten zu tun haben könnte [afaik brach das Feuer wohl da aus wo die Arbeiten stattfanden].
 
Und es zeigt Prioritäten.
Keine Wertung meinerseits also nicht ausflippen bitte.

Es fehlte jegliche Information (und ich hab's auch noch nicht ergooglet), inwiefern diese beiden Unternehmer-Familie auch sonst spenden. Gut möglich, dass dies nicht nur für Notre Dame geschehen ist. Vielleicht wollen sie sich damit auch nur öffentlich profilieren. Ganz oft sind diese Familien aber auch auf anderer Ebene "spendierfreudig".

Ich weiss auch nicht, ob das nicht im allgemeinen Spendenaufkommen des Landes nicht nur ein kleiner Betrag ist. Hier wird zwar keinen Erdbeben- oder Taifunopfern geholfen, aber die Franzosen sehen es als Möglichkeit, ein Wahrzeichen ihrer Hauptstadt wieder aufzubauen.

Ich bin ganz bei dir, dass viele, viele Projekte auf der Welt dringend mehr Geld benötigen. Dafür würde ich das hier trotzdem nicht als eine verschwendete Möglichkeit ansehen. Wenn uns der Kölner Dom abfackeln würde, würde es hier ähnlich aussehen.
 
Wenn uns der Kölner Dom abfackelt, könnte es mir egaler nicht sein.

V.a. Religiösen Wahrzeichen trauer ich keine Träne nach. Aber auch im Allgemeinen sind mir Gebäude einfach piepegal.
 
Ich hab mir heute morgen aber tatsächlich die Frage gestellt, wie es mich berühren würde, wenn ein deutsches Wahrzeichen abbrennen oder anderweitig zerstört werden sollte. Kölner Dom, Brandenburger Tor, Neuschwanstein oder was auch immer. Ich fänd es eventuell schade drum, aber das wäre es dann auch. Ich identifiziere mich ja nicht über Wahrzeichen. Gebäude sind nun mal nicht ewig, egal welchen historischen Wert sie haben mögen. Deswegen finde ich die Hysterie (inklusive Spendenaufrufen außerhalb von Frankreich) um Notre-Dame auch etwas befremdlich.

Zum Glück weiß ich aber auch, dass ich nicht allein auf der Welt bin. Lasst die Franzosen ihre Kapelle wieder aufbauen und alle sind wieder glücklich. :)
 
Wenn der Louvre abfackeln würde, fände ich das auch tragisch. Das ergreift mich nicht emotional und bereitet mir auch nicht Kopfzerbrechen, aber es ist trotzdem schade. Anderen geht das halt näher und dann gibt es wiederum welche, die es komplett kalt lässt. Am Ende sollte sich nur keiner dafür rechtfertigen müssen.
 
Zurück
Oben