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Selbst Schuld würde ich sagen!Oder manche Menschen nehmen sich einfach gerne Zeit für Diskussionen und Meinungsaustausch.
Du bist hier nicht der Bademeister.Und deine Aussagen machen's jetzt besser? Ok.

die letzten Seiten hier im Thread...
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Und das nur weil es keinen separaten babesthread gibt
Ich hab im Studium alle Kausalitätstheorien seit Hume bis zum Erbrechen durchgekaut. Dein Verständnis von Kausalität ist viel zu einseitig und die Probleme, die damit verbunden sind, sind viel komplexer, als deine einfache lineare Verkettung von Ereignissen. Ich beschränke mich jetzt auch darauf. Zum Rest habe ich schon alles gesagt, was ich sagen konnte, take it or leave it.
Dann würde ich streng genommen vorschlagen, du fängst damit an. Deine deterministische Auffassung schrammt nämlich MASSIV an unserer Lebenswelt vorbei. Aber dazu gleich mehr.
Also streng genommen unterbrechen wir diese Ursache/Wirkung-Relation physikalisch schon beim Postulat des Urknalls. Dieses von uns gesetzte Phänomen, welches noch kein Physiker hat erklären können, dient ja als "unbewegter Beweger" oder als "erste Ursache". Denn per Definition hat es ja keine Ursache, sondern ist selbst die erste. Das ist ein Konflikt, aber wahrscheinlich nicht der entscheidende für diesen Fall.
Das Problem ist, dass du in deinem Kausalverständnis keinen Unterschied machst zwischen der physikalisch geschlossenen Welt und menschlichen Handlungen. Diese sind nämlich nicht auf physikalische Zustände reduzierbar. Sie sind also scheinbar nicht Teil der Kausalkette der klassischen Physik. Wichtig ist allerdings, dass diese Handlung, obwohl sie nicht zur Geschlossenheit der physikalischen Welt gehört, natürlich auf diese einwirkt. Ich kann ja einen Stein fallen lassen, der ein Autodach kaputt macht. Hier war ich die Ursache für eine Wirkung in der Welt, die wieder eine Kette von weiteren Ereignissen in Gang setzt. Ich kann natürlich auch Vorgänge aus der physikalischen Welt unterbinden. Ich kann den Stein auch wieder auffangen, der sonst aufs Autodach geprallt wäre. Ich setze also Kausalketten in Gang und beende wiederum andere. Ich werde natürlich auch von meiner Umwelt beeinflusst, vor allem die phyikalischen Kräfte, die auf meinen Körper einwirken, etc. pp. Ich reagiere auch aktiv auf meine Umwelt. Wenn es einen Stau gibt, dann umfahre ich den. Das ist die Wirkung, die durch den Stau hervorgerufen wurde. Es ist aber streng genommen, keine durchgehende physikalische Kausalitätskette vorhanden. Das ist überhaupt kein Problem (freier Wille).
Damit der Determinismus aber nicht sofort aus dem Boot ist, kann man ja mal annehmen, die würden das schaffen und es gäbe keinen freien Willen. "ich" bin teil der physikalischen Welt, weil mein Gehirn ja auch nur Materie ist. Und es gibt hier kein Bewussstein, sondern nur Gehirnaktivität. Was folgt daraus? Hat man dann eine Welt konstruiert, in der sich alles, was passiert, einschließlich menschlicher Handlungen auf eine Ursache/Wirkung - Relation aufschlüsseln lässt? Auch nicht! Denn die Ereignisse, die in Relation gestellt werden, hat man damit automatisch wegdefiniert. Es gibt in dieser Welt keine Bedeutung mehr, d.h. keine sinnhaften Ereignisse, die in Relation gestellt werden können. Ich gebe da mal ein Beispiel, weil das sehr schwer nachzuvollziehen ist, wenn man nicht in der Debatte steckt:
Ich kaufe Blumen, um mich bei meiner Frau zu entschuldigen. Ich hab eine Beule in ihr Auto gefahren. Das tut mir leid. Der Akt des Entschuldigens ist ja bekannt. Dieser Vorgang hat einen spezifischen Sinn und einen Ablauf, er hat Bedeutung, Intentionen, wird ausgedrückt durch eine Geste. So beschreiben wir unweigerlich unser menschlichen Dasein in dieser Hinsicht.
Im Determinismus gibt es das nicht mehr. Im Determinismus gibt es kein "ich", welches sich bei "meiner" "Frau" "entschuldigt", indem "er" eine "Geste" "ausführt", es gibt nur die Bewegung von Atomen, die wieder andere Atome bewegen. Es ist eine sinnentleerte Welt, voller physikalischer Abläufe. Jeder Determinist, der vor seinem PC sitzt und eine deterministische Theorie runtertippt ist ein lebender performativer Selbstwiderspruch.
Long story short: Niemand hat bisher eine Reduktion menschlicher Handlungen auf physikalische Ereignisse vollzogen, und selbst wenn man das versuchen würde, verliert man seinen Beschreibungsgegenstand. Der Determinismus ist tot.
ja, sure...
Nein, ich nehme den Hacker, weil er kausal unabhängig vom hochladen der Bilder, sich dazu entschließt, den Account zu hacken und sich dann wiederum dazu entschließt (!) die Bilder zu veröffentlichen. Natürlich kannst du sagen, sie SOLLTE (!) keine Bilder machen, denn wenn keine da sind, kann man auch nichts hacken. Sicherlich. Aber das ist ein MORALISCHES Urteil, welches NICHTS mit Kausalität zu tun hat. Wir befinden uns durch diese Aussage sofort in der Ethik und in der Verurteilung dessen, was man tun und lassen sollte (!!). Ich kann es nicht deutlich genug machen. Und indem Moment, wo man sagt, wenn keine Bilder da sind, kannst du auch keine Hacken, verurteilt man automatisch auch die Handlungsweise der Aktuerin. Hier sind wir wieder bei der Umkehr.
Das, was du, auch noch fälschlicherweise, als kausalen Faktor betrachtet hast, ist kein kausaler Faktor. das KANN er nicht sein. Deine Ausbildung in allen ehren. Das, was du machst, und das ist dir ja scheinbar nicht einmal klar, ist ein moralisches Urteil fällen. Und das ist wiederum, meiner Meinung nach, unangebracht. Der Promi hat nicht einmal etwas "angestoßen", wie du es so schön sagst.
Also eigentlich hast du dir doch gerade selbst widersprochen, oder? Du hast doch gerade selbst geschrieben, dass du nicht "irgendwann" in der Menscheitsgeschichte anfangen willst, oder? Warum machst du jetzt bei Option 1 halt? Ich sag, nimm Option 0.1 Lindsey Vonn wird nicht geboren. Dann gibt es auch keine Bilder von ihr. Oder, Tiger Woods wird nicht geboren, dann gibt es auch keine Bilder.
Deshalb ich vorgeschlagen es pragmatisch, an den letzten entscheidenen Faktor zu knüpfen, das ist in deinem Fall Option 2. Nicht ich, sondern du fängst auf einmal in der Mitte an.
Meiner Auffassung nach startet der Hacker eh eine neue Kausalkette, indem er sich dazu entscheided (!) den Account zu hacken. Deshalb hat die Vonn nichts in deinem Sinne angestoßen, oder sonstiges.
Ja, sie funktioniert halt nicht so.
Klar ist das wichtig, aber hier vermengst du die Geschlossenheit der physikalischen Welt schon wieder mit menschlichen Handlungen.
Also eigentlich ist meine Aussage: Es gibt moralisch verwerliche Subjekte, die verantwortlich für sexuelle Belästigungen sind. Die Frau kommt in MEINER Aussage gar nicht vor. Denn das verwerfliche Subjekt ist allein für seine Taten verantwortlich. Klar, es ist eine Frau anwesend, der er diese Bemerkung ausspricht, aber sie hat weder etwas angestoßen, noch trägt sie Verantwortung oder schuld. Sie ist einfach nur da. Aber, weil nur weil sie da ist, wird sie NICHT AUTOMATISCH zu einem kausalen Faktor, es sei denn du machst sie in deiner Erklärung dazu. Wenn überhaupt, tauchst sie in der "Wirkung" auf, nämlich als diejenige, die die Belästigung ertragen muss.
Noch mal, du kannst natürlich viele Faktoren, die unweigerlich auftreten in Betracht ziehen. Ein Faktor führt dazu, dass du in die Stadt gehst und schlussendlich erschossen wirst. Ich versuch das mal so
1.) Ein Verrückter, der eine Schusswaffe hat und blonde Männer hasst, will in der Innenstadt einen Amoklauf starten.
2.) Dies führt dazu, dass er in er Stadt Leute abknallt
3) Es gibt 3 Tote. Einer der 3 Blonden, bist du.
Das ist die Kausalkette, die die Handlung des Verrückten (oder des Hackers) umschreibt. Diese ist allein ausschlaggebend für 3 Tote. Es gibt sicherlich einen Faktor, der dazu führt, dass du in die Stadt gegangen bist, der ist aber nicht kausal relevant für die Tat, insofern, als dass er eine Ursache wäre. Dies liegt allein am Töter.
Ich male das mal auf.
t1 (Täter) ------> t2 Schusswechsel ---------t3 Tote
p1 (Du willst in die Stadt -----> p2 (Du bist in der Stadt) ----- p3/t3 Tote (du bist einer davon).
Du bist im Wirkungsteil interessant. Und wegen meiner ist auch interessant, warum du da bist, und das kann ja auch wiederum kausal sein, aber du bist NICHT Teil der Entwicklung.
Wenn du jetzt erschossen wurdest, und einer meint, tja, wäre er mal nicht in die Stadt gegangen, dann ist das ebenfalls kein Hinweis auf eine kausale Verkettung, sondern ein moralisches Urteil. Wie blöd kann man denn sein, um in die Stadt zu gehen, man muss doch damit rechnen, dass gerade da Verrückte rumlaufen!
In ganz ganz kurz: du machst die Frau zu einem hinreichenden Faktor. Und das ist imo falsch.
Nö. War nur meine MeinungUnd deine Aussagen machen's jetzt besser? Ok.
Man könnte seine Meinung ja auch einfach mal für sich behalten
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