Der betroffenen Familie, die Anzeige erstattete, riet die Polizei, das Hakenkreuz schnell entfernen zu lassen und damit nicht längere Zeit durch die Stadt zu fahren: Sonst verstoße sie gegen das Verbot der Verwendung eines verfassungsfeindlichen Symbols.
Das ist so böse, dass es schon fast wieder lustig ist.
So langsam kommt diese "patriotische Einstellung" auch bei jungen Leuten an.
Vor einigen Wochen habe ich an der Uni keine einzige Stimme vernommen, die sich gegen Flüchtlinge ausgesprochen hat, überall waren Aufkleber mit "Refugees Welcome", Anti-Fa teilweise etc.
Irgendwelche Idioten sind jetzt dabei, diese zu entfernen oder zu überkleben, und zwar nur diese...
Auch in einem Seminar letztens über internationale Zusammenarbeit hat unser Dozent einige Artikel und Kommentare über die Transit-Zonen, Flüchtlingsgesetz etc. auseinandergenommen und ein paar haben nur komisch mit den Augen gerollt und von zwei anderen kamen die üblichen stumpfen Theorien.
Von den 40 Leuten mögen vielleicht nur ca. 5 Personen diese Einstellung haben, aber das macht mir wirklich Sorgen, dass es auch bei so vielen jungen, eigentlich gut gebildeten und klugen Menschen sich so verfängt und die sich ideologisch festfahren.
Und irgendwie komm ich da in einen Zwiespalt, wenn ein eigentlich guter Kumpel heute meint, er fand den Höcke wirklich super, endlich mal einer, der die schweigende Mehrheit vertritt und super Aktion mit der Deutschland Fahne.
Argumente und Fakten helfen da irgendwie nicht.
Einerseits will ich da schon diskutieren, andererseits kann ich mir da nur an Kopf packen und weggehen und sagen, wir können gern wieder quatschen, wenn er mal darüber nachdenkt, was er so verzapft.
Macht mich wirklich nachdenklich, wenn man sich für Empathie und Mitmenschlichkeit rechtfertigen muss.