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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Trayal schrieb:
Osa-chan schrieb:
eiti schrieb:
Trayal schrieb:
Klagen ist genauso legitim wie verklagen. Problem?

In Österreich vielleicht und das war ja auch die Frage.

In Deutschland doch genauso.

Du bist doch angehender Jurist, oder?

Nein, Fertiger. :D

Trayal schrieb:
Die Frage habe ich mir irgendwann schon einmal gestellt und jetzt fällts mir wieder ein, vielleicht kannst du mir dabei ja weiterhelfen...

Klagen sagt man doch nur zu Zivilklagen, wo der Beschuldigte ja der Beklagte ist und der Kläger halt der Kläger, während in Strafverfahren "verklagen" üblich ist und der Beschuldigte der "Verklagte" ist, oder?

Nein. Sowohl "verklagen" und "Verklagter" können nur auf das Zivilverfahren angewendet werden, sind aber auch nur Umgangssprache.

Die Fachbegriffe lauten in Bezug auf die Zivilklage: "Kläger" und "Beklagter". Der Kläger klagt den Beklagten.

Im Strafprozess hingegen hast du einen Angeklagten (vor Erhebung der Anklage im Ermittlungsverfahren: "Beschuldigter"), der von der Anklage (Staatsanwaltschaft) angeklagt wird.



Tommse schrieb:
In Deutschland klagt man aber niemanden. Man kann jemanden nur verklagen oder sich bei jemanden beklagen. Ohne prefix läuft das als Verb hier aber nicht.

eiti schrieb:
Osa-chan schrieb:
eiti schrieb:
Trayal schrieb:
Klagen ist genauso legitim wie verklagen. Problem?

In Österreich vielleicht und das war ja auch die Frage.

In Deutschland doch genauso.

Nö.
Edit: was Tommse sagt.

Doch, wird in Deutschland auch genutzt. Einmal googeln hätte euch schon weiter geholfen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/solarbranche-solarworld-klagt-gegen-konkurrenz-aus-china-a-846445.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-07/vattenfall-atomaustieg-klage

http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-madoff-liquidator-klagt-gegen-drei-weitere-schweizer-banken_aid_763702.html


;)
 
Weiß nicht ob der Groschen langsam gefallen ist, falls nicht:
a.bei Gericht Klage (3) führen
Herkunft
nach dem alten Brauch, beim Ertappen eines Verbrechers laut um Hilfe zu schreien und den Täter dann vor Gericht mit Geschrei und Gejammer zu beschuldigen
Beispiele
•vor Gericht klagen
•er will [gegen die Firma, auf Schadenersatz] klagen

b.verklagen
Herkunft
nach dem alten Brauch, beim Ertappen eines Verbrechers laut um Hilfe zu schreien und den Täter dann vor Gericht mit Geschrei und Gejammer zu beschuldigen
Gebrauch
österreichisch

Beispiel
die Zeitung klagen

Duden

Trayal schrieb:
Kennt ihr eigentlich "Anbot" (statt Angebot) oder ist das auch wieder so ein exklusives Wort?

@Osa-chan
Merci, für die Aufklärung. :)

Ist exklusiv ;)
 
eiti schrieb:
Weiß nicht ob der Groschen langsam gefallen ist, falls nicht:
a.bei Gericht Klage (3) führen
Herkunft
nach dem alten Brauch, beim Ertappen eines Verbrechers laut um Hilfe zu schreien und den Täter dann vor Gericht mit Geschrei und Gejammer zu beschuldigen
Beispiele
•vor Gericht klagen
•er will [gegen die Firma, auf Schadenersatz] klagen

b.verklagen
Herkunft
nach dem alten Brauch, beim Ertappen eines Verbrechers laut um Hilfe zu schreien und den Täter dann vor Gericht mit Geschrei und Gejammer zu beschuldigen
Gebrauch
österreichisch

Beispiel
die Zeitung klagen

Duden




Wieso sollte bei mir der "Groschen fallen"?

Das was du da postest stützt doch das was ich geschrieben habe.
 
standard.at schrieb:
Gratisstrom von der Suchmaschine

Google will Strom verschenken, wenn im Gegenzug Daten zu Geld gemacht werden können. Die Stromlandschaft wird umgepflügt
Nizza - Auf den Strommärkten bahnt sich eine mittlere Revolution an. Neben den etablierten Platzhirschen werden zunehmend Quereinsteiger mit neuen Geschäftsideen am Strommarkt mitmischen, sind Experten überzeugt. Es sei eine Frage der Zeit, bis auch andere Bereiche - Wärme, Gas, vielleicht auch Wasser - an die Reihe kämen.

Konzerne wie Amazon, Ebay oder Google scharrten schon in den Startlöchern, hieß es bei einem Workshop am Sitz des IBM-Forschungszentrums in La Gaude nahe Nizza. Dort ist der US-Konzern, der einmal für Computer (Big Blue) stand und nun sein Geld hauptsächlich mit IT-Dienstleistungen verdient, mit der Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte beschäftigt. "Die Strombranche steht da, wo die Telekoms vor zehn, 15 Jahren gestanden sind", sagte Christian Leichtfried, Experte für intelligente Stromlösungen bei IBM Österreich. "Wenn man nachdenkt, was sich auf dem Telekomsektor getan hat, kann man erahnen, was sich bei Strom tun kann.

Daten liefern, Geld sparen

Ermöglicher sind die digitalen Zähler (auf Englisch Smart Meter), die bis 2019 in einem Großteil der österreichischen Haushalte den alten analogen Drehstromzähler verdrängen werden. Einer, der die Chance zum Quereinstieg nutzen möchte, ist eben Google. Der US-Suchmaschinenprimus kann sich vorstellen, Kunden kostenlos mit Strom zu versorgen, wenn er im Gegenzug Verbrauchsdaten vermarkten kann - freiwillig. Was bei uns nach ferner Zukunftsmusik klingt, könnte im Westen der USA und in Asien schneller kommen. Dort sind bereits Zigmillionen schlauer Zähler installiert, die sekundengenaue Verbrauchsmessungen ermöglichen.

In Österreich ist es Aufgabe der rund 130 Netzbetreiber, den auch von Brüssel gewollten Umtausch voranzutreiben. Mit Festlegung des Datenformats und des Mindestumfangs an Informationen, die den Stromkunden einen zeitnahen Überblick über den Stromverbrauch ermöglichen soll, ist der letzte Eckpfeiler auf dem Weg in die neue Stromwelt eingeschlagen. Wenn die Netze wenig ausgelastet sind wie in der Nacht, könnte Strom billiger, in der Morgen- und Abendspitze hingegen teurer werden. Durch Glättung des Verbrauchs könne man sich teure Netzausbauten sparen.

Umstellung kostet

Laut Martin Graf, Geschäftsführer der Regulierungsbehörde E-Control, sollten den Kunden durch den Zählertausch keine zusätzlichen Kosten entstehen: "Mit den maximal 2,40 Euro, die jeder Strombezieher monatlich an Mess-Entgelt bezahlt, sollten die Kosten abgedeckt sein." Während die Strombranche Zusatzkosten von bis zu 2,5 Milliarden Euro geltend macht, geht die E-Control von 800 Mio. Euro (rasche Umstellung) bis maximal 1,1 Mrd. Euro (lange Umstellungsphase) aus.

In Österreich sind knapp 5,5 Mio. Zähler zu tauschen; in Oberösterreich haben die Energie AG und die Linz AG schon knapp 200.000 Haushalte umgestellt.

IBM hat weltweit rund 70 Mio. Zähler implementiert; Datenschwund durch Hackerangriffe habe man bis dato keinen einzigen registriert, auch in Industrieunternehmen nicht, sagte IBM-Mann Leichtfried.
 
Darth Gregoth schrieb:
@Osa

Weil da Fett Österreichisch steht. Das bedeutet wohl, dass das nur bei euch üblich ist. Da die Quelle der Duden ist kannst du davon ausgehen, dass es stimmt.

http://www.duden.de/rechtschreibung/klagen

Lustig, nachdem ich gerade vorhin mit mehreren deutschsprachigen Quellen aus Deutschland gezeigt habe, dass das Wort in eben der fraglichen Bedeutung auch in Deutschland genutzt wird.

Ich habe ja nie behauptet, dass dies das Wort sei, welches für das Anstrengen einer Zivilklage in Deutschland am öftesten genutzt wird, oder am weitesten verbreitet ist, ich habe nur gesagt, dass das Wort in dieser Bedeutung in Deutschland ebenso wie in Österreich genutzt wird.

Und die von mir gelieferten Quellen lassen diesbezüglich auch keinen Zweifel zu.
 
Osa-chan schrieb:
Lustig, nachdem ich gerade vorhin mit mehreren deutschsprachigen Quellen aus Deutschland gezeigt habe, dass das Wort in eben der fraglichen Bedeutung auch in Deutschland genutzt wird.

Ich habe ja nie behauptet, dass dies das Wort sei, welches für das Anstrengen einer Zivilklage in Deutschland am öftesten genutzt wird, oder am weitesten verbreitet ist, ich habe nur gesagt, dass das Wort in dieser Bedeutung in Deutschland ebenso wie in Österreich genutzt wird.

Und die von mir gelieferten Quellen lassen diesbezüglich auch keinen Zweifel zu.

Nochmal langsam:
Es geht um den Satz: "Die Künstlerin will die Kirche klagen."

Sowas ist in Deutschland eben nicht geläufig.
Hier müsste es heißen: "Die Künstlerin will die Kirche verklagen."

Natürlich verwendet man in Deutschland das Vern 'klagen', aber nie alleine.
Also entweder anklagen, verklagen, gegen etwas klagen, usw..

Bei deinen Beispielen steht ja auch nicht
'Vattenfall klagt Atomaustieg', oder 'Solarbranche klagt Konkurrenz aus China', sondern eben 'Vattenfall klagt gegen Atomaustieg' und 'Solarbranche klagt gegen Konkurrenz'.

So, genug Klugscheissere für heute.
Wenns dir nicht passt, dann klag mich...:grins:
 
Manchmal muss man auch zugeben, dass man falsch lag....

In Deutschland

klagt man gegen

man verklagt

und man klagt an

wenn dir hier zig "Muttersprachler" versichern, das noch nie so gehört zu haben (mich eingeschlossen) dann kann man das wohl auch einfach mal so glauben zumal in deinen Quellen eben auch nie steht Herr X klagt Herr Y, sondern immer mit dem Zusatz "gegen". So wie ihr das Wort in Österreich benutzt findet es hier definitiv keine Verwendung.
 
Osa-chan schrieb:
Darth Gregoth schrieb:
@Osa

Weil da Fett Österreichisch steht. Das bedeutet wohl, dass das nur bei euch üblich ist. Da die Quelle der Duden ist kannst du davon ausgehen, dass es stimmt.

http://www.duden.de/rechtschreibung/klagen

Lustig, nachdem ich gerade vorhin mit mehreren deutschsprachigen Quellen aus Deutschland gezeigt habe, dass das Wort in eben der fraglichen Bedeutung auch in Deutschland genutzt wird.

Ich habe ja nie behauptet, dass dies das Wort sei, welches für das Anstrengen einer Zivilklage in Deutschland am öftesten genutzt wird, oder am weitesten verbreitet ist, ich habe nur gesagt, dass das Wort in dieser Bedeutung in Deutschland ebenso wie in Österreich genutzt wird.

Und die von mir gelieferten Quellen lassen diesbezüglich auch keinen Zweifel zu.

Lustig den Duden als Nicht-Muttersprachler nicht gelten zu lassen.
:ugly:
Ernsthaft. Es ist ja sowieso schon alles gesagt und normalerweise find ichs immer gut was du hier schreibst, aber in diesem Fall solltest du wirklich einlenken.
 
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