Obwohl die Ratten ziemlich brutal und rücksichtslos vorgehen, empfindet man keine Wut auf sie, im Endeffekt haben sich die Menschen durch ihre Überheblichkeit und ihren Gottkomplex selbst in diese Situation gebracht.
Interessant ist das Empfinden gegenüber Squealer, erst ist man leicht abgestoßen, dann wird er einem sympathisch, dann wiederum präsentiert er sich als machthungriger Kriegstreiber und zum Schluss tut er einem leid und man hofft auf etwas mehr Einsicht und Erbarmen seitens der Menschen. Genauso hab ich gehofft, daß alle Menschen über den Ursprung der Ratten erfahren und ein Umdenken statt findet. Aber allein an der Gerichtsverhandlung sieht man, daß es noch lange dauern wird bis der Mensch seine Arroganz ablegt und nach anderen Wegen der Koexistenz sucht. Unterdrückung führt unwiderruflich zu weiterem Blutvergießen.
Die letzte Konfrontation mit Marias Kind war so fucking awesome, besser hätte man es nicht einfangen können. Die ganze Komposition aus Bild und Ton, die Zeitlupe, die geniale Musik dabei, Akkis Aufschrei - perfekt. Diese Szene geht mir immer wieder durch den Kopf, selbst die Musik erklingt dabei.
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Weiterer Gänsehautmoment war, als sich Saki letztendlich an Shuns Gesicht und Namen erinnert. Ist auch ziemlich kontrovers, wie das Gedächtnis der Kinder immer wieder manipuliert wird und es z.b. Satoru unmöglich machen den Verlust von seinem Geliebten zu verarbeiten. Ein wunderbarer Moment war, als Saki ihm in den finalen Folgen von Shun erzählt und man allein an seinem Gesichtsausdruck und der Veränderung seiner Pupillen erkennt, daß auch seine Erinnerung zurückkehrt. Da waren keine weiteren Worte nötig um für feuchte Augen zu sorgen.