ES Blackburn7 schrieb:
Trayal schrieb:
Bisher sehr sehenswert (6 von 12 Episoden).
Daran wird sich bis zum Ende hin auch nichts ändern. Einer der sehenswertesten Animes der letzten Jahre
Habe mir
Katanagatari gerade fertig angesehen und dein Satz da oben ist ja die reinste Untertreibung. Meine Begeisterung für die Serie hat sich in der zweiten Hälfte mehr als verdoppelt.
Der legendäre Schwertschmied Shikizaki Kiki schuf in seiner Karriere 1000 Schwerter. Je mehr der Schwerter ein Staat besitzt, desto größer sind seine Erfolge in den Kriegen. Als der Shogun als Sieger hervorging, sammelte er 988 der Schwerter, doch diese waren nur die "Übungsstücke". Die letzten zwölf Schwerter wären die Krönung seiner Karriere. Jedes von ihnen ist so mächtig, dass ein einzelner Mann damit eine kleine Armee besiegen kann.
Die Strategin des Shoguns, Togame, wurde damit beauftragt, diese Schwerter zu beschaffen. Zuerst heuerte sie einen Ninja an, doch der Wert der einzelnen Schwerter ist derartig hoch, dass der gesamte Ninja-Clan abtrünnig wurde, sobald sie eines davon gefunden hatten. Daraufhin setzte sie ihr Vertrauen in einen weiteren Krieger, doch der behielt das Schwert für sich selbst. Ihre letzte Hoffnung ist nun Shichika, der siebte und letzte Schüler der Kyotoryuu Schule. Er und seine Schwester leben auf einer Insel abseits der Zivilisation und haben daher keine Verwendung für Geld. Seine Schwertschule kämpft ohne Schwerter und Shichika sieht keinen Grund darin, seine Hilfe anzubieten, doch das sollte sich schlagartig ändern...
Der Einstieg in die Serie mag etwas seltsam und träge erscheinen, aber davon sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen, da sich die Serie von Episode zu Episode immer mehr entfaltet, ehe es zum Schluss zu einem Klimax kommt der seiner Bezeichnung wirkliche alle Ehre macht.
Einen Action-Anime sollte man sich aber nicht erwarten, denn das ist Katanagatari nur an seiner Oberfläche, denn die Action steht tatsächlich sehr deutlich im Hintergrund, während der Fokus ziemlich stark auf den Charakteren, deren Reifung und der ausufernden Menge an Dialogen liegt (Bakemonogatari lässt grüßen, welches übrigens vom selben Autor ist). Diese mögen oft und vor allem aufgrund der Charaktere reichlich skurril erscheinen, punkten aber auch besonders durch ihren Scharfsinn und verleihen Katanagatari doch unerwartet viel Tiefe, mit der Zeit.
Optisch und dramaturgisch durfte sich richtig ausgetobt werden - mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, außer dass hier zu einigen sehr unkonventionellen aber interessanten Methoden gegriffen wurde. Das schlägt sich auch auf die Animationen nieder, die ebenso recht unkonventionell und besonders bei den Charakteren teils richtig schräg ausfallen, während sich die Hintergründe, sprich die gesamte Umgebung sehr stark an der klassischen, japanischen Malerei anlehnt.
Sicherlich nicht Jedermanns Geschmack, aber ich fands großartig.
Musikalisch wurde ebenso alles andere als gepatzt, da man einen wahren Meister seines Fachs die Fäden ziehen ließ: Taku Iwasaki, der besonders durch seinen Gurren Lagann Score große Bekanntheit erlangt haben dürfte. Der Titeltrack der Serie hat mich vom Stil her ständig an Gurren Lagann erinnert und als ich danach gegoogelt habe, war mir dann auch klar weshalb.
Die ~50 Minuten pro Episode sind übrigens ein ausgezeichnetes Format für Anime Serien und ich hätte absolut nichts dagegen, wenn sich andere Studios daran orientieren würden.
Bis auf den Einstieg gibt es von mir absolut keine Kritik, die ich an Katanagatari verüben könnte. Eine der wenigen Serien wo wirklich fast einfach alles gestimmt hat und dann schlägt auch noch das Finale mit gefühlten 50 Megatonnen TNT ein. Damit hat sich dieses Unikat auch in meine Top 10 geschossen.
Ansehen!
Titel Theme...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=O6-Qyp-WBjU[/vid]
Opening...
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=Bs4VBfpIaes[/vid]