So, am Wochenende gespielt.
Naja, was heisst gespielt, ich hab die Hälfte mit Zeit bei der Erstellung der Charaktere verbracht.
Also genauso wie früher. Dabei ist mir aber sofort ein Manko übel aufgestossen ... man kann seine Charaktere nicht selbst benennen, sondern nur auf einem Pool an vorgefertigten Namen welche durchklicken.

Sehr schade.
Aber alleine die Zusammenstellung des Teams macht auf Fortgeschritten wieder einen riesen Spaß.
Es gibt unzählige Talente und Zauber, und man sollte sein Team auch aufeinander abstimmen.
Zumal auch jedes einzelne davon einen wirklichen Nutzen im Spiel bringen kann.
So Sachen wie Klettern und Schwimmen sind halt unterwegs und abseits von Pfaden sehr nützlich,
Pflanzenkunde und Tierkunde und Wildnisleben erforderlich um Wasser zu finden, Tiere zu jagen und geeignete Stellen zur Rast zu finden,
Schlösser knacken, Gefahrensinn, Intution, Schleichen, Betören, Feilschen, Menschenkentnis, Gassenwissen, Fährtensuche, Gift heilen, Wunden heilen, Krankheiten heilen usw usf...es gibt wirklich viiiiiiiele Sachen und alles ist irgendwann, irgendwo nützlich.
Man kann nicht alle Charaktere in allen Sachen verbessern, sondern muss einige Basissachen bei allen verbessern und die dann jeweils spezialisieren. Kommt aber auch drauf an wie man spielt. Auch die Gruppenzusammenstellung ist eben Geschmackssache, denn man ist mit 6 Leuten unterwegs und kann dabei Krieger, Zwerg, Gaukler, Streuner, Druiden, Magier, Waldelf, Auelf, Firnelf, Hexe, Throwaler usw mitnehmen, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.
Da kann man, wie gesagt, schon einige Zeit für aufwenden (oder muss es als ungeübter DSA-Spieler im weiteren Verlauf) um eine vernünftig ausgeglichene und schlaglräftige Truppe zu erstellen.
Dann gehts los in die Welt.
Die Grafik ist natürlich ziemlich altbacken aber ok.
Alle Texte sind auf deutsch, vieles wird einem sogar vorgelesen.
Die Musik sehr stimmig, wiederholt sich aber dann im Laufe recht oft.
Rundenbasierte Kämpfe wieder top, wobei die am Anfang recht schwer sind bzw lange dauern.
Die Kämpfer schlagen oft vorbei, viele Zaubersprüche misslingen, der Bogenschütze trifft selten.
Die Werte müssen halt gelevelt und gesteigert werden, die Talente bei Schwertkampf, Hiebwaggen, Stichwaffen, Schusswaffen etc.
Das spielt sich halt ganz anders als moderne Rollenspiele, man merkt auch dass im Hintergrund "gewürfelt" wird und mit den entsprechenden Talenten und Fähigkeiten abgeglichen und das ist sehr angenehm. So kriegt das ganze ein realistisches Gefühl.
Man benötigt halt in gewissen Talente gewisse Fähigkeiten und Steigerungen sonst wird eine Sache nie gelingen.
Ein Krieger mit -5 bei der Fähigkeit Stehlen und Fingerfertigkeit 0 wird also niemals unbemerkt die Taschen einer Person in der Stadt ausräumen...auch wenn man es 1000x versucht.
Dann bin ich draussen ein bisschen rumgereist.
Es dauert von Ort zu Ort zu kommen, man muss rasten, mann muss sich vorher Proviant besorgen und unterwegs welchen besorgen - sonst verhungert man. Man braucht entsprechende Kleidung sonst wird man krank und stirbt. Unterwegs passieren viele Zufallsereignisse, die dann mit den entsprechenden Talenten und Fähigkeiten eben abgefragt werden.
Man findet eine Fährte und jagt da besonders gut. Man hat immer mehrere Möglichkeiten auf Situationen einzugehen.
Folge ich der Blutspur ins Gebüsch oder lass ich es sein. Gerate ich dadurch in einen Hinterhalt oder finde ich eine Leiche mit einem sehr guten Schwert. Helfe ich dem armen Mann bei der Reparatur seines Karrens und bekomme etwas von ihm oder springen aus dem Karren Räuber um mich zu überfallen. Sehr interessanten Begegnungen halt auf der Wegstrecke, die sich auch wirklich beschwerlich und ereignisreich anfühlt. Es ist nie ganz leicht und ohne Vorkomnisse von A nach B zu gelangen.
Oft speichern ist hier absolut Pflicht, man stirbt schneller als man denkt.
Mir ist allerdings aufgefallen, dass es wohl einen Essensbug gibt. Die Gruppe verzehrt viel zu viel mMn.
Bin auf der ersten grossen Tour direkt verhungert, dabei hätte ich eigentlich genug dabei gehabt und auch gejagt.
Muss ich mir nochmal angucken.
Als Neuling kann das ganze vielleicht etwas frustrieren bis man das ganze System verinnerlicht hat und weiss worauf es ankommt.
Es wird einem hier nichts geschenkt, es gibt auch keinen Missionsmarker der einen zum Ziel hinbringt. Darauf muss man sich einlassen und Zeit investieren. Wenn man das aber macht, dann zahlt das Spiel einem das voll zurück.
Die Kämpfe machen hinterher enorm Spaß, es gibt überall etwas zu entdecken und zu erkunden.
Der Weg ist auch das Ziel und man muss sich vorbereiten und trotzdem kommts oft anders als geplant.
Aber wenn man dann darauf eine Antwort hat gibt das halt extrem viel zurück.
Bin aber auch jetzt am Anfang. Ich schieb demnächst noch mal ein paar eigene Screens und Eindrücke nach.