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Das Fernstudium

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die Bundeswehr stellt mir jedes Jahr eine Menge Kohle zur Verfügung, um mich für mein späteres ziviles Leben weiterzubilden. Ich wäre ja dumm, wenn ich das nicht machen würde. Nun geistert in meinem Kopf schon länger der Gedanke, ein fernstudium zu beginnen und daher möchte ich mich hier mal umhören, ob der ein oder andere hier damit schon Erfahrungen gemacht hat, bevor ich mich an die Berufsberater vom Bund wende.

Vor allem interessiert mich, wie angesehen ein Fernstudium eigentlich ist. Ist das wirklich gleichwertig zu einem "normalen" Studium? Ich kann mir nämlich irgendwie kaum vorstellen, dass etwas, dass ich so abends nebenbei gemacht habe, das gleiche Ansehen genießt, als wäre ich über Jahre jeden Tag zig Stunden in die Uni gelatscht.

Außerdem möchte ich wissen, wie gut das Ganze eiegntlich klappt, wenn man Ehrgeiz mitbringt und sich wirklich hinter den Stoff klemmt. Klar ist mir schonmal, das ich eine Richtung wähle, in der ich mich sowieso auskenne und die mich interessiert, damit es mir nicht zu schwer fällt. Ich hab ja immerhin keine Dozenten, bei denen ich nachfragen kann, wenn ich was nicht verstehe.

Außerdem interessiert mich, wie hoch der Arbeitsaufwand ist.
 
Weasel1988 schrieb:
Die Bundeswehr stellt mir jedes Jahr eine Menge Kohle zur Verfügung, um mich für mein späteres ziviles Leben weiterzubilden. Ich wäre ja dumm, wenn ich das nicht machen würde. Nun geistert in meinem Kopf schon länger der Gedanke, ein fernstudium zu beginnen und daher möchte ich mich hier mal umhören, ob der ein oder andere hier damit schon Erfahrungen gemacht hat, bevor ich mich an die Berufsberater vom Bund wende.

Vor allem interessiert mich, wie angesehen ein Fernstudium eigentlich ist. Ist das wirklich gleichwertig zu einem "normalen" Studium? Ich kann mir nämlich irgendwie kaum vorstellen, dass etwas, dass ich so abends nebenbei gemacht habe, das gleiche Ansehen genießt, als wäre ich über Jahre jeden Tag zig Stunden in die Uni gelatscht.

Außerdem möchte ich wissen, wie gut das Ganze eiegntlich klappt, wenn man Ehrgeiz mitbringt und sich wirklich hinter den Stoff klemmt. Klar ist mir schonmal, das ich eine Richtung wähle, in der ich mich sowieso auskenne und die mich interessiert, damit es mir nicht zu schwer fällt. Ich hab ja immerhin keine Dozenten, bei denen ich nachfragen kann, wenn ich was nicht verstehe.

Außerdem interessiert mich, wie hoch der Arbeitsaufwand ist.

Ich habe auch ein Fernstudium gemacht und Arbeite in einem großen Unternehmen das selbst Produziert und alle Vertriebswege hat. Also auch eine großes Personalmanagement, ich habe damals auch gefragt was ist besser, aber das kann man so kaum sagen. Jeder Personaler/ Abteilungsleiter sieht das anders, manche sind froh das du auch Praxis Erfahrung hast und belastbar bis aufgrund des Abendstudiums. Manche wiederum denken du hast nur die Hälfte gelernt.

Ich war am Anfang sehr Motiviert aber am Ende war es nur noch eine Qual… Freizeit war nur noch selten, Spontan konnte man auch kaum noch sein. 3-4 Mal die Woche Uni, dann Abends Lernen wo seine Defizite sind, Lerngruppen und dann noch die 40 Std Arbeitswoche war echt am Ende zu viel.
Dein Urlaub geht für Lernen drauf.

Ich würde nur noch Vollzeit machen.
 
Ja, gut zu den Prüfungen muss man hin, da kommt man nicht drum herum. Aber dazu habe ich gleich eine Frage: Sind die Prüfungen zentralisiert, also kann ich die in irgendeiner Uni ablegen. Oder muss ich wirklich zu der Uni hin, die das Fernstudium durchführt?
 
Wenn du ein Fernstudium machst, kannst du auch Dozenten fragen, nur halt online. Man muss regelmässige Prüfungen schreiben und auch online einreichen. Die kriegt man dann korrigiert und mit Anregungen zurück. Kostenlosen Telefon-support gibts auch. Alle paar Monate muss man dann auf ein mehrtägiges Seminar. Bei mir wäre das irgendwo im Raum Hamburg gewesen. Dort hätten auch die Prüfungen statt gefunden.
Ich wollte auf die Art den Betriebswirt machen, aber ich hab sang- und klanglos wieder aufgegeben. Die Belastung neben dem Beruf war enorm. 10 Stunden arbeiten, und dann noch mindestens 2 Stunden täglich lernen, plus an Wochenenden mindestens 10 Stunden (sonst schafft man das Pensum nicht), war mir einfach zu viel.
 
Ich weiß ja nicht, welche Laufbahn du einschlägst, aber mein Plan war damals™ war mein Plan gegen Ende der Dienstzeit in Vollzeit-BFD zu gehen und mir das "richtige" Studium bezahlen zu lassen.
Fernstudium hat ein Kollege von mir mal versucht, aber er meinte, dass sei neben der Arbeit ersten sau schwer und zweitens sei es schwierig zB mit den Scheinen auf eine "richtige" Uni zu wechseln, da die gar nicht alle akzeptieren.
Und was ein Arbeitgeber letztendlich davon hält ist dann auch wieder glückssache...
 
Weasel1988 schrieb:
Die Bundeswehr stellt mir jedes Jahr eine Menge Kohle zur Verfügung, um mich für mein späteres ziviles Leben weiterzubilden. Ich wäre ja dumm, wenn ich das nicht machen würde. Nun geistert in meinem Kopf schon länger der Gedanke, ein fernstudium zu beginnen und daher möchte ich mich hier mal umhören, ob der ein oder andere hier damit schon Erfahrungen gemacht hat, bevor ich mich an die Berufsberater vom Bund wende.

Vor allem interessiert mich, wie angesehen ein Fernstudium eigentlich ist. Ist das wirklich gleichwertig zu einem "normalen" Studium? Ich kann mir nämlich irgendwie kaum vorstellen, dass etwas, dass ich so abends nebenbei gemacht habe, das gleiche Ansehen genießt, als wäre ich über Jahre jeden Tag zig Stunden in die Uni gelatscht.

Außerdem möchte ich wissen, wie gut das Ganze eiegntlich klappt, wenn man Ehrgeiz mitbringt und sich wirklich hinter den Stoff klemmt. Klar ist mir schonmal, das ich eine Richtung wähle, in der ich mich sowieso auskenne und die mich interessiert, damit es mir nicht zu schwer fällt. Ich hab ja immerhin keine Dozenten, bei denen ich nachfragen kann, wenn ich was nicht verstehe.

Außerdem interessiert mich, wie hoch der Arbeitsaufwand ist.

Bezüglich des Ansehens des Fernstudiums scheiden sich die Geister. Meiner Erfahrung nach wird ein Fernstudium (insbesondere von privaten Anbietern) nicht mit einem Studium an einer Präsenzuniversität gleichgesetzt. Einen relativ guten Ruf hat die Fernuni Hagen. Trotzdem ist für meine Begriffe eine großartige Leistung, ein Studium neben dem Vollzeitjob zu absolvieren, die ich honorieren würde.
 
Ein Bekannter von mir hat das auch angedacht, meint aber, dass in seiner Branche (er ist Informatiker) das eher als Schmalspurstudium angesehen wird. Konkret ging es um seinen Master, den er entweder an der Uni, oder eben im Fernstudium machen will.

Du bist doch in der Feldwebellaufbahn, oder? Probier, rechtzeitig in den Vollzeit BFD zu kommen, dann haste 2 Jahre während, 3 Jahre nach der Dienstzeit und kannst normal studieren. Vorausgesetzt, die lassen dich so früh gehen (täte mich nicht wundern, wenn dieser Luxus den Sparmaßnahmen zum Opfer fällt).
Fernstudium macht imho nur für Offiziere Sinn, weils da ein entsprechendes Angebot (MBA und co) gibt. Ein komplettes Erststudium als Fernstudium? Weiß nicht, ob du damit dann mit Präsenzstudierten konkurrieren kannst, inbesondere, weil du ja locker nochmal 10 Jahre älter bist als die.

Generell würd ich als Ex-Fw aber sowieso probieren, in den gehobenen Dienst zu kommen, falls da was dabei ist, was interessiert.
 
Richtig, ich bin in der Feldwebel-Laufbahn. Bin gerade Fw geworden und würde meinen Vollzeit-Bfd Oktober 2018 antreten. Mein Plan sieht vor, dass ich halt nun während meiner Dienstzeit ein Fernstudium mache und dann im Vollzeit-Bfd zusätzlich eine Ausbildung, die in die gleiche Richtung geht.
 
So, mein Plan steht langsam. Ich wollte ja eigentlich Geschichte studieren (das wäre mein Traum), aber damit lässt sich einfach kein Geld verdienen. Kenne eine, die nen Doktor in Geschichte hat und nun in Vollzeit bei einem Museum arbeitet, wo sie deutlich weniger verdient als ich ... und das nachdem sie über ein Jahr lang verzweifelt nach einem Job gesucht hat.

Mein Berufsberater hat mir vorgeschlagen, Politikwissenschaften zu studieren und nun mal zu recherschieren, ob das was für mich wäre. Da ich mich allgemein für Politik interessiere und das Fach wohl auch eine Menge Geschichte beinhalten soll, könnte das wirklich was für mich sein. Mein Berater meinte auch, dieses Fach würde mir viele Türen öffnen, da man damit in die verschiedensten Richtungen gehen kann.

Gibt es hier jemanden, der dieses Fach studiert/ studiert hat? Was habt ihr danach damit angefangen oder was habt ihr vor, damit anzufangen? Könnt ihr die Richtung empfehlen oder eher nicht?
 
Ich würd sagen die Frage ist eher: Wo willst du hin? Und: Wofür studierst du? Nur danach kann man die Eignung eines bestimmten Studiengangs bestimmen.

PoWi kenne ich jetzt nicht so als den Dooropener, aber ich hab auch keinen Plan, was solche Fächer angeht.

Generell denke ich: Man sollte das studieren, was einem Spaß macht, sonst wirds zur Qual.
Darüber hinaus denke ich: Ist man nur gut genug, kann man fast alles schaffen. Es gibt auch Historiker bei McKinsey (falls man das als Maß für Erfolg werten möchte). Der Punkt ist: Ist man gut (und das ist man nur, wenn man wirklich mag, was man tut) und macht man wirklich was aus dem, was man gelernt hat, ist das Meiste möglich (imho). Vielmehr als mit einem zweitklassigen BWL-Abschluss infolge von "Ich will eigentlich was anderes aber damit kann man ja nichts anfangen".

just my 2 cents
 
Weasel1988 schrieb:
So, mein Plan steht langsam. Ich wollte ja eigentlich Geschichte studieren (das wäre mein Traum), aber damit lässt sich einfach kein Geld verdienen. Kenne eine, die nen Doktor in Geschichte hat und nun in Vollzeit bei einem Museum arbeitet, wo sie deutlich weniger verdient als ich ... und das nachdem sie über ein Jahr lang verzweifelt nach einem Job gesucht hat.

Mein Berufsberater hat mir vorgeschlagen, Politikwissenschaften zu studieren und nun mal zu recherschieren, ob das was für mich wäre. Da ich mich allgemein für Politik interessiere und das Fach wohl auch eine Menge Geschichte beinhalten soll, könnte das wirklich was für mich sein. Mein Berater meinte auch, dieses Fach würde mir viele Türen öffnen, da man damit in die verschiedensten Richtungen gehen kann.

Gibt es hier jemanden, der dieses Fach studiert/ studiert hat? Was habt ihr danach damit angefangen oder was habt ihr vor, damit anzufangen? Könnt ihr die Richtung empfehlen oder eher nicht?

Also ich studiere Politikwissenschaft (Einzahl ;)) und Geschichte. Zwangsläufig enthält PoWi natürlich auch geschichtliche Aspekte, allerdings höchstwahrscheinlich nicht so wie du dir das vorstellst. Wie das mit den Berufschancen aussieht kommt immer auf einen selbst an. In jedem Studiengang fallen später einige durch das Raster, aber dieses Problem haben die, die sich intensiv damit auseinandersetzen nicht wirklich. Der theoretische Anspruch ist in Politikwissenschaft jedenfalls ein gutes Stück höher als in Geschichte, da hier versucht wird mit theoretischen Modellen Erklärungsansätze für reale Phänomene zu finden, während Geschichte oftmals eher deskriptiv arbeitet und im Grundstudium weniger die Geschichte als die wissenschaftlichen Arbeitsweisen im Vordergrund stehen. In Politikwissenschaft hingegen steigt man mehr oder weniger sofort in die Materie ein und kann sich in den Hausarbeiten nach Wunsch auch schon mit sehr speziellen politologischen Phänomenen auseinandersetzen.

Alles in allem kann ich dir bei entsprechenden Neigungen nur zu einem Studium der Politikwissenschaft raten. Ist wirklich ein äusserst spannendes Fach.
 
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