Cale schrieb:Blablabla, wenn man betroffen ist, sieht man das selbstredend anders. Nichtsdestotrotz hat der Rechtsstaat seine Berechtigung und ist selbst mit all seinen Fehlern immer noch das Beste, was uns begegnet ist. Bedauerlich, wenn Du das anders siehst ...
Ich sehe das nicht anders, ich sehe nur auch die andere Seite. Wir haben zwei Möglichkeiten:
Wessen Unschuld erwiesen ist, der kommt frei
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Grauzone
Ab und an erwischt es halt einen Unschuldigen
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Ab und an lässt man halt ein Dreckschwein entkommen
Grauzone
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Überführte Täter sind dran
Das Problem ist die Grauzone. Fehler passieren hüben wie drüben. Das ist normal, da kann man nix gegen machen. Aber man muss eben akzeptieren, dass es diese Grauzone gibt. Unschuldig Verurteilte haben die Arschkarte. Opfer, deren Täter laufen gelassen werden, haben die Arschkarte. Shit happens, kann jedem von uns passieren. Life sucks. Get a helmet.
ABER: Wenn es am Ende so umgesetzt wird, dass es heißt: Solange wir nur ja keinen Unschuldigen verknacken, ist es okay, wenn ab und an ein Schwein durch die Maschen schlüpft, dann stimmt irgendwas nicht. Rechtsstaat ist ja schön und gut, aber in Fällen wie diesen sind die Gesetze einfach ungenügend bzw. zu sehr für die Täter gewichtet. Und das finde ich schlecht. Und daran wird sich auch nichts ändern - in dubio pro reo hin oder her. Der Staat nimmt für sich in Anspruch, allein alles regeln zu dürfen. Dabei ist er aber unglaublich träge und teilweise auch vollkommen unfähig, irgendwas zu unternehmen, da ihm die Hände gebunden sind. Gleichzeitig lautet die Botschaft an die Opfer: Wenn wir nix tun können oder dürfen, dann hast du eben Pech gehabt.
@ Jiders
Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit Stalkern, aber ich stelle mich auch nicht hin und sage den Opfern, dass sie gefälligst die Füße stillhalten sollen, weil Paragraf X, Absatz Y keinerlei Handlungen ihrerseits, die über eine Anzeige hinausgehen, gestattet. So zynisch bin ich dann doch nicht.
Im Übrigen solltest du im korrekten Kontext zitieren Ich lehne "in dubio blabla" nicht generell ab. Ich lehne die Denke ab, dass eben zugunsten dieses Prinzips liebend gern ein paar Schweine laufen gelassen werden, während ihre Opfer dann nur in der Nase bohren können.
