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MULTI Cyberpunk 2077: Story- und Gameplay-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Da es im allgemeinen Cyberpunk-Thread zunehmend unübersichtlich wird und es mittlerweile hauptsächlich um die technischen Unzulänglichkeiten des Spiels geht, hier nun dieser Thread, in dem rein die inhaltlichen Aspekte diskutiert werden sollen. Also für alle Leute, die sich vor allem über Story, Charaktere, Gameplay und alles was dazugehört austauschen möchten. Ich möchte Euch daher bitten, die Technikprobleme so gut es geht außen vor zu lassen bzw. diese im allgemeinen Thread zu besprechen.

Also legt los. Was denkt Ihr über das Spiel? Wie findet Ihr Charaktere, Story und Gameplay?

Als Einstieg hier gerne meine Gesamteinschätzung zum Spiel, welche ich auch bereits im allgemeinen Thread gepostet hatte:

Bin nach knapp 80 Stunden nun auch durch. Die Story ist fesselnd, die Inszenierung top und die gesamte Atmosphäre saugt einen förmlich in das Spiel ein, sofern man sich darauf einlassen kann. Neben der Hauptstory habe ich wohl auch die meisten großen Nebenmissionen gemacht, welche von der Qualität her größtenteils sehr gut sind, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau des Witchers. Die Hauptstory hätte meiner Meinung nach sogar noch etwas länger sein dürfen und wenn man sich rein auf diese konzentriert, ist man vermutlich in 20 bis 25 Stunden locker durch.

Was ich schwach und teilweise sogar nervig finde, ist das gesamte Loot-System. An jeder Ecke wird man mit Loot quasi zugeschüttet, wovon 90% unnütz ist. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen, aber das Problem hatte ja bereits der Witcher. Auch die Massen an Textlogs, welche man überall findet, ermüden recht schnell und haben bei mir innerhalb kürzester Zeit dazu geführt, dass ich diese komplett ignoriert habe. Die Skilltrees sind fast schon zu komplex, wobei ich mich vor allem auf Intelligenz und technisches Können spezialisiert habe. In einem Durchgang dürfte es auch kaum möglich, mehr als einen Skilltree komplett zu entwickeln.

Schön ist dagegen das Writing der einzelnen Charaktere. So gut wie alle Haupt- und größeren Nebencharaktere sind gut geschrieben und lassen den Spieler mit fortschreitender Handlung eine entsprechende Beziehung zu diesen aufbauen (Panam rockt! :liebe:), wodurch auch emotional aufgeladene Ereignisse ihre Wirkung nicht verfehlen. Auch hier wird allerdings nicht das Niveau vom Witcher erreicht, bei dem die Charaktere noch deutlich prägnanter waren und aufgrund der längeren Haupthandlung auch mehr Zeit zum entfalten hatten. Darüber hinaus fehlt mir bei CP etwas der feine Humor des Hexers. Generell ist die Prämisse des Spiels ja doch sehr düster und hoffnungslos, was sich ein Stück weit auch bei den unterschiedlichen Enden wiederspiegelt:

Habe mehrere Enden durch, wobei mein Favorit ganz klar das Ende ist, in dem V zusammen mit Panam und ihrem Clan NC am Ende verlässt. Aber bei allen Enden hat V ja nur noch maximal sechs Monate zu leben, was dem Ganzen einen doch sehr bitteren Beigeschmack gibt. Falls es einen Pfad im Spiel gibt, bei dem V's Gehirn am Ende nicht irreparabel geschädigt ist, so möge man mir das bitte mitteilen :)

Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, dass man an dieses Spiel mit der richtigen Erwartungshaltung herangeht. Ich habe vor allem eine spannende und gut inszenierte Story in offener Spielwelt erwartet und wurde nicht enttäuscht. Wenn man dagegen eine Sandbox ala GTA erwartet und einen bspw. unrealistisch agierende Passanten oder Polizisten stören, wird man definitiv enttäuscht. Die OpenWorld betrachte ich hier weniger als Welt, welche auf realistische Interaktion ausgelegt ist, sondern vielmehr als schicke Kulisse zwischen den Missionen und als solche funktioniert sie imho einwandfrei.

Unter dem Strich kann ich sagen, dass ich mit dem Spiel eine Menge Spaß hatte und sicher nochmal einen Rerun starten werde. An ein "Witcher 3" kommt das Spiel aber ganz klar nicht heran.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gute Idee.

Ich bin irgendwie noch mitten drin, nach 60h. Aber die Charaktere sind super. Ich habe gerade die Romance mit Judy abgeschlossen. Und die Figuren sind verletzlich, fühlen sich echt an, sind aber niemals peinlich oder cringig. DAS muss man erst einmal schaffen. Das habe ich in der Form selten besser geschrieben und präsentiert auf einmal gesehen.

Da muss man denen echt den Hut vor ziehen.

Das Spiel ist nicht das beste GTA, wenn es ums Gameplay geht, aber meine Fresse, die Story/Lore/Charaktere-Trinität ist da unglaublich gut!


Für mich persönlich auch viel besser als Witcher 3 in dieser Hinsicht. Gerade auch was die Questsvielfalt angeht legen die da für mich noch ein Stück drauf. Das hat keine längen, von daher vermisse ich die Spielzeit im Gegensatz zum Witcher nicht.

Und das ist ja quasi Teil 1. Lass das Spiel mal in den dritten Teil gehen, dann wirst du auch eine noch größere Bindung zu den Charaktere haben. Für mich ist das hier 1A mit Auszeichnung. Seit dem klassischen BioWare KOTOR selten so auf ein RPG abgegangen.
 
Gute Idee.


Und das ist ja quasi Teil 1. Lass das Spiel mal in den dritten Teil gehen, dann wirst du auch eine noch größere Bindung zu den Charaktere haben. Für mich ist das hier 1A mit Auszeichnung. Seit dem klassischen BioWare KOTOR selten so auf ein RPG abgegangen.
Sehe ich auch so - vor allen Dingen hat ja CDPR nun die ganzen Assets (Stadt, GFX, Sound etc). Da können Sie sich in den weiteren Teilen (wenn es dazu kommt) voll auf lebendigen Open World Teil und Story konzentrieren.
 
Ich habe gerade die Romance mit Judy abgeschlossen.

Da ich einen männlichen V spiele, blieb mir das leider verwehrt. Im direkten Vergleich gefällt mir Panam aber eh noch etwas besser, insofern guter "Ersatz" :D

Und die Figuren sind verletzlich, fühlen sich echt an, sind aber niemals peinlich oder cringig. DAS muss man erst einmal schaffen. Das habe ich in der Form selten besser geschrieben und präsentiert auf einmal gesehen.

Das trifft es gut. Die Figuren wirken einfach authentisch. Dürfte so ziemlich DER entscheidende Faktor sein, dass mich das Spiel so gepackt hat. Finde auch den Charakter des Johnny Silverhand ausgesprochen interessant und auch ambivalent geschrieben. Es fällt eh auf, dass man sich Mühe gegeben hat, zumindest bei den größeren Charakteren auf simple Schwarz-Weiss-Malerei zu verzichten. Was ich an der Stelle auch nochmal erwähnen möchte, ist die ausgezeichnete deutsche Synchro. Die trägt imho auch nochmal sehr viel zur tollen Wirkung bei.

Für mich persönlich auch viel besser als Witcher 3 in dieser Hinsicht. Gerade auch was die Questsvielfalt angeht legen die da für mich noch ein Stück drauf. Das hat keine längen, von daher vermisse ich die Spielzeit im Gegensatz zum Witcher nicht.

Puh, das kann ich für mich so nicht bestätigen. Da ist der Witcher trotzdem noch vorne. Wo ich aber mitgehe, ist, dass die Charaktere in CP mitunter noch mehr Tiefe haben als beim Witcher. Hängt aber denke ich auch mit der Vorlage zusammen.

Und das ist ja quasi Teil 1. Lass das Spiel mal in den dritten Teil gehen, dann wirst du auch eine noch größere Bindung zu den Charaktere haben.

Drei Teile? Sind die Fortsetzungen bereits bestätigt oder beziehst Du Dich dabei auf die Buchvorlage?
 
Da gibt es leider auch nicht viel, das P&P ist ziemlich tot. So scheint es mir zumindest - gibt kaum Material, das letzte Grundregelwerk ist von 2008, keine Romane, kaum Abenteuer oder Quellenbücher und ich kenne niemand, der es je gespielt hat :ugly:

Die hätten Shadowrun nehmen sollen :D
 
An alle die es bereits durchgespielt haben: Was haltet Ihr vom Ende?

Finde es ehrlich gesagt unschön, dass es nicht ein einziges richtiges Happy-End gibt. Egal was man macht, V hat bestenfalls nur noch 6 Monate zu leben. Bin der Meinung, hier hätte man wenigstens einen Pfad implementieren können, in dem V vollständig geheilt wird und normal weiterleben kann.

Die Tatsache, dass alles so unabänderlich ist, nimmt mir auch ziemlich die Lust an einem zweiten Durchgang. Finde ich extrem schade, da hier imho sehr viel Potenzial verschenkt wurde.
 
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Man kann ja
Johnny den Körper geben, der lebt ja damit weiter. Leider sträubt sich V ja sehr gegen das Ende, sonst wäre das einem Happy end am nächsten.

Wie kommt man eigentlich auf 80 Stunden? Ich hab 6 Enden gesehen, außer den Tarot Karten jede Nebenmission gemacht, etliche Aufträge gemacht, sämtliche Schnellreisestationen freigeschaltet und bin trotzdem unter 60 Stunden.

Es spricht für das Spiel, dass ich trotzdem weiter zocken möchte, trotz der Macken.
Auch wenn der große Handlungsbogen abgeschlossen ist, möchte ich noch gern mehr Zeit in der Welt und vor allem mit den Charakteren verbringen.
 
Ich bin ja wirklich hin und her gerissen ob ich es mir jetzt schon kaufen soll. Gerade dass es scheinbar Mass Effect Länge hat, spricht mich sogar eher noch an. Ein 100+ Stunden Spiel bekomme ich wegen der Kids und Arbeit momentan eh nicht hin. Lieber "kurz" und intensiv wie zu lange.
 
Kommt stark auf die Qualität des Spiels an. Während Assassin's Creed gern in Arbeit ausartet und sich gestreckt anfühlt, hätte Cyberpunk gern doppelt so lange sein können. Dann kauf ich mir schon so schnell keine anderen Spiele.
 
Ich bin ja wirklich hin und her gerissen ob ich es mir jetzt schon kaufen soll. Gerade dass es scheinbar Mass Effect Länge hat, spricht mich sogar eher noch an. Ein 100+ Stunden Spiel bekomme ich wegen der Kids und Arbeit momentan eh nicht hin. Lieber "kurz" und intensiv wie zu lange.

Ich liebe Rollenspiele. Ich liebe das alte Bioware, ich liebe Mass Effect, ich liebe die Witcher Reihe, ich liebe Blade Runner. Nur mal zur Information.

Das Spiel rennt auf Xbox und PC scheinbar um einiges besser als auf der PS. Dennoch würde ich, um ein wirklich geiles Spielerlebnis zu haben, warten. Warte auf eine viel geiler Erfahrung. Wenn du dann auch Erwartungen etwas runterschraubst und keine so lebendige Spielwelt erwartest wie es dir in den ersten Momenten vorgekaugelt wird, dann wirst du deinen Spass absolut haben. Da du Mass Effect magst, wirst du auch mit dem relativ stupiden Kampfsystem (wie es bei mir ist) auch keine Probleme haben.

Dafür erwarten dich sehr coole Charaktere, spannende Storys, packende Cyberpunk Atmosphäre usw. Aber spiele es wirklich erst in einen optimalen Zustand. Du wirst die Wartezeit nicht bereuen.
 
Man kann ja
Johnny den Körper geben, der lebt ja damit weiter. Leider sträubt sich V ja sehr gegen das Ende, sonst wäre das einem Happy end am nächsten.



Wie kommt man eigentlich auf 80 Stunden? Ich hab 6 Enden gesehen, außer den Tarot Karten jede Nebenmission gemacht, etliche Aufträge gemacht, sämtliche Schnellreisestationen freigeschaltet und bin trotzdem unter 60 Stunden.

Es spricht für das Spiel, dass ich trotzdem weiter zocken möchte, trotz der Macken.
Auch wenn der große Handlungsbogen abgeschlossen ist, möchte ich noch gern mehr Zeit in der Welt und vor allem mit den Charakteren verbringen.

Das muss man dem Spiel wirklich lassen. Trotz dieser Mängel spiele ich es ja auch sehr gerne. Wenn man seine Erwartungen anpasst und mit den Bugs leben kann (was sicherlich bei meinen Erlebnissen pervers ist), dann bekommt man echt ein süchtig machendes Spiel. Besonders die Story mit V und Johnny fand ich absolut spannend. Ich liebe Drama.
 
Okay, versuche dann erstnal die Finger davon zu lassen. Fällt mir aber tatsächlich sehr schwer. Aber bei ME Andromeda war das damals auch der richtige Weg. :(
 
Ja, es gibt schon einige Situation, wo ich mir WTF denke und sich das Spiel hölzern anfühlt, aber ich kann darüber hinweg sehen. Mit der Inszenierung und den Quests (ich habe die letzten 10 Stunden nur Nebenquests gespielt) habe ich echten Spaß und die Aussicht, dass es eher ein kurzes RPG ist, finde ich auch gut. So werde ich dann mit der Nestgen-Fassung noch einen Durchlauf machen.
 
Wo das Spiel imho vor allem gegenüber dem Witcher abfällt, sind die Auswirkungen von Entscheidungen auf die Handlung. Im Grunde gibt es lediglich eine Stelle kurz vor Ende des Spiels, wo sich die getroffenen Entscheidungen wirklich auf den folgenden Spielverlauf auswirken. Die möglichen Enden unterscheiden sich auch nur marginal. Aus diesem Grund hält sich der Wiederspielwert arg in Grenzen, was ich doch etwas enttäuschend finde. Kann mich aus diesem Grund aktuell auch nicht zu einem Rerun aufraffen, obwohl ich an sich eigentlich Lust auf Spiel und Setting hätte.

Auch die verschiedenen Pfade, aus denen man zu Beginn wählt, sind nur Makulatur und hätte man sich eigentlich komplett sparen können. Abgesehen vom Anfang unterscheiden sich diese lediglich in unterschiedlichen (und unwichtigen) Dialogoptionen. Hier hätte ich mir z.B. so etwas wie exklusive Missionen, welche nur bestimmten Pfaden zur Verfügung stehen, gewünscht. Das hätte auch den Wiederspielwert deutlich erhöht.

Wenn man bedenkt wie lange an dem Spiel gearbeitet wurde, ist der Umfang schon etwas enttäuschend. Das ändert natürlich nichts an der Qualität des vorhandenen Contents.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das stimmt natürlich. Bedenkt man die Entwicklungszeit, ist relativ wenig dabei rum gekommen, gerade wenn sich die Pfade nicht unterscheiden.
 
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