Da es im allgemeinen Cyberpunk-Thread zunehmend unübersichtlich wird und es mittlerweile hauptsächlich um die technischen Unzulänglichkeiten des Spiels geht, hier nun dieser Thread, in dem rein die inhaltlichen Aspekte diskutiert werden sollen. Also für alle Leute, die sich vor allem über Story, Charaktere, Gameplay und alles was dazugehört austauschen möchten. Ich möchte Euch daher bitten, die Technikprobleme so gut es geht außen vor zu lassen bzw. diese im allgemeinen Thread zu besprechen.
Also legt los. Was denkt Ihr über das Spiel? Wie findet Ihr Charaktere, Story und Gameplay?
Als Einstieg hier gerne meine Gesamteinschätzung zum Spiel, welche ich auch bereits im allgemeinen Thread gepostet hatte:
Bin nach knapp 80 Stunden nun auch durch. Die Story ist fesselnd, die Inszenierung top und die gesamte Atmosphäre saugt einen förmlich in das Spiel ein, sofern man sich darauf einlassen kann. Neben der Hauptstory habe ich wohl auch die meisten großen Nebenmissionen gemacht, welche von der Qualität her größtenteils sehr gut sind, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau des Witchers. Die Hauptstory hätte meiner Meinung nach sogar noch etwas länger sein dürfen und wenn man sich rein auf diese konzentriert, ist man vermutlich in 20 bis 25 Stunden locker durch.
Was ich schwach und teilweise sogar nervig finde, ist das gesamte Loot-System. An jeder Ecke wird man mit Loot quasi zugeschüttet, wovon 90% unnütz ist. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen, aber das Problem hatte ja bereits der Witcher. Auch die Massen an Textlogs, welche man überall findet, ermüden recht schnell und haben bei mir innerhalb kürzester Zeit dazu geführt, dass ich diese komplett ignoriert habe. Die Skilltrees sind fast schon zu komplex, wobei ich mich vor allem auf Intelligenz und technisches Können spezialisiert habe. In einem Durchgang dürfte es auch kaum möglich, mehr als einen Skilltree komplett zu entwickeln.
Schön ist dagegen das Writing der einzelnen Charaktere. So gut wie alle Haupt- und größeren Nebencharaktere sind gut geschrieben und lassen den Spieler mit fortschreitender Handlung eine entsprechende Beziehung zu diesen aufbauen (Panam rockt!
), wodurch auch emotional aufgeladene Ereignisse ihre Wirkung nicht verfehlen. Auch hier wird allerdings nicht das Niveau vom Witcher erreicht, bei dem die Charaktere noch deutlich prägnanter waren und aufgrund der längeren Haupthandlung auch mehr Zeit zum entfalten hatten. Darüber hinaus fehlt mir bei CP etwas der feine Humor des Hexers. Generell ist die Prämisse des Spiels ja doch sehr düster und hoffnungslos, was sich ein Stück weit auch bei den unterschiedlichen Enden wiederspiegelt:
Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, dass man an dieses Spiel mit der richtigen Erwartungshaltung herangeht. Ich habe vor allem eine spannende und gut inszenierte Story in offener Spielwelt erwartet und wurde nicht enttäuscht. Wenn man dagegen eine Sandbox ala GTA erwartet und einen bspw. unrealistisch agierende Passanten oder Polizisten stören, wird man definitiv enttäuscht. Die OpenWorld betrachte ich hier weniger als Welt, welche auf realistische Interaktion ausgelegt ist, sondern vielmehr als schicke Kulisse zwischen den Missionen und als solche funktioniert sie imho einwandfrei.
Unter dem Strich kann ich sagen, dass ich mit dem Spiel eine Menge Spaß hatte und sicher nochmal einen Rerun starten werde. An ein "Witcher 3" kommt das Spiel aber ganz klar nicht heran.
Also legt los. Was denkt Ihr über das Spiel? Wie findet Ihr Charaktere, Story und Gameplay?
Als Einstieg hier gerne meine Gesamteinschätzung zum Spiel, welche ich auch bereits im allgemeinen Thread gepostet hatte:
Bin nach knapp 80 Stunden nun auch durch. Die Story ist fesselnd, die Inszenierung top und die gesamte Atmosphäre saugt einen förmlich in das Spiel ein, sofern man sich darauf einlassen kann. Neben der Hauptstory habe ich wohl auch die meisten großen Nebenmissionen gemacht, welche von der Qualität her größtenteils sehr gut sind, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau des Witchers. Die Hauptstory hätte meiner Meinung nach sogar noch etwas länger sein dürfen und wenn man sich rein auf diese konzentriert, ist man vermutlich in 20 bis 25 Stunden locker durch.
Was ich schwach und teilweise sogar nervig finde, ist das gesamte Loot-System. An jeder Ecke wird man mit Loot quasi zugeschüttet, wovon 90% unnütz ist. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen, aber das Problem hatte ja bereits der Witcher. Auch die Massen an Textlogs, welche man überall findet, ermüden recht schnell und haben bei mir innerhalb kürzester Zeit dazu geführt, dass ich diese komplett ignoriert habe. Die Skilltrees sind fast schon zu komplex, wobei ich mich vor allem auf Intelligenz und technisches Können spezialisiert habe. In einem Durchgang dürfte es auch kaum möglich, mehr als einen Skilltree komplett zu entwickeln.
Schön ist dagegen das Writing der einzelnen Charaktere. So gut wie alle Haupt- und größeren Nebencharaktere sind gut geschrieben und lassen den Spieler mit fortschreitender Handlung eine entsprechende Beziehung zu diesen aufbauen (Panam rockt!
), wodurch auch emotional aufgeladene Ereignisse ihre Wirkung nicht verfehlen. Auch hier wird allerdings nicht das Niveau vom Witcher erreicht, bei dem die Charaktere noch deutlich prägnanter waren und aufgrund der längeren Haupthandlung auch mehr Zeit zum entfalten hatten. Darüber hinaus fehlt mir bei CP etwas der feine Humor des Hexers. Generell ist die Prämisse des Spiels ja doch sehr düster und hoffnungslos, was sich ein Stück weit auch bei den unterschiedlichen Enden wiederspiegelt:Habe mehrere Enden durch, wobei mein Favorit ganz klar das Ende ist, in dem V zusammen mit Panam und ihrem Clan NC am Ende verlässt. Aber bei allen Enden hat V ja nur noch maximal sechs Monate zu leben, was dem Ganzen einen doch sehr bitteren Beigeschmack gibt. Falls es einen Pfad im Spiel gibt, bei dem V's Gehirn am Ende nicht irreparabel geschädigt ist, so möge man mir das bitte mitteilen 
Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, dass man an dieses Spiel mit der richtigen Erwartungshaltung herangeht. Ich habe vor allem eine spannende und gut inszenierte Story in offener Spielwelt erwartet und wurde nicht enttäuscht. Wenn man dagegen eine Sandbox ala GTA erwartet und einen bspw. unrealistisch agierende Passanten oder Polizisten stören, wird man definitiv enttäuscht. Die OpenWorld betrachte ich hier weniger als Welt, welche auf realistische Interaktion ausgelegt ist, sondern vielmehr als schicke Kulisse zwischen den Missionen und als solche funktioniert sie imho einwandfrei.
Unter dem Strich kann ich sagen, dass ich mit dem Spiel eine Menge Spaß hatte und sicher nochmal einen Rerun starten werde. An ein "Witcher 3" kommt das Spiel aber ganz klar nicht heran.
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