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BVB - der Thread über Liebe und Fußball im Pott (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Um dich ging es ja auch nicht. Wie könntest du auch? Du sagst doch selbst dass du eh nur BVB schaust und eigentlich nicht wirklich Fussballfan. Geht ja um das Gros der BVB Fans. Ist für mich tatsächlich amüsant zu sehen wie das Verhalten vieler BVBler sich seit dem Erfolg so geändert hat. Da sehe ich halt sehr viele Parallelen.
 
Das ist ja auch normal.
Vor ein paar Jahren hatte man die fast Insolvenz und war froh überhaupt weiter bestehen zu können.
Dann Jahre in der Bedeutungslosigkeit, bis wir dann irgendwann wieder Europa League spielen durfte.
Welch ein Erfolg. Dann sogar Champions League. WOW.
Aber wir generieren ja auch viel mehr Geld als früher, wir haben einen ganz anderen Kader als früher und ganz andere Zielsetzungen, da der Verein gewachsen ist. Wenn Du jetzt nicht in die Champions League kommst ist das eine mittlere Katastrophe, dann hast Du ganz viel falsch gemacht. Das war vor Jahren eben noch undenkbar, von daher ist es ja ganz normal, dass die Ansprüche und die Erwartungshaltung anders sind.
 
Um dich ging es ja auch nicht. Wie könntest du auch? Du sagst doch selbst dass du eh nur BVB schaust und eigentlich nicht wirklich Fussballfan. Geht ja um das Gros der BVB Fans. Ist für mich tatsächlich amüsant zu sehen wie das Verhalten vieler BVBler sich seit dem Erfolg so geändert hat. Da sehe ich halt sehr viele Parallelen.
da bin ich zum teil bei dir. der anteil der erfolgsfans hat durch klopp bei uns definitiv zugenommen. auch geht man (auch ich natürlich) durch die erfolge der nahen vergangenheit mit einer anderen erwartungshaltung an die sache ran. das dürfte ganz natürlich sein. besserer kader = mehr siege = bessere tabellenposition.

aber die meisten fans die ich kenne (einschließlich mir) erwarten nicht, dass wir jeden gegner an die wand spielen geschweige denn meister werden. von mir ist es nur eine einschätzung dessen was ich sehe und wie das zustande kommt. wenn die manschaft einfach nicht besser wäre als ein unentschieden gegen zwei angeschlagene teams und sich abgerackert hätte, okay. dann ist das so. aber ich werde das gefühl nicht los, dass der trainer es nicht schafft die vorhanden ps auf die straße zu bringen, wie man so schön sagt. und das ärgert mich.
 
Die Diskussion hier zeigt aber auch mal wieder perfekt, dass ein Trainer eigentlich gar keine Zeit mehr hat etwas zu entwickeln. Du kannst alles richtig machen und der Typ der Woche sein, aber drei sieglose Spiele später und es ist alles schlecht und nicht mehr zu kitten. An dieser Bewertung tragen Medien und Fans wirklich gleichermaßen Schuld.

In Dortmund scheint das mittlerweile ganz extrem der Fall zu sein. Favre hat letzte Saison über mindestens die Hinrunde lang absolut overperformt mit Dortmund! Das sollte man auch einfach mal eingestehen und nicht als den Maßstab für alles, was danach kommt, heranziehen. Die Rückrunde war nämlich immer noch sehr gut (Punkteschnitt von 2). Aber am Ende gibt man Favre häufig die Schuld, dass es nicht gereicht hat.
Vielleicht ist Dortmund auch einfach nur auf ein normales Level zurückgefahren, welches schlicht unter dem der Bayern liegt, die wiederum in der Rückrunde total eskaliert sind? Vielleicht war es auch einfach nur Pech?

Auffällig ist auch, dass bei den Post-Klopp BVB Trainern immer wenn es nicht läuft der Punkt gesucht wird, in dem sie schlechter sind als Klopp. Tuchel war nicht so ein Kumpeltyp, Favre ist zu still, usw. ... Im Endeffekt kann jeder Trainer nur verlieren.

Dass die letzten Spiele ärgerlich gelaufen sind für Dortmund ist klar, aber ganz ehrlich, diese Negativität und Fatalismus hier zu diesem Zeitpunkt ist schon der Wahnsinn. Der Abstand ist minimal und es sind gerade einmal sechs Spiele gespielt. Da kann noch alles passieren. Und natürlich sind da immer Kackspiele dabei, die man niemals nicht gewinnen darf. Aber genau so kommen auch genug Spiele, in denen Dortmund in der letzten Minute das Siegtor schießt - was letzte Saison gefühlt sehr häufig passiert ist (das übrigens auch zur fehlenden Mentalität unter Favre).

Kurzum, hört auf rumzuheulen und wartet mal eine Weile ab. :D
 
das gegenteil ist der fall. favre bekommt zeit etwas zu entwickeln. nur werden immer noch die gleichen fehler gemacht (insbesondere was das verteidigen von standardsituationen angeht) wie zuvor. es ist eben keinerlei entwicklung erkennbar. nach über einem jahr. das wird sich unter favre in dieser saison auch nicht mehr ändern. und ich vin sicher, dass wir im nächsten jahr wieder die gleichen probleme ansprechen. noch dazu kommt etwas, das schwatzgelb.de gut auf den punkt bringt:

War es denn jetzt die Mentalität?
Es wird grundsätzlich keinem Bundesligaspieler egal sein, ob er ein Spiel gewinnt. Wer Hakimi nach dem Spiel beobachtet hat, der sah, dass dieser maximal frustriert war. Und auch die Reaktion nach dem frühen Rückstand und nach dem Ausgleich spricht nicht dafür, dass es einfach am „Mehrwollen“ lag.

Der BVB 2019 hat ein viel größeres Problem: er hat ein Konzept. Aber leider nur eins. Dieses Konzept beruht auf maximaler Spielfeldkontrolle. Den Gegner nicht in gefährliche Zonen kommen lassen, mäßiges Anlaufen, lange Ballzirkulation auf die Außen, die mit einer Flanke aus dem Halbfeld oder einem Pass von der Grundlinie enden. Das führt zwar auch zu der einen oder anderen Torchance, lässt sich aber durch eine enge Staffelung der Abwehr gut verteidigen. Gefahr kommt in der Regel nur dann auf, wenn die Techniker vorne ihre individuellen Stärken ausspielen.

Der BVB ist mittlerweile so eindimensional in seinem Spielkonzept, dass der Spielstand egal ist, man spielt einfach den geplanten Stiefel herunter. Das führt auf der einen Seite zu der positiven Situation, dass auch Gegentore nicht zu einer „Panikreaktion“ führen, auf der anderen Seite ist der BVB nicht in der Lage, nach einem Führungstor einen angeschlagenen Gegner auszuknocken. Die Möglichkeit, nach einem Tor die Verunsicherung des Gegners zu nutzen, direkt das Spiel an sich zu reißen, hoch zu pressen, den Gegner zu Fehlern zwingen, wird fast immer leichtfertig vergeben. Dazu reißt das kontrollierte Spiel die Zuschauer nicht vom Hocker. Auch hier wird die Euphorie nach dem Tor nicht mitgenommen.

Neben der allseits bekannten Mentalität gibt es noch ein weiteres gerne bemühtes Wort mit „M“. Das Momentum. Jeder der wettbewerbsmäßig Fußball gespielt hat, kennt die Situation. Man führt 2:0, hat alles unter Kontrolle und aus dem Nichts fällt der Anschluss. Und plötzlich kippt das Spiel. Die gegnerischen Fans haben plötzlich Oberwasser, die eigenen Fans werden unruhig. Der Gegner bekommt die zweite Luft, die eigenen Nerven zerfallen zu Staub. Das „Momentum“ liegt auf Seiten des Gegners. Und beim BVB? Der lässt dem Gegner nach dem Tor in Ruhe die Zeit, sich wieder zu sortieren.
https://www.schwatzgelb.de/artikel/...t-das-noch-mentalitaet-oder-schon-was-ernstes

und so etwas liegt mit in der verantwortung des trainers. nochmal: favre ist kein totalausfall als trainer. absolut nicht. wenn ich aber die meisterschaft als ziel ausgebe habe ich den glauben daran verloren, dass er derjenige ist, der es erreichen kann.
 
Natürlich kann noch alles passieren, aber darum gehts doch gar nicht.
Es ist egal ob man 3 Punkte Rückstand hat oder 6 oder wieviel auch immer.
Das hat nichts damit zu tun, dass man hinter den Bayern ist. Das ist uns allen klar.
Es geht, das sagen wir aber auch jetzt zum wiederholten Male und alle in aller Deutlichkeit, nicht darum dass man gegen Frankfurt Punkte lässt oder dass man Bremen nicht geschlagen hat. Es geht einzig und allein um die Art und Weise.
Und die ist eben erschreckend, wenn man sich die Spiele anguckt. Eindimensional. Blutleer.
Aber das haben wir alles schon zur Genüge und detailliert erklärt, man muß es eben nur lesen.
 
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