Haha das war ernst gemeint.
Auch als Bayern Fan hege ich eine Sympathie für Dortmund und vor allem für Stöger. Denke, dass hätte Zukunft wenn man dem Unterfangen geine Chance eben würde.
Nee, mal im Ernst...geht nicht.
Stöger hat es zwar in der Vergangenheit mit Köln gut gemacht, das heisst aber nun nicht dass alle seine Stationen erfolgreich sind und sein müssen.
Hat man bei Euch und Ancelotti jüngst noch gesehen.
Hier hat er eine schweirige Aufgabe übernommen und einen angeschlagenen BVB teilweise eine gewisse Stabilität zurückgebracht, aber scheinbar zu Lasten der Offensive. Was stimmt und gut ist - das ist seine Punkteausbeute. Wenn man die Spiele gesehen hat war das aber schon arg eng und glücklich oft.
Stöger hat es nicht geschafft der Mannschaft eine Handschrift zu geben und Stöger hat scheinbar keinen Offensivplan.
Das war bei Köln schon so, dass er eine funktionierende Defensive gebildet hat, die dann meist mit langen Bällen auf Modeste einen Abnehmer gesucht hat und hier scheint es ähnlich gestrickt zu sein.
Und das ist nicht nur meine persönliche Einschätzung.
Unter Stöger ging die Grundformation zuletzt weg vom
4-1-4-1 welches unter Peter Bosz gespielt wurde. Stöger setzte immer öfter auf ein 4-2-3-1 mit Doppelsechs und Mario Götze als Zehner. Die Flügelstürmer besetzten dabei weiterhin den Flügel und auch die Außenverteidiger schoben seltener nach vorne, geschweige denn ins Zentrum oder in die Halbräume. Dadurch entstand oft maximale Breite im Spiel der Dortmunder, dies war für den Gegner jedoch dementsprechend einfach zuzustellen. Dortmund musste in weiterer Folge – ob geplant oder nicht – oft auf lange Bälle zurückgreifen und zog sich rasch zusammen um den zweiten Ball zu erobern. Das klingt einfach, war aber in der Liga lange Zeit effektiv, auch dank der hohen individuellen Qualität der Dortmunder Offensive. Es blieb nichtsdestotrotz ein ziemlich beschränkter Offensivplan und es war kein Zufall, dass man mit diesem Plan ausgerechnet gegen den FC Salzburg und den FC Bayern schnell an seine Grenzen stieß. Während die Salzburger durch ihr hohes Pressing oft hohe Bälle verteidigen müssen und dies dementsprechend sehr gut lösen können, ist bei den Bayern schlichtweg eine immense individuelle Qualität vorhanden. Kommt man dem biederen Dortmunder Plan entsprechend ein wenig in die Quere, haben Schwarz-Gelben oft keine Antwort mehr parat. Besonders gut war dies am Wochenende gegen die Bayern erkennbar.
Wie eingangs bereits erwähnt, haben die Dortmunder unter Peter Stöger enorme Breite in ihrem Offensivspiel. Ein sauberer Spielaufbau ist dadurch oftmals schlichtweg nicht möglich, die Bälle werden dementsprechend oft hoch nach vorne gespielt. Diese Spielweise kommt dem holzigen Sokratis entgegen, auch die Leistungen von Toprak stabilisierten sich unter Stöger. Um zum Torerfolg zu kommen, setzte man viel auf zweite Bälle und profitierte schlichtweg von der individuellen Qualität der Offensivspieler Pulisic, Batshuayi, Götze und Co.
Der BVB agiert seit Wochen mit absolut ambitonsarmen Offensivstaffelungen in denen man vom Gegner spielend leicht zugestellt werden kann. Borussia Dortmund lässt jegliche Spielkultur vermissen und verlässt sich auf hohe Bälle, sowie Geniestreiche der Offensivabteilung – das jedoch eher schlecht als recht – womit man spielerisch immer wieder an Grenzen stößt. Götze ist dabei in seinem Zehnerraum oft komplett verloren, weicht daher aus, kann aber die schwache Positionstruktur seiner Mannschaft nicht verbessern. Im Gegenteil: oft wird sein Ausweichen von der Mannschaft so schlecht eingebunden, dass die Staffelungen noch verschlechtert werden.
An dieser Stelle muss die Frage gestellt werden, wieso Stögers Mannschaften offensiv eher schlechte Staffelungen vorzuweisen haben. Gleichzeitig ist Stöger bekannt dafür, dass seine Mannschaften defensiv gut stehen und auf den Gegner stets vorbereitet sind. Schon bei der Wiener Austria war bekannt, dass Peter Stöger alle Aufbauvarianten der Ligakonkurrenten auswendig kannte und beispielsweise einen
hohen Fokus darauf legte, welcher Sechser den Ball mit welchem Fuß unter Bedrängnis animmt und wie man darauf reagieren kann. In der Offensive scheinen die Abläufe und Überlegungen seiner Mannschaft jedoch oft zu oberflächlich zu bleiben, meistens streben die Mannschaft von Stöger eine simple numerische Überlegenheit an um einen Torerfolg zu erzielen. Diese Übersimplifizierung von erfolgreichen Offensivaktionen und Torerfolgen würde dem Sport jedoch nicht gerecht werden.
https://spielverlagerung.de/2018/04...aet-verschiedene-aspekte-zum-stoeger-debakel/
Viele Spiele waren ein Offenbarungseid an Einfallslosigkeit.
Klar, die Mannschaft ist auch nicht gut drauf, aber Stöger schafft es auch scheinbar nicht sie zu erreichen.
Wille, Einsatz, Mentalität, Spielwitz, das sind alles Aufgabenfelder, die ein Trainer maßgeblich vorleben und vorgeben kann und muss.
Das fällt alles in seinen Aufgabenbereich und da kommt nichts...und das schon seit Wochen.
Natürlich ist es nicht gänzlich und allein die Schuld von Stöger, er schafft es aber auch nicht eine Trendwende einzuleiten oder die Mannschaft auf seine Seite zu ziehen.
Die Aufgabe ist zu groß für ihn, der ist er augenscheinlich nicht gewachsen.
Sein Auftreten an der Seitenlinie bzw die 90 Minuten, die er auf der Bank sitzt vielmehr, sprechen da auch Bände.
Das sind alles kleine Mosaiksteinchen, aber die ergeben eben ein Gesamtbild.
Für mich ist die Aufgabe für Stöger hier zu groß bzw ist er einfach nicht der richtige Mann um den Umbruch bei uns vernünftig einzuleiten und zu coachen.