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BVB - der Thread über Liebe und Fußball im Pott

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

nein, der vorwurf ist, dass er sich dämlich angestellt hat und in einem sensiblen umfeld wie fußball für unnötige unruhe sorgt. er kann auch ehrlich sein, ohne das gleich in die welt posaunen zu müssen.
 
naja, Dortmund selbst hat ihm doch (verständlicherweise) ne Deadline gesetzt und gesagt "Verlängern oder weg"

und eig. will er das erstere ja auch, aber scheint aktuell nicht hinzuhauen
 
ja, das ändert sich....und zwar zu Gunsten aller Beteiligten
der Vorwurf ist also, dass er ehrlich war?

Warum zu Gunsten aller?
Wenn wir Gündogan jetzt losgeworden werden für einen vernünftigen Kurs, wäre das sicherlich auch nicht schlecht gewesen.
Er hat sich mit seinem Marktwert ganz offensichtlich halt derb verspekuliert.
Im Endeffekt, klar, ist es natürlich für beide besser jetzt dann doch noch zu verlängern, aber halt als Notnagel.
Wenn das kein faden Beigeschmack hat weiss ichs auch nimmer
 
bei mir hinterlässt das keinen Beigeschmack, bin aber auch neutral

geht wohl eher um verletzte Eitelkeiten

dass er nicht empfindet, dass es der geilste Club der Welt ist, bei dem man die Karriere beenden sollte
 
nein, der vorwurf ist, dass er sich dämlich angestellt hat und in einem sensiblen umfeld wie fußball für unnötige unruhe sorgt. er kann auch ehrlich sein, ohne das gleich in die welt posaunen zu müssen.

Das ist es eben. Natürlich sind das alles nur Arbeitnehmer die an ihr Wohl denken. Dennoch mag man als Fan auch das Gefühl haben, dass sie sich mit dem Verein identifizieren. Da geht es eben auch nicht immer um Objektivität. Bin selbst eigentlich ein recht klar denkender Mensch behaupte ich mal, dennoch ist mir das damals schon etwas aufgestoßen, als Schweinsteiger verlängert hat, dabei im Vorfeld aber mit anderen Vereinen kokettiert hat und sich nicht klar zu Bayern bekannt hat. Und am Ende steht er in der Allianz Arena und verkündet seine Verlängerung weil er ja so am Verein hängt.
 
Nee, das kannste mir jetzt nicht aufs Brot schmieren, denn davon beiss ich nicht ab.
Ich hätte doch kein Problem gehabt wenn er jetzt wechselt und zu einem anderen Verein geht.
Soll er, hege da null Groll.
Die Art und Weise wie das aber abgelaufen ist ist so unprofessionell wie sonstwas.
 
es geht ja nicht ums wechseln, sondern ums bleiben. und natürlich können einige fans differenzieren, aber der großteil wird gündogan doch skeptisch gegenübertreten.
 
hab es halt nicht so mit Religionen und anderen "Regeln" von Massenphänomenen, die die individuelle Freiheit beschränken

auf dein "Nein" bin ich da nicht eingegangen, weil es natürlich Unfug ist* und es wieder ne Diskussion entfacht hätte


* = natürlich _kann_ das der Fall sein, was ich da sage
 
Es ist halt einfach äußerst unglücklich von Gündogan. Allein die Geschichte 2013 stieß vielen Fans sauer auf: Damals war im Grunde auch klar, dass er gerne wechseln möchte, verlängerte dann aber doch den Vertrag, weil er ein Jahr nicht gespielt hat und ihn keiner wollte. Streng genommen könnte man hier schon sagen, dass er den BVB nur benutzte, um wieder der alte zu werden. In diesem Jahr ist es ähnlich: Offenbar gibt es nicht DAS Angebot für Gündogan, aber dennoch würde er am liebsten gehen - das hat er klar kommuniziert. Wenn das nicht geht, mein Gott, dann ist der BVB ja doch ganz nett. Der BVB macht das mit, weil er das Geld für Gündogan haben möchte. Da geht es um vielleicht 20 bis 25 Millionen - klar, dass man die mitnehmen will. Trotzdem ist das Bild, das Gündogan zeichnet, kein glückliches. Jetzt wird hier mit allen Mitteln versucht, das alles Pro-BVB auszulegen; ich las sogar, dass das Projekt Tuchel ja so spannend sei, dass er jetzt noch mal nachdenken müsse. Der Gündogan-Clan sollte aber auch da vorsichtig sein und die Fans nicht für ganz dumm verkaufen.

Dennoch ist es sicherlich nicht in vollem Umfang für beide Seiten okay: Wenn ich Arbeitgeber bin und mein Angestellter mir sagt, dass er eigentlich auf meinen Betrieb keinen Bock mehr hat und was Besseres erleben will, dann aber doch bleibt, weil er sich verzockt hat und ich das eben nur zähneknirschend hinnehmen muss, damit ich Kohle für ihn sehe, ist das nicht ideal. Wenn man ganz bösartig ist, sieht man Gündogans Motivation für die kommende Saison nicht darin, dass er mit dem BVB was erreichen will, sondern darin, dass er sich für andere Vereine empfehlen will. Klar ist das okay, dass der BVB für einen Spieler lediglich ein Arbeitgeber ist (siehe Lewandowski, alles super), aber die Außendarstellung ist einfach mangelhaft.
 
wo werde ich denn in meiner individuellen freiheit eingeschränkt?

Oft wollen Fans die individuelle Freiheit der Spieler eingrenzen, und wenn dann jemand wechselt/wechseln will, ist er gleich ne Drecksau, die sich nicht mit dem Verein identifiziert. So ne S/W-Malerei....das sind auch nur Menschen. Und nicht jeden Verein, den man verlassen wird, findet man deswegen nicht cool.

Wenn man aus irgendeinem Grund Fan wird (Region, Spielstil, Spieler, Mannschaft, Staff, Stadion, ...), ist es ne seltsame Regel, dass man das Fan-Dasein nicht wechseln darf. Auch wenn der Punkt des Fanseins vielleicht gar nicht mehr gegeben ist. Das ist dann wie gesagt so ein Religions-/Gemeinschafts-/Kultur-Ding inkl. Lebensabo, ansonsten biste eh kein "richtiger Fan" oder sowas kommt dann, etc.

Desweiteren hat man die "Erzfeinde" zu verabscheuen.
 
Die s/w Malerei betreibst du aber jetzt. Gibt genügend Spieler mit Karriereplan. Denen kreidet man das nicht an. Hier geht es schon auch darum wie lange sich das bei Gündogan hinzieht und was da im Verlauf der letzten Jahre alles passiert ist. Ist bei ihm schon ne besondere Situation. Natürlich ist es sein gutes Recht zu einem aus seiner Sicht besseren Verein zu wollen - ohne Frage. Aber es ist dann schon auch eine Sache des Stils. Als Aussenstehender kommt da schon rüber, dass der BVB für ihn eigentlich schon seit Jahren nicht mehr gut genug ist, er aber nichts besseres findet. Und da eben Millionen Fans mit dem Herzen am Verein hängen, stößt er denen mit diesem Verhalten schon vor den Kopf. Kann verstehen dass man ihm dann Drecksau sein vorwirft. Finde egal wie objektiv man das vielleicht betrachten mag, aber mit einem Verhalten gegenüber einem Partner den man respektiert hat das auch nicht viel zu tun. Ein normaler Arbeitnehmer, der sich so seinem Arbeitgeber verhält, würde eigentlich schnell auf der Straße sitzen. Quasi kündigen mit dem Verweis dass das Unternehmen nicht mehr gut genug ist und man zu höherem berufen ist, dann zweimal mangels Alternativen doch die Kündigung zurück ziehen und zu bleiben um wenigstens mehr Geld zu kassieren und abwarten bis man etwas besseres findet, wäre auch im normalen Berufsleben schon ne harte Nummer.
 
Oft wollen Fans die individuelle Freiheit der Spieler eingrenzen, und wenn dann jemand wechselt/wechseln will, ist er gleich ne Drecksau, die sich nicht mit dem Verein identifiziert. So ne S/W-Malerei....das sind auch nur Menschen. Und nicht jeden Verein, den man verlassen wird, findet man deswegen nicht cool.

Wenn man aus irgendeinem Grund Fan wird (Region, Spielstil, Spieler, Mannschaft, Staff, Stadion, ...), ist es ne seltsame Regel, dass man das Fan-Dasein nicht wechseln darf. Auch wenn der Punkt des Fanseins vielleicht gar nicht mehr gegeben ist. Das ist dann wie gesagt so ein Religions-/Gemeinschafts-/Kultur-Ding inkl. Lebensabo, ansonsten biste eh kein "richtiger Fan" oder sowas kommt dann, etc.

Desweiteren hat man die "Erzfeinde" zu verabscheuen.
zum einen ist es nicht so s/w wie du hier schreibst und zum anderen ist es unmöglich, jemandem wie dir (das meine ich überhaupt nicht böse!), der offenbar keinerlei fantechnischen hintergrund hat, zu erklären, warum man einen verein liebt. das ist weit mehr, als einzelne personen, von denen du immer wieder sprichst. wenn es danach ginge, wäre ich seit jahren bayernfan, weil schweinsteiger einfach der geilste tüp ist!

du kannst versuchen, das rational zu betrachten, es bringt dich nur nicht weiter. einen fan (ganz gleich welchen vereins) wirst du damit nicht erreichen. und dass hier spieler in ihrer individualität eingeschränkt werden sehe ich nicht. wo wird gündogan denn eingeschränkt?
 
Die s/w Malerei betreibst du aber jetzt. Gibt genügend Spieler mit Karriereplan. Denen kreidet man das nicht an.

Du vielleicht nicht, aber zig tausende Fans. Denen kann ein Spieler es einfach nicht Recht machen. Und ich meine damit nicht speziell den Fall Gündogan. Ich kenne z.B. n Hardcore-Schalker, der beim CL Finale klar _für_ das verhasste Dortmund war, nur weil er es dem "Judas" Neuer nicht gönnt.

Ich persönlich kaufe Neuer ohne Probleme ab, dass er Schalke immer noch in sich trägt und mag und trotzdem zu den Bayern will. Für mich schließt sich das nicht aus.

Für mich ist das schon oft albernes Gehabe, wenn Fans sich da dermaßen oft verletzt/vor den Kopf gestoßen fühlen.
Das sind Spieler, die für Geld kommen und bleiben....vielleicht einfach mal öfter daran denken, warum der Spieler denn gerade zu diesem (eigenen) Verein gegangen ist von seinem vorherigen Verein.

Klar, feste Identifikation ist als Bonus oben drauf immer super, versteh ich schon.
 
Was will man da noch sagen? Wenn man alles in der Welt eben so nüchtern runter bricht, wird man immer schön durch die Welt gehen können. Da braucht man auch nicht mehr groß zu diskutieren. Warum gibt es bei so vielen Paaren Krach wegen der schmutzigen Zahnbürste, dem Toilettendeckel oder wegen Eifersucht? Alles unnötig. Ohne Emotionen läuft die Welt runder und Kriege gibt es wohl auch wesentlich weniger. Aber warum geht man dann auch noch auf Konzerte, wenn man Musik daheim eigentlich viel besser hören kann? Sind halt nun mal alles auch Emotionen die mitspielen und vieles eben erst besonders machen. Und da läuft so ein Thema eben auch nicht einfach als Nebenmeldung im Kicker mit wenn man Fan vom BVB ist.
 
Sieht man mal wieder schön, wie man als Verein am Ende doch oft der Depp ist. Gündogan tanzt hier dem BVB ja übel auf der Nase herum. Selten einen Spieler erlebt, der sich quasi so gar nicht mit dem Verein identifiziert aber trotzdem alles in der Hand hat. 2013 das Theater von wegen will zu Barca/Real whatever. Dann kam die Rückengeschichte, keine Sau interessiert sich natürlich für ihn, verlängert er eben doch um ein Jahr mit dem BVB. Jetzt die gleiche Situation. Sagt vorher ganz klar dass er weg will, fällt bei den Verhandlungen auf die Nase, da eben auch bei den Topvereinen Leistungsprinzip gilt, verlängern wir halt doch wieder mit dem BVB. Ziemlich lächerlich das ganze. Bezweifle auch dass Gündogan - außer vielleicht in internationalen Spielen - wirklich immer 100% geben wird. Wenn man gedanklich schon so lange mit einem Arbeitgeber abgeschlossen hat, fällt es schwer das letzte Quäntchen raus zu kitzeln. Und selbst wenn er alles gibt und es nicht reicht, wird ihm immer dieser Makel anhaften.

Für den BVB bleibt in der Situation tatsächlich nur mit ihm zu verlängern, damit er nächstes Jahr nicht wirklich ablösefrei geht. Schon eine ganz schöne Wurst der Gündogan.
Besser hätt ich es nicht sagen könn. Hoffe nur das die wenn die den Vertrag verlängern ihn nicht mehr Gehalt zahlen sondern wenn nur zu gleichen Konditionen... So kann der Verein wenigstens etwas entgegensetzen und zeigen das sie vllt doch am längerem Hebel sitzen.

Echt traurig von Gündogan. Find ich kein bleib ich halt doch
 
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