Die Merkel ist für mich ab diesem Tag gestorben
Du sagst also, ich engagiere mich nicht karitativ, ich bin kein sozialer Mensch, weil ich FDP wähle? Das ist ziemlich einfältig und alles andere als zielführend für eine "demokratische" Debattenkultur. Das Narrativ der Demokratie wird ja gerne benutzt, zumindest so lange, bis es die Richtigen trifft: links-sozial. Dass die FDP keine soziale Politik macht, stimmt so nicht. Im Gegenteil, ich finde sogar: Die FDP ist ein Paradebeispiel für soziale Politik! Und warum? Weil sie an die Freiheit, an die Kraft, an den Mut des Einzelnen glaubt und davon überzeugt ist, dass jeder es schaffen kann, wenn er nur will. Natürlich wird es immer Kollektivschäden geben, es wird immer Minderheiten in einer Gesellschaft geben, die vom Steuerzahler unterstützt werden müssen, seien es Menschen mit physischen oder psychischen Erkrankungen. Ich finde nur, dass es sich viele mittlerweile zu einfach machen und psychische Komforterkrankungen herbeireden, wo keine sind. Aber zu sagen, dass man mit sozialen Sicherungssystemen wieder Lust auf Arbeit machen will, dass Arbeit sich wieder lohnen soll, ist für mich ein zentraler Anreiz für eine selbstbestimmte Sozialpolitik, die versucht, Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Warum ist das nicht sozial? Vielleicht in deiner Welt, aber nicht in meiner. Und da sind wir wieder beim zentralen Element der Meinungsverschiedenheiten. Werden wir wohl aushalten. Wobei ich nach dem Merz-Move überlege: Erststimme CDU, Zweitstimme FDP.
PS: Meine Wahlunterlagen sind gestern gekommen, Briefwahl beantragt. Dieses Jahr kann ich leider nicht als ehrenamtlicher Wahlvorsteher fungieren. Nächstes Mal wieder