Ohne es gelesen zu haben, aber bei uns hat sich (wie für uns ja durchaus zu merken war) etwas geändert. Vor allem in der Außernwahrnehmung. Da surft man gedankenlos bei SpOn vorbei und stolpert über folgende Schlagzeile.
Stuttgarts drohender Abstieg: Wärt ihr doch ein wenig kölscher gewesen
Das ist schon ein schöner Erfolg für mein Team und die Leute, die dahinter stehen.
edit (jetzt will ich da doch noch was zitieren)
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Köln hat gelernt: Selbstüberschätzung war das Problem
In Köln holten Präsident Wolfgang Overath (Weltmeister mit Deutschland) und Manager Michael Meier (Champions League-Sieger mit Dortmund) einst Lukas Podolski (Superheld) zurück und stellten ihm alternde Weltstars wie die Portugiesen Maniche und Petit zur Seite. Sie verpflichteten den schillernden Trainer Christoph Daum (Messias). Immer im festen Glauben, dass der FC nur aufgrund einer seltsamen Laune des Fußballgotts zur Fahrstuhlmannschaft geworden war und ganz sicher schon sehr bald wieder dort landen würde, wo er hingehört: auf der europäischen Bühne.
Erst der beleidigte Rücktritt Overaths, der fünfte Abstieg und eine gefährliche finanzielle Schieflage im Jahr 2011 führten zu einem echten Undenken. Inzwischen ist eine Kultur der Demut entstanden, die dem VfB fehlt. Vermutlich empfinden die meisten Stuttgarter immer noch großen Widerwillen, wenn man sie auffordert, sich den einstmals chaotischen und inzwischen etwas langweiligen 1. FC Köln zum Vorbild zu nehmen. Genau diese Selbstüberschätzung ist ein Problem.
Noch vor eineinhalb Jahren wäre Thomas Tuchel gerne zum VfB gekommen, der gebürtige Schwabe stellte während seines Sabbatjahres ein Konzept in Stuttgart vor. Angeblich war auch Dieter Zetsche, der Chef des wichtigsten Sponsors Daimler AG, zugegen. Die Herren fanden Zornigers Visionen überzeugender.
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Man stelle sich tatsächlich einman vor, Kloppo wäre zum HSV und Tuchel zu Stuttgart. Die Bundesliga wäre wohl eine andere.