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Bundesliga 2015/2016

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Aber es mutet trotzdem komisch an, wenn der Allofs von einer Gefährdung der Wertesystems im deutschen Fußball und für ein Aufrechterhalten der Solidargemeinschaft spricht. :O_o:

...
"Für die gesamte Bundesliga wäre dies eine schädliche Entwicklung, die die Grundwerte des Erfolgs des deutschen Profifußballs in Gefahr bringen würde", sagte Wolfsburgs Geschäftsführer Klaus Allofs.

In der Stellungnahme des Vereins heißt es weiter, dass es "nicht im Sinne der großen Mehrzahl der deutschen Profiklubs sein" könne, dass "die Solidargemeinschaft und die Zentralvermarktung aufgegeben wird."
...

http://www.11freunde.de/nachricht/bundesliga-4721

Der Rettig war ja lange genug bei der DFL. Ich glaube schon, daß er weiß was er tut, auch wenn ich nicht glaube, daß er damit irgendetwas erreicht.
 
Die Bayern haben ja mal vorgeschlagen, dass es eine Einzelvermarktung gibt, davon aber auch Gelder in einen Pool fließen, die man dann verteilen kann. Unterm Strich hätte man damit mehr Geld zur Verfügung, nur eben anders aufgeteilt.
 
Wenn es jetzt mal richtig solidarisch wäre, dann könnte man ja auch jedem die gleiche Kohle geben. Ich meine, so wurde es früher auch gehandhabt?

Egal, ich denke außer den Bayern wird eigentlich keiner so richtig von einer Selbstvermarktung profitieren. Vielleicht noch der BVB und Schalke, aber sonst glaube ich nicht so dran.
 
von mir aus ist es dein punkt, meiner ist es nicht:
halte dich doch an die fakten: bei bayern, dortmund, herne-west bestimmt der verein ergo die mitglieder wohin die reise geht. und wenn die investoren sich auf den kopf stellen. bei wolfsburg, leverkusen, hoffenheim bestimmt der geldgeber wohin die reise geht.

ob investoren druck ausüben oder irgendein verein nur soundsoviel geld selbst erwirtschaftet spielt dabei überhaupt keine rolle. auch nicht, wie das geschäft fußball funktioniert oderoder. faktisch haben vereine bei denen die 50+1 regel ausgesetzt ist vorteile gegenüber allen anderen und profitieren trotzdem von den eingeschränkten vereinen und dem, was diese "erwirtschaften". wenn wolfsburg hoffenheim und leverkusen ihre rechte selbst vermarkten würden, würde da finanziell möglicherweise sogar weniger bei rauskommen, als wenn st. pauli in der zweiten liga das gleiche täte. niemand interessiert sich für diese speziellen vereine mit der ausnahme von ein paar tausend fans in deren umland. darum geht es (soweit ich das verstehe) st. pauli.

Ja, und welche Vorteile bleiben denn dann noch über, wenn er der finanzielle nicht ist? Und wie profitieren, die denn bitte von Verinene, die einfach andere Investoren haben?

Dazu kommt imo noch, dass nicht mal der FC Bayern davon profitiert, wenn es sich selbstständig vermarkten müsste. Wie sollte das aussehen? Es gibt das Bundesliga-Paket, aber Bayern-Spiele muss man extra dazukaufen für 5€? Oder alle anderen Vereine bekommen schlussendlich noch weniger Geld, weil die Liga ohne sie nicht so attraktiv ist?
 
die frage ist doch, was die liga will:
will sie ausgeglichenheit? dann muss sie das geld anders verteilen. die oben bekommen weniger, die unten mehr.
will sie international konkurrenzfähig sein, dann eben nicht

ist doch ganz einfach ;)
 
Nee, es geht ja, wie gesagt, nicht nur darum den Verteilungsschlüssel auszubalancieren, sondern nachhaltig mehr Kohle zu generieren - für alle!

Im "Manager Magazin" schlug er erneut vor, dass alle Bundesligaklubs ihre Fernseheinnahmen künftig eigenständig aushandeln sollten. Damit kleinere Vereine wirtschaftlich nicht zu schlecht dastünden, könne ein Solidartopf eingerichtet werden, in den größere Vereine zum Beispiel 50 Prozent ihrer Erlöse einzahlten, erklärte Rummenigge.

"Mit diesem Modell könnte sich die Bundesliga besser stellen – inklusive der kleineren Vereine", urteilte er und stellte für den FC Bayern fest: "Würden wir unsere TV-Rechte selbst vermarkten, könnten wir mit 200 Millionen Euro glatt das Vierfache unserer heutigen Erlöse erzielen."
http://www.rp-online.de/sport/fussb...ill-tv-gelder-selbst-verhandeln-aid-1.5260962
 
Ja, und welche Vorteile bleiben denn dann noch über, wenn er der finanzielle nicht ist? Und wie profitieren, die denn bitte von Verinene, die einfach andere Investoren haben?
sie nehmen für sich eine ausnahmeregelung in anspruch, die ihnen möglichkeiten der finanziellen gestaltung bietet, die andere vereine nicht haben. andere vereine müssen für investoren/sponsoren "attraktiv" sein. diese vereine eben nicht. ein wolfsburg oder ein hoffenheim würde es kaum in der ersten liga geben, hätte nicht jemand geld reingeschossen, wo sonst keines wäre.
und obwohl sie diese möglichkeit und diese sonderstellung für sich in anspruch nehmen können und wollen, wollen sie gleichzeitig trotzdem behandelt werden wie alle andern auch, wenn es darum geht, selber geld aus diesem solidarischen gebilde zu erhalten. und so wie ich paulis vorstoß verstehe zielen sie darauf ab, dass die vereine sich nicht das beste aus 2 welten gönnen können, sondern dass sie als sonderfall/sonderregelung in der einen sache auch als sonderregelung in der anderen sache betrachtet werden.

Dazu kommt imo noch, dass nicht mal der FC Bayern davon profitiert, wenn es sich selbstständig vermarkten müsste. Wie sollte das aussehen? Es gibt das Bundesliga-Paket, aber Bayern-Spiele muss man extra dazukaufen für 5€? Oder alle anderen Vereine bekommen schlussendlich noch weniger Geld, weil die Liga ohne sie nicht so attraktiv ist?
jetzt hast du meinen punkt und warum ich st. paulis meinung nicht teile ;)
 
Ausgeglichenheit!! :hurra:

Die Bayern haben sich doch damals vom Kirch doch auch schon extra Geld zustecken lassen. Und jetzt davon zu träumen, daß sie dann das Vierfache zu erlösen, dann kann man den Kleinen ja auch was abgeben.
 
im übrigen ist das, was mit den kleinen vereinen passiert insgesamt eh eine mittlere sauerei. vereine wie bochum, pauli, union, etc, etc werden mit auflagen der dfl und des dfb konfrontiert, die sie teilweise finanziell alleine gar nicht stemmen können. z.b. diese einlass drehkreuze oder torlinientechnologie (die es in der zweiten liga ja genau deswegen nicht gibt).

sowohl in dfb und dfl ist ne menge geld vorhanden, teilweise sind das investitionen, die vereine wie bayern oder dortmund locker für den rest der liga stemmen könnten (übertrieben gesagt), aber solidarität oder einen hilfsfonds gibt es da nicht. nicht mal zinslose darlehen. die vereine werden damit alleine gelassen und müssen zusehen, wie sie damit fertig werden.
und wer meint die tv-gelder-verteilung wäre fair sollte sich das mal genauer ansehen. da bleibt bei den unteren vereinen echt kaum noch was hängen. in der zweiten liga noch krasser, als in der ersten
 
wenn wir uns am freitag nicht so dämlich angestellt hätten, hätten wir 6-8 punkte vorsprung auf den dann zweiten. so sinds immer noch 5. ob das wirklich attraktiver ist ;)
 
was mich wieder zu meiner europaliga der finanzstärksten clubs bringt, die nicht mehr am nationalen spielbetrieb teilnehmen, wodurch die nationalen titel an bedeutung verlieren und die ligen uninteressant werden..... ;)
 
Das ist ja auch einer von Kalles feuchten Träumen.

Ich weiß aber nicht, ob es dauerhaft spannender ist in der EL auf Platz 8-12 rumzueiern oder es dann doch netter ist mal in der Liga Meister zu werden. Was ist denn dann der Anreiz in der EL? Meister werden? Oder gibt es auch noch was für die anderen dicken Vereine von Platz 2-8? Vielleicht dann doch nochmal Playoffs?

Ich weiß nicht, ob es die Massen so begeistern würde, grade weil es in Deutschland doch eine stark ausgeprägte Identifikation mit den lokalen Vereinen gibt.
 
naja. du hast wettbewerbsfähige (sprich: reiche) vereine. eine viel größere zielgruppe: 700 mio einwohner + ausland, ein extrem hohes niveau. das würde sich schon schick darstellen, für die vereine. und ich bin sicher, dass das in absehbarer zeit kommen wird. wenn das in den topligen so weitergeht (mit ausnahme der britischen, da gibts halt genug investoren), dann werden die nationalen ligen in (ganz besonders) deutschland, spanien, frankreich vor langeweile eingehen.
 
Vermutlich, aber mittlerweile glaube ich nicht, daß ich es so bedauern würde, wie ich es villeicht vor 15-20 Jahren getan hätte.

Und es ist dann halt die Frage, was mit den Mannschaften ist, die in der unteren Hälfte der Liga herumdümpeln. Wer will diese sehen? Wenn man sich Zuschauerstatistiken anschaut, dann sieht man ja schon, daß die Bundesliga und auch die zweite enorm ziehen. Das würde ja nicht schlagartig wegbrechen. Vielleicht bewegen sich dann sogar wieder mehr Leute ins Stadion.

In der EL müsste ja schon jedes Spiel einen eigenen Anstoßzeitpunkt für die bessere Vermarktung bekommen. Und die richten wir am Besten auch an den Asiaten aus, da ist es egal ob und wieviel Zuschauer ins Stadion gehen.

Es kann so kommen, aber das wird es mir dann nur leichter machen mich davon zu entfernen.
 
noch gehen die zuschauer ins stadion. aber wenn die bayern weiter immer (also wirklich immer, nicht so wie früher "immer") meister werden und so vereine wie wolfsburg, hoffenheim und ingolstadt die massen bewegen sollen sehe ich für die zukunft schwarz. das interesse wird schwinden, den topclubs gehen die einnahmen verloren und DANN machen sie ihre EL.
das wird der BuLi den todesstoß versetzen.
 
Da sehe ich aber eher ein Problem, wenn die DFL aus Vermarktungsgründen etc andere Anstosszeiten aussucht, die für den Auswärtsfahrer problematischer werden (oder auch für den Familiensonntag).

Es war doch auch schon der Montag für die Buli im Gespräch. Und vermutlich wird er auch irgendwann kommen. Die Bayern können ja ruhig immer weiter Meister werden. Damit haben sich doch schon die Meisten abgefunden. Auch weil sie womöglich einfach das geringste Übel sind ("Also mir ist lieber, daß die Bayern Meister werden, als BVB, Schalke, Wolfsburg, Leverkusen, Gladbach, Brause, Hopp....").

Sie machen es halt gut, aber auch vollkommen belanglos. Aber dadruch wird die Partie ja wenigstens für alle Mannschaften rausgenommen. Für die Bayernfans bestimmt eine schöne Zeit, aber trotzdem gibt es für meinen Verein ja auch was zu erreichen: Klassenerhalt, Mittelfeld, internationales Geschäft oder sogar CL, was micht mitfiebern lässt.

Wir werden es sehen, denn wir beide werden nichts dran ändern können. :knuddel:
 
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