Mir geht es lediglich um das (exorbitant ineffiziente) Minen von Coins per Proof of Work (oder so), das ich für eine wirklich lächerliche Fehlentwicklung halte.
Ist es so ineffizient? Im Vergleich zu was?
Wenn man die Angelegenheit mal versucht ergebnisoffen und vorbehaltslos durchzudenken, bin ich im Fall von Bitcoin ganz klar für Proof of Work (POW).
Proof of Stake (POS) mag zwar seine Berechtigung haben, es gibt aber das Problem dass POS in fast allen Fällen ganz stark zentralisiert sein wird. Dies widerspricht imo ganz klar Anwendungsfällen wie es eben Bitcoin bietet. ETH kann gerne auf POS wechseln. Dort macht es Sinn.
Nicht nur dass es die Transaktionen/Sekunde erhöht, es ist dezentralisiert genug für den Anwendungsfall Smartcontracts.
Will ich das digitale Äquivalent zu Gold und einen weltweiten Geldstandard damit gesichert sehen? Kurz: nein.
Wovon wir uns lösen müssen ist die Idee dass Energie ein so unheimlich wertvolle Gut ist. Wenn die Menschheit endlich den Schritt wagt, und die erneuerbaren Energien ordentlich nutzt, dann ist Energie so ziemlich scheiß egal. In der Zwischenzeit könnte man, in einer Art verqueren Kraft-Wärme-Kopplung, die Effizienz vom Mining wesentlich steigern indem man die Abwärme nicht als Problem sieht, sondern nutzt.
Was würde dagegen sprechen, die Abwärme einer Miningfarm zB in ein Fernwärmenetz einzuspeisen?
Der Abbau von Gold verschwendet nicht nur Energie, sondern hat und wird auch weiterhin gigantische Schäden on der Umwelt hinterlassen. Angefangen vom Raubbau in Urwäldern hin zum Eintrag schwerster Umweltgifte in die Natur und deren unmittelbaren Bewohnern. Wäre das keine gewachsene Industrie würde heutzutage keiner mehr auf die Idee kommen das zuzulassen.
Alleine schon im Vergleich zu Gold und dessen Abbau ist Bitcoin und dessen Mining ein Segen. Natürlich hat Gold auch noch Sekundärnutzen, aber weder der Einsatz in Schmuck noch in der Elektroindustrie ist alternativlos.