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Bitcoins, Altcoins und ICOs #hodln

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kannst über die Post auch verschicken.
Das ist aber nicht der Punkt. Es geht darum, dass in der Blockchain - also dem kryptographischen Konstrukt, in dem alle Transaktionen abgebildet sind - kinderpornographische Bilder eingebettet wurden. Von wem auch immer. Da sehr viele Rechner gleichzeitig die Blockchain weiterführen, ist das wohl auch nicht mehr rauszufinden.

Und da jeder Bitcoin-User die Blockchain zumindest teilweise auf seinem Rechner haben muss, hat er damit wohl auch verschlüsselte Kinderpornos oder Bildern mit Links zu KiPo-Seiten im Darknet auf der Festplatte. Und das ist nun mal illegal. Miner haben die gesamte Chain auf dem Rechner und damit mit Sicherheit die Bilder.
Käme es zu einer Klage, kann man sich somit gut vorstellen, dass der reine Besitz der Blockchain damit nicht erlaubt ist, solange die Bilder darin sind. Und da die Blockchain kryptographisch inhärent gegen nachträgliche Abänderungen geschützt ist, bekommt man die afaik da nicht mehr raus.
Das ist der Kern des Artikels, nicht dass man auch mit der Post Pornos verschicken kann.
 
Wobei der verlinkte Artikel falsch extrem reißerisch ist.

Es wurde keine Kinderpornographie in der Blockchain gefunden, das verlinkte Paper behandelt allerdings die Möglichkeiten was in der Blockchain gespeichert werden kann und inwiefern es dadurch rechtliche Probleme geben kann.

IMO wird das sicherlich mal zum Problem werden. Lösung wird dann allerdings sein, dass die erwähnten arbiträren Daten mittels "pruning" einfach nicht in der Blockchain gespeichert werden und nur in der Transaktion an sich aufscheinen.
 
Wobei der verlinkte Artikel falsch extrem reißerisch ist.

Es wurde keine Kinderpornographie in der Blockchain gefunden, das verlinkte Paper behandelt allerdings die Möglichkeiten was in der Blockchain gespeichert werden kann und inwiefern es dadurch rechtliche Probleme geben kann.
Nein, das trifft nur auf die im Artikel ebenfalls verlinkte Analyse von Interpol aus dem Jahr 2015 zu. Kern des Artikels ist ein Paper der RWTH Aachen, die TATSÄCHLICH Bilder gefunden haben.
Ich zitiere aus dem Abstract:

Based on these insights, we conduct a thorough quantitative and qualitative analysis of unintended content on Bitcoin’s blockchain. Although most data originates from benign extensions to Bitcoin’s protocol, our analysis reveals more than 1600 files on the blockchain, over 99 % of which are texts or images. Among these files there is clearly objectionable content such as links to child pornography, which is distributed to all Bitcoin participants. With our analysis, we thus highlight the importance for future blockchain designs to address the possibility of unintended data insertion and protect blockchain users accordingly.
https://fc18.ifca.ai/preproceedings/6.pdf

Ab Seite 12, Abschnitt 4.3 wird es noch genauer aufgeführt.

Der Artikel der Interpol sagt aus, dass das mal Probleme geben könnte und die Forscher aus Aachen haben bewiesen, dass es bereits ein großes Problem IST.
 
Die Bilder die gefunden wurden sind zum überwiegenden Teil harmlos (Hochzeitsfotos zb.).

Ein Foto wird diskutiert, bei dem ist unklar ob es sich um eine Minderjährige handelt.
 
Es könnte auf jeden Fall ein massives Problem werden, sobald mächtige Gegner wie Banken diesen Lapsus versuchen auszunutzen und versuchen, die Strafverfolgungsbehörden und Regierungen dagegen zu positionieren, bevor eine technische Lösung für das Problem gefunden wurde. Was vermutlich gar nicht so einfach wird.
 
Die Bilder die gefunden wurden sind zum überwiegenden Teil harmlos (Hochzeitsfotos zb.).

Ein Foto wird diskutiert, bei dem ist unklar ob es sich um eine Minderjährige handelt.
Ob der überwiegende Teil harmlos ist, ist komplett egal, wenn auch nur ein Bild mit kinderpornographischem Inhalt oder Links zu entsprechenden Seiten darunter ist.
Erstens ist das ein negativer Publicity-Schub, der Normalos von der Blockchain abschrecken kann, zum anderen ist es bei einer Klage wohl aus den geltenden Gesetzen folgerichtig, dass die Blockchain von Bitcoin beschlagnahmt wird und deren Besitz illegal. Zumindest nachdem es öffentlich bekannt wurde, dass illegale Inhalte in der Kerndatei sind.

Wie MKS schrieb: Kryptos haben mächtige Gegner und das ist ein ideales Mittel, um gegen sie vorzugehen. Daher denke ich, dass Clouds "Genickbruch" schon das richtige Wort sein könnte.
 
Die Prämisse dieses Themas ist ja längst nicht neu, genauer gesagt schon fast 5 Jahre alt.
https://www.dailydot.com/business/bitcoin-child-porn-transaction-code/

Das nun effektiv CP-Dateien (oder zumindest Metadaten) in der Blockchain entdeckt wurden, ist ein Novum.

Ein Foto wird diskutiert, bei dem ist unklar ob es sich um eine Minderjährige handelt.
Bitcoin’s blockchain contains at least eight files with sexual content. While five files only show, describe, or link to mildly pornographic content, we consider the remaining three instances objectionable for almost all jurisdictions: Two of them are backups of link lists to child pornography, containing 274 links to websites, 142 of which refer to Tor hidden services. The remaining instance is an image depicting mild nudity of a young woman. In an online forum this image is claimed to show child pornography, albeit this claim cannot be verified (due to ethical concerns we refrain from providing a citation).
Die genauen Inhalte gem. dem Research Paper.
 
Bevor man den Teufel an die Wand malt, sollte man eher konstruktive Lösungen suchen. Man kann genau so gut argumentieren dass das Internet Schuld ist an rasanter Verbreitung von Kinderpornographie, aber es gilt halt eben dies zu vermeiden und zu lösen. Verwendet man z.B. das Darknet, dürfte es relativ leicht sein an Kinderpornographie zu kommen.

Inwiefern Zensur oder Kontrolle für die Blockchain eine Option ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Zudem benötigt es neue Rechtsgrundlagen. Sind zum Beispiel alle Nodebertreiber nun strafbar, wenn sie "unwissentlich" verbotenen Inhalt in der Blockchain im Stande halten? Trägt überhaupt jemand die Verantwortung für die Blockchain? Müssen Blockchains in Zukunft zentralisiert und zensiert werden und somit ihren grössten Vorteil gegenüber anderen Datenbanken aufgeben? Wird eine freiwillge, dezentralisierte Gruppe von Usern illegale Inhalte aufspüren und im Monatstakt einen Hardfork vorschlagen um verbotene Inhalte auszuschliessen?
 
Bevor man den Teufel an die Wand malt, sollte man eher konstruktive Lösungen suchen. Man kann genau so gut argumentieren dass das Internet Schuld ist an rasanter Verbreitung von Kinderpornographie, aber es gilt halt eben dies zu vermeiden und zu lösen. Verwendet man z.B. das Darknet, dürfte es relativ leicht sein an Kinderpornographie zu kommen.

Inwiefern Zensur oder Kontrolle für die Blockchain eine Option ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Zudem benötigt es neue Rechtsgrundlagen. Sind zum Beispiel alle Nodebertreiber nun strafbar, wenn sie "unwissentlich" verbotenen Inhalt in der Blockchain im Stande halten? Trägt überhaupt jemand die Verantwortung für die Blockchain? Müssen Blockchains in Zukunft zentralisiert und zensiert werden und somit ihren grössten Vorteil gegenüber anderen Datenbanken aufgeben? Wird eine freiwillge, dezentralisierte Gruppe von Usern illegale Inhalte aufspüren und im Monatstakt einen Hardfork vorschlagen um verbotene Inhalte auszuschliessen?

Ständige Hardforks wären imo völlig unpraktikabel und würden vermutlich nur Verwirrung stiften bzw. für regelmäßige technische Probleme bei Wallet-Betreibern und Exchanges sorgen. Und einen der großen Vorteile der Blockchain über Bord werfen. Ich persönlich denke, dass sie ne Lösung finden werden, dazu sind zu viele smarte Leute in dem Bereich tätig. Aber ich denke nicht, dass es irgendwas von dem sein wird, was aktuell prominent diskutiert wird.
 
als außenstehender kann ich immer weniger nachvollziehen, warum man in sowas geld investieren will...

So wie bei allem, was neu ist, ist es eine Wette auf die Zukunft. Entweder es geht über kurz oder lang voll in die Grütze, oder aber es revolutioniert Teilbereiche unseres digitalen Lebens. Die Möglichkeiten sind halt schon sehr umfangreich, vor allem abseits der langweiligen Zahlungsfunktion. Es gibt Projekte, die mittels Chip Produkte wie Babynahrung, Mode etc. fälschungssicher machen wollen. Das kann richtig groß werden, denn selbst wenn professionelle Fälscher an die Chips kommen, die zugrunde liegende Blockchains können sie weder fälschen noch manipulieren.

Oder ein anderes Projekt, welches die Blockchain als (nicht öffentlichen) Datenspeicher nutzt. Unternehmen und Regierungen könnten sie zur Speicherung geheimer Unterlagen nutzen, ohne dass irgendjemand sich dort einhacken könnte.

Oder Mikropayments zwischen online verbundenen Maschinen/Produkten, die heute schlicht unpraktikabel sind. Entweder wegen Gebühren oder weil Zahlungen unter 1 Cent schlicht nicht möglich sind.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, eben so wie die Möglichkeiten des Scheiterns.
 
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