Seit April beobachte ich den Kryptomarkt sehr aufmerksam und informiere mich über die dahinterstehende Technologie. Nach einem kleinen Test mit 25€ im Mai, um zu verstehen, wie das Ganze praktisch abläuft, habe ich mich vor gut 10 Tagen dazu entschieden, einzusteigen.
Ich persönlich glaube nicht mehr an eine Kryptoblase, sondern daran, dass wir hier den Beginn der nächsten technischen Revolution erleben, die ähnlich umfangreiche Auswirkungen auf uns alle haben wird wie die Erfindung des Internets. Möglich, dass einzelne Währungen crashen oder wieder verschwinden, ich glaube aber der Markt an sich hat sich etabliert und wird weiter wachsen. Natürlich bleibt ein leiser Zweifel, ich habe mich daher mit meiner Frau darauf verständigt, nur einen kleinen Prozentsatz unseres Vermögens zu investieren (aktuell sind wir bei etwas über 2% ... da die Kurse aber munter weiter klettern, erhöht sich der Satz nahezu täglich

). Wir wollen nun monatlich weiter investieren.
Ich habe mich jetzt zu einer dreiteiligen Anlagestrategie entschieden, wobei ich erst mal etwa mit der Verteilung Drittel/Drittel/Drittel fahren werde:
Bitcoin - als die Marke unter den Kryptowährungen komme ich nicht drum herum und bin überzeugt davon, dass ob der Marktkapitalisierung der Bitcoin nicht mehr verschwinden wird, sondern weiter wächst.
Ether - von der dahinterstehenden Philosophie und dem technischen Ansatz her halte ich Ether im Grunde für das aussichtsreichere Projekt im Vergleich zu Bitcoin.
OMG - für mich im Zusammenhang mit Ether ein tolles Projekt, an dessen Zukunft ich ebenfalls glaube und das möglicherweise erst in den Startlöchern steht.
Die große Stärke der Kryptos sehe ich vor allem in der dezentralen Struktur. Es kann keinen Dieselskandal geben, der dann plötzlich die Aktie um 15% abstürzen lässt, weil eben kein einzelnes Unternehmen oder Institution dahinter steckt, sondern der unkontrollierbare Markt.
Als größte Gefahr für die Kryptowährungen erachte ich drohende Verbote auf nationaler oder internationaler Ebene. Eine zunehmende Nervosität ist bei den Notenbankern dieser Welt auf jeden Fall zu beobachten, weil da etwas Unkontrollierbares in ihren perfekt regulierten Geldkosmos einzudringen versucht. Versteht mich dabei nicht falsch, ich glaube, Verbote würden den Markt nicht abtöten. Sie würden ihn aber in die Illegalität treiben und das wäre dann - zumindest für mich - ein großes Problem. Neben Unannehmlichkeiten, wie das deutsche Banken möglicherweise keine Zahlungen von Kryptobörsen mehr annehmen würden, will ich es mir als Familienvater nicht leisten, kriminell unterwegs zu sein. Ich hoffe daher, die Politik hält die Füße still, befürchte aber, dass es früher oder später zu Regulierungsversuchen kommen wird.
Danke übrigens
@Evin für seine sehr interessanten Posts hier im Thread, die mich mit dazu bewogen haben, das Investment zu wagen.