Mondknallschlumpf
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Ich finds auch wieder arm, dass nicht ein einziges Review diese Negativpunkte wirklich aufgegriffen hat. Geschmäcker und so, aber das die alle auf exakt gleicher Linie fahren ist schon mal wieder bezeichnend.
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michispielt schrieb:KaKun schrieb:Ok, bin durch. Tolles Ende, tolle Story, tolle Charaktere, tolles Art-Design, alles toll, nur das Spiel dazwischen hätte kaum uninspirierter sein können...
Kann ich so unterschreiben. Geht mir genauso.
michispielt schrieb:Ich finde Bioshock Infinite grundsätzlich auch super. Aber die Shooter-Elemente sind erstmals in der Bioshock Serie nicht gut gelungen. Es ist für mich fast schon störend und ich freue mich, wenn der Kampf vorbei ist.
UK: http://marketplace.xbox.com/de-DE/Product/BioShock-Infinite-Season-Pass/2fd3d328-9cd3-4846-a0db-1d89aee236ad
DE: http://marketplace.xbox.com/en-gb/Product/BioShock-Infinite-Season-Pass/2fd3d328-9cd3-4846-a0db-1d89aee236ad
Mondknallschlumpf schrieb:Ich finds auch wieder arm, dass nicht ein einziges Review diese Negativpunkte wirklich aufgegriffen hat. Geschmäcker und so, aber das die alle auf exakt gleicher Linie fahren ist schon mal wieder bezeichnend.
Kommentar – BioShock Infinite: Ein Storyblender lässt Kritiker erblinden
Wenn ein Spiel einen Metascore jenseits der 95 aufweist, kann man eigentlich schon fast vom Spiel des Jahres sprechen. Im Falle von BioShock Infinite wäre ich mir da allerdings nicht so sicher. Wir reden aktuell (Stand: April 2013) von einem Score von 95 (PC, PS3) bzw. 94 (Xbox 360) – bei derart hohen Wertungen steht dem Wörtchen Genrereferenz nicht mehr allzu viel im Wege. Im Grunde also alles supertoll, gäbe es da nicht einen Haken: BioShock Infinite ist bei weitem nicht in allen Belangen ein so tolles Spiel.
Bevor mir jetzt alle mehr oder weniger seriösen Kritiker des Spiels ins Wort fallen, gleich zum Einstieg ein paar beruhigende Worte: Sowohl in Sachen Setting als auch in sich schlüssigem Storytelling bekommt dieses Jahr Bioshock Infinite wahrscheinlich auch von mir den Oscar. JA, die fliegende Stadt Columbia ist eine der abgefahrensten und detailverliebtesten Kulissen der letzten Jahre. JA, die Story macht tatsächlich auf ihre Weise erstaunlich viel Sinn (wenn man sie denn versteht) und dürfte unter den Wenigen im Shooter-Bereich die Hochschulreife erreichen.
Aber mich stören auch gar nicht die tollen Aspekte des Spiels. Im Gegenteil! Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, dass sich die eingeschworene Fachpresse so sehr in die Story verliebt hat, dass sie das bestenfalls durchschnittliche Gameplay unter den Tisch fallen lässt. Wie schon im ersten BioShock sind die Shoot-Outs fürchterlich unübersichtlich, langweilig und übertrieben brutal. Das schwammige Waffenhandling ist für Shooterverhältnisse eine Katastrophe und die verschiedenen Plasmide, äh Vigors, auch oft zu viel des Guten. Auch der Schwierigkeitsgrad ist völlig unausgewogen und nicht praxisorientiert gestrickt: Jeder getöte Gegner bleibt tot, egal ob ihr danach sterbt oder nicht. Man kann sich also fröhlich von Gegner zu Gegner hangeln und zwischendurch problemlos sterben, bis man irgendwann fertig ist. Ein Game Over hat keine Konsequenzen und raubt dem Spielgeschehen jeglichen Witz. Es gibt jedoch gegen Ende ein paar Stellen im Spiel, wo dieses System völlig versagt: Ein Endgegnertyp kann Gegner respawnen lassen. Dummerweise respawnt eure Munition und eure Health Packs nicht. Sind alle Ressourcen aufgebraucht, müsst ihr euch bewusst killen lassen, um wieder etwas Start-Munition zu bekommen. Dumm dabei ist nur, dass bei jedem Tod auch eure Gegner etwas Energie tanken, was die besagten Kämpfe mit dem Endgegnertypen zu einem Teufelskreis aus Frustration in einem ansonsten ziemlich einfachen Spiel macht.
Richtig altbacken kommen die Skripts daher. Speziell der lange Einstieg bis zur ersten Actionsequenz ist ein Skriptfest aus der Steinzeit: Überall stehen Leute rum. Natürlich fangen sie erst an, ihren Text brav aufzusagen, sobald ich vor ihnen stehe. Ein Luftschiff mit einem Barbershop Quartet fliegt herbei und das Publikum tanzt vergnügt. Dumm nur, dass die Leute immer noch tanzen, auch wenn das Luftschiff schon längst über alle Wolken ist… Ich glaube, sie tanzen immer noch, während ich diesen Text eintippe. Die Illusion einer lebendigen Welt gelingt Bioshock Infinite nur, wenn man nicht stehen bleibt. Sobald ich länger als vom Entwickler gedacht an einer Stelle verharre, befinde ich mich wieder in einem ziemlich durchschaubaren Videospiel. Dann kommt noch das nervige Sammeln von Kleingeld in Mülltonnen (!) hinzu, was wie eine lahme Ausrede von Rollenspielelementen wirkt. Aber gut, den gleichen Fehler hatte ja schon das erste Bioshock gemacht. Hey, moment Mal. Im Prinzip handelt es sich auch um das gleiche Spiel! Tauschen wir die Kulisse und Story mal aus, würden wir vom Spielgefühl her sofort wieder in Rapture untertauchen.
Damit wir uns klar verstehen, die letzten 25 Minuten von BioShock Infinite haben mich auch geflasht und es ist ein Gänsehaut-Ende, an das man sich lange erinnern wird. Gerade in Respektive zum Ende macht es Spaß, bestimmte Szenen im Spielverlauf nochmal zu überdenken und das ein oder andere Aha-Erlebnis abzurufen. Das Spiel hat also definitiv seine Stärken, aber auch unübersehbare Schwächen. Einen Metascore von 95 kann ich daher nicht ernst nehmen. Bioshock Infinite ist unter seiner glänzenden Schale einer clever verpackten Story und detailverliebten Kulisse ein ziemlich altbackener, rudimentärer Shooter, der sich seit dem ersten BioShock kaum weiterentwickelt hat. Liegt das Problem vielleicht gar nicht am Spiel, sondern am Videospiele-Journalismus? Ist BioShock Infinite der Beweis, dass die Presse zwar einem Grafikblender, nicht aber einem Storyblender gewachsen ist? Selbst das beste Drehbuch muss nicht automatisch zum besten Film des Jahres führen. Bei den derzeitigen Rezensionen habe ich oft das Gefühl gehabt, dass die Endnote sich ausschließlich auf die letzten 25 Minuten im Spiel bezieht. Also ist alles Schall und Rauch, solange das Ende passt? Demzufolge wären etliche Spiele auf ganzer Linie unspielbar, weil sie oft mit einem unbefriedigenden Knall zu Ende gehen.
Mich würde mal eure Meinung interessieren. Habt ihr BioShock Infinite durchgespielt und seid vom Ende so geflasht, dass ihr eine 9 bis 10 vergeben würdet? Kann ein Ende so gut sein, dass alle Schwächen vergeben und vergessen sind? Ich mache mal den Anfang. Aus reiner Gameplaysicht bekäme BioShock Infinite im Rahmen unserer IKYG-Werteskala von mir eine durchschnittliche 6. Für das einzigartige Setting und die Mindfuck-Story runde ich großzügig um zwei Punkte auf 8 auf. Aber 9? Oder gar 10? Nicht in meiner Dimension, Freunde. Redakteure von nah und fern, die sich jetzt angesprochen fühlen, dürfen natürlich auch gerne mitkommentieren. Ring frei, dingdingding!

Haben zwei unterschiedliche Leute geschrieben.Zimtzicke schrieb:im Fazit steht kein Wort über die Kritiken, die im Kommentar auftauchen.
http://www.iknowyourgame.de/highlights/kommentar-bioshock-infinite-ein-storyblender-lasst-kritiker-erblinden/comment-page-1/#comment-38884Standard-Shooter [...] Ich habe nichts anderes erwartet. Aber genau das macht mir so Spaß.
[...] im Grunde wusste jeder was ihn erwartet.
Ja, ok, allerdings bist du da gerade bei der Test-Kommentar-Kombination doch sehr überkritisch. Ich könnte es verstehen, wenn so eine doch deutlich Diskrepanz z.B. bei 4Player oder Gamestar auftauchen würde, aber ich schätze die Seite da auch Hobby-Projekt ein und nicht mehr. Da stehen die persönlichen Geschmäcker / Vorlieben und Empfunden halt stärker im Vordergrund.Zimtzicke schrieb:Es kommt einem nur doch seltsam vor, wenn ein Review ein Spiel hyped [...] und dann ein Kommentar auf der gleichen Seite Kritik auf den Tisch bringt, die die Presse nicht beschrieben hat.
Ich weiss, unterschiedliche Meinungen...
Das Game(play) "zündet" halt nicht bei allen. Mir hat es gerade im Vergleich zu Bioshock 1 doch deutlich weniger Spaß gemacht.Der_Geächtete schrieb:Es wird Kritik auf das Gameplay gebracht das niemand als "revolutionär" angepriesen hat.
[..]
Zusammengefasst kommt mir die Kritik einfach irgendwie komisch vor.
Der_Geächtete schrieb:Irgendwie fühlt sich die Kritik bei Bioshock ganz komisch an.
Es wird Kritik auf das Gameplay gebracht das niemand als "revolutionär" angepriesen hat.
Es gibt die Fraktion wie mich die sagt Ihr habe auch das Gameplay Spaß gemacht.
Ich sage ja gar nciht dass es neuartig war, Ich sage nur es hat MIR Spaß gemacht.
Wenn Doom 4 sich so spielt wie Doom 3 dann werde Ich auch wieder sagen es hat MIR Spaß gemacht auch wenn es nicht neu ist.
Das Spiel ist imo auch nicht so gut weil die Story alles rausreisst. Es ist einfach ein stimmiges und rundes Gesamtpaket.
Der_Geächtete schrieb:Dann wird kritisiert dass die NPCs nur Skripten nachgehen? Hallo? Was ist dass den für eine Kritik?
Das Ergebnis ist dass die Welt gefühlt authentisch ist. Sollte es nicht darauf ankommen?
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