Habe Bioshock 2 durchgespielt und bin richtig begeistert von.
Gut, liegt auch daran das ich vorher die Wii ausprobiert habe und direkt davor noch Hulk durchspielte, aber naja
Grafisch sieht es insgesamt wieder unglaublich gut aus, was vor allem an dem grandiosen Art-Design von Rapture liegt.
Ganz großes Lob an die Art-Designer von Bioshock und Teil zwei. Auch wie detailliert und liebevoll alles ausgearbeitet ist, ist bemerkenswert. Da merkt man den Unterschied zwischen Trippel A Studios und solchen wie ****.
Ob es nun besser oder schlechter als der Erstling aussieht kann ich schwer sagen, da ich Bioshock gespielt habe als es erschien und den zweiten Teil erst letzte Woche anfing.
Da aber das Setting und die Engine dieselben sind wird es wohl kaum optische Unterschiede geben.
Das einzige was mich stört ist aufsprudelndes Wasser, welches in Teil 1 schon schlecht ausschaute. Zumindest daran kann ich mich noch erinnern und zumindest das wurde nicht verbessert. Wenn man nah an die kleinen Wellen ran geht kann man auch Artefakte erkennen und es wirkt so als ob die Wellen, wenn man nah dran ist, langsamer verlaufen.
Hier und da gab es auch mal nachladende Texturen, was nur einmal störte und zwar während einer Bahnfahrt.
Slowdowns und Ruckler gab es, bis auf den Endkampf am Schluss, gar keine. Oder ich habe sie nur nicht bemerkt.
Insgesamt technisch sehr sauber.
Am Spielablauf/-gefühl hat sich, auch wenn man nun einen Big Daddy spielt, nicht gerade viel getan.
Zwar mag es neue Waffen, Plasmide und Tonika geben, aber am Gameplay hat sich trotzdem nichts verändert, was nicht negativ gemeint sein soll.
Apropos Plasmide und Tonika.
Mit denen wird man regelrecht zugeschissen und man fragt sich echt warum es so viele gibt.
Besonders da das Plasmid "Einfrieren" wohl das absolut stärkste des Spieles ist und man es nur bis Stufe 2 aufleveln muss, um bequem durch das Spiel zu kommen.
Natürlich ist es schön das es eine gewisse Vielfalt gibt, aber die Menge, die einem aufgetischt wird ist schon beängstigend.
Generell hat das Spiel eine unglaubliche Tiefe.
Was man da alles machen kann. Fallen bauen, Kameras, Geschütze, Bots hacken, die ganzen Plasmide, dann das erforschen der Gegner usw.
Unglaublich!
Gab es zwar auch alles in Teil 1, aber dennoch, unglaublich!
Und was Bioshock 2 geschafft hat, was nicht vielen Spielen gelingt, ist das ich jedes scheiß Tonband aufgenommen und angehört habe und in jedem Schrank geguckt habe, was drin ist.
Zwei Tonbänder haben mir besonders gut gefallen. Auf einem wundert sich Andrew Ryan warum ein Depp im leere Spritzen abkauft und auf dem anderen erklärt der "Depp" das er die füllt (oder so) und für erheblich mehr die an Ryan wieder verkauft

Die Immersion des Titels und das daraus resultierende Interesse an z.B. den Tonbändern, klappte/greift wohl auch nur weil die Welt Rapture so glaubhaft ist und man sich denkt das es wirklich so ablief.
Vor allem dank solcher "Details" wie z.B. dem Museum, in dem, wenn auch nur rudimentär, die Entstehungsgeschichte erzählt wird.
Toll!
Habe auf Mittel gespielt und die Vita-Kammern angelassen, weswegen die Aussage jetzt vielleicht kurios anmutet, besonders da ich öfter gestorben bin, aber das Spiel ist zu leicht.
Und das dank der Plasmide, den Tonikas, der Menge an Waffen und der unterschiedlichen Munition und weil man noch Bots etc. hacken kann.
Selbst andere Big Daddys sind kein Problem.
Der Endkampf zum Ende hin war z.B. auch ein Klacks.
Dem gegenüber stehen aber einige Kämpfe, die arschschwer sind und man froh ist über die Vita-Kammer, die im selben Raum platziert wurde.
Die Spielzeit wird zwar von einigen mit 15h angegeben, mir kam es aber kürzer vor. Lag vielleicht auch daran das ich so hineingezogen wurde und gar nicht mehr gemerkt habe wie die Zeit vergeht.
Der Pluspunkt von Bioshock war, neben der Grafik, den Plasmiden usw. vor allem die Story.
Zwar war sie auch in Teil 2 nicht schlecht, aber so ein *BÄM* Gefühl gab es nicht. Auch keinen Twist oder Enthüllungen wie in Bioshock 1.
Dafür war wieder alles mit allem verwoben wurden (Tonbänder, Sequenzen).
Würde gerne mal wissen wie viele Leute da an der Story sitzen und darauf acht geben das alles stringent ist.
Nichtsdestotrotz muss ich nicht noch einmal nach Rapture abtauchen.
Zwar hatte ich jetzt nicht das Gefühl gehabt alte Bereiche noch mal zu erleben und Rapture ist sicherlich groß genug um noch einige neue Bereiche zu zeigen, z.B. eine ganze Ebene die tiefer liegt, z.B. in einem Seegraben. aber dennoch.
Gut, einen dritten Teil wird es wohl eh nicht mehr geben, da die meisten/alle tot sind.
Würde dem Titel eine 8/10 geben, wenn es kein Bioshock 1 gäbe wäre es wohl eine 9/10.
Kleine Anmerkung noch,
Eleanor sah schon ziemlich heiß aus
Und noch eine, da sie mir nach dem Text einfiel

Die Mission mit der Little Sister fand ich grandios.
Schön mal zu sehen wie eine Little Sister Rapture wahrnimmt.
Und sie erwecken, besonders wenn sie versuchen in die Lüftungsröhre zu kriechen, ein gewisses Gefühl der Empathie, so das man ihnen am liebsten direkt helfen will.

Das wird noch verstärkt wenn man sich gewisse Tonbänder anhört (Stichwort:Knochen!)