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MULTI Biomutant

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Generell RPGs ohne Open-World.

So spontan aus der Pistole geschossen...

Torment
Planescape
Baldurs Gate
Icewind Dale
Pillars of Eternity
Tyranny
Mass Effect 1-3
Knights of the Old Republic
Bloodborne
Vampire: The Masquerade - Bloodlines
The Witcher 1 & 2
The Bard's Tale
Valkyria Chronicles
Neverwinter Nights
Shadow Hearts: Covenant
Persona 3
Dragon Age: Origins
Final Fantasy Tactics
Legend of Heroes Titel

...die Liste lässt sich beliebig um ein Vielfaches aufblähen.

Kann mir vorstellen, dass du jetzt darauf hinaus willst jedes Spiel mit größeren Arealen oder sogar Hub Welten als Open World Titel hinzustellen. Nein, das sind sie meiner Meinung nach nicht. Open World ist für mich vorrangig so etwas wie zum Beispiel die Elders Scrolls Teile, GTA3+, Witcher 3, die Xenoblade Titel, Final Fantasy XV, Breath of the Wild, Horizon und Konsorten. In diese Richtung scheint auch Biomutant zu gehen, sofern ich das anhand des Materials und der Infos einschätzen kann.
 
Ne, ich frag mich eher wie man so ein Konzept wie Biomutant auf ein Gerüst einiger deiner Genannten ziehen will, ohne sich dabei sofort in eine tiefe Niesche zu spielen. Ich meine das ganze Art-Design ist schon Geschmackssache und dann noch solch introvertierte Gameplay-Konzepte wie Torment, oder Misch-Genres wie Tactics oder Valkyria Chronicles? Glaube kaum das solche Verrenkungen großen Anklang finden, gerade wenn doch eher alles nach einer Form von Zelda schreit.

Außerdem sind viele deiner genannten Titel in Sachen Open-World eher Opfer ihrer damaligen Limitierungen, als bewusste Design-Entscheidungen. Ein Bloodlines z.B. war in Hubs aufgeteilt, weil es die Engine nicht anders zuließ. Dem Spiel hätte eine offenere und zusammenhängende Welt garantiert nicht geschadet und die Entwickler hätten sie bestimmt auch umgesetzt, wenn es möglich gewesen wäre. Beim Witcher das Selbe. Mass Effect oder Dragon Age bestanden auch nur aus kleinen Level-Häppchen, welche dadurch vielleicht von Quests dichter besiedelt waren, aber den Spieler trotzdem immer und immer wieder durch die selben Kulissen gescheucht haben. Gerade Dragon Age hat meiner Meinung nach enorm unter den teils winzigen Leveln gelitten.

Natürlich haben diese Spiele auch Spaß gemacht, aber ich kann schon verstehen warum große RPGs mittlerweile auf die offenen Welten setzen. Man will halt was zu tun haben und seinen Pfad und das Abenteuer selber suchen, bzw. sein eigenes Tempo bestimmen können, statt nur der Narrative hinterherzulaufen. Ist natürlich Geschmackssache und mir persönlich gefällt sowohl das eine als auch das andere, aber gerade für so ein Spiel wie Biomutant ist eine offene Welt doch geradezu Pflicht.

Wichtiger ist eher ob trotz der offenen Welt eine tolle Geschichte erzählt, eine tolle Atmosphäre aufgebaut und durch die Größe der Spielwelt nicht auseinandergerissen wird. Eine spannende Geschichte oder tolle Figuren müssen nicht unter einer Open-World leiden, wenn sie denn richtig inszeniert sind. Ob man den narrativen Schwung dann mit allerlei Nebenaufgaben verwässert, ist ja dann eher Problem des Spielers und nicht des Spiels.
 
Ich meine das ganze Art-Design ist schon Geschmackssache und dann noch solch introvertierte Gameplay-Konzepte wie Torment, oder Misch-Genres wie Tactics oder Valkyria Chronicles? Glaube kaum das solche Verrenkungen großen Anklang finden, gerade wenn doch eher alles nach einer Form von Zelda schreit.

Das stimmt natürlich und gebe dir hier völlig recht. Auf der anderen Seite scheint Biomutant jetzt auch keines dieses sündhaft teuren Spiele zu werden, die sich millionenfach verkaufen müssen, um Gewinn zu bringen.

Was Zelda angeht: Da mache ich mich zwar bei vielen sehr unbeliebt aber ich empfand Breath of the Wild als das bisher schwächste große Zelda.


Gerade Dragon Age hat meiner Meinung nach enorm unter den teils winzigen Leveln gelitten.

Das empfand ich nicht so schlimm, wenn du damit nun Origins meinst. Eher umgekehrt, wenn man Inquistion mit ins Boot holt. Das hat an seiner aufgeblähten Welt gelitten.

Außerdem sind viele deiner genannten Titel in Sachen Open-World eher Opfer ihrer damaligen Limitierungen, als bewusste Design-Entscheidungen. Ein Bloodlines z.B. war in Hubs aufgeteilt, weil es die Engine nicht anders zuließ. Dem Spiel hätte eine offenere und zusammenhängende Welt garantiert nicht geschadet und die Entwickler hätten sie bestimmt auch umgesetzt, wenn es möglich gewesen wäre.

Bloodlines war bereits in seiner damaligen Form zu überambitioniert. Das wäre im OW Faktor vollkommen daneben gegangen. Man bedenke nur wo Bloodlines Stärken waren und dass es sich hier genau um einige der größten Schwächen des Open World (Sub-)Genres handelt.


Wichtiger ist eher ob trotz der offenen Welt eine tolle Geschichte erzählt, eine tolle Atmosphäre aufgebaut und durch die Größe der Spielwelt nicht auseinandergerissen wird. Eine spannende Geschichte oder tolle Figuren müssen nicht unter einer Open-World leiden, wenn sie denn richtig inszeniert sind.

Genau das ist aber so ziemlich eines der größten Probleme welches ich mit Open World Spielen habe. Die meisten Spieleentwickler scheinen es nicht gebacken zu bekommen die narrative und inszenatorische Stärke von linearen Spielen ins Open World Genre zu transportieren. Gute Negativ-Beispiele in dieser Gen sind imo Metal Gear Solid V und Final Fantasy XV. OK, Final Fantasy war schon immer cheesy aber so narrativ dünn wie Teil 15 empfand ich noch kein großes Final Fantasy der letzten 25 Jahre. Kojima, dem Altmeister was Inszenierung und Story Overload betrifft, habe ich es mehr als allen anderen zugetraut die narrativen Stärken seiner linearen Titel in einen Open World Titel zu transferieren aber sogar Kojima hat dabei meiner Meinung nach Schiffbruch erlitten.

Ein anderes Problem ist das Gamedesign mit dem die meisten Open World Titel daher kommen. Es ist möglichst simpel gestrickt, um eine breite Masse von Spielern bei Laune zu halten und ergießt sich in leicht voneinander abweichenden Mustern auf eine gewaltige Spielzeit. Die meisten Spiele bauen auf rinse and repeat auf aber Open World Titel treiben das liebend gerne auf die Spitze. Ich hasse es wenn mich ein Spiel für eine längere Zeit einfach nur in einer simplen Gameplay Loop beschäftigt halten will. Da weiß ich mir unzählige bessere Alternativen, denen ich meine verfügbare Zeit bereitwillig zuwerfe. Ich liebe Spiele die Wert auf ihre Narration legen oder mich mit ihrem kniffeligen oder komplexen Gameplay fordern - alles Punkte die kaum ein Open World Spiel zu erfüllen weiß aber wenn doch, dann beiße ich auch im Open World Sub-Genre an.


Dem Spiel hätte eine offenere und zusammenhängende Welt garantiert nicht geschadet und die Entwickler hätten sie bestimmt auch umgesetzt, wenn es möglich gewesen wäre. Beim Witcher das Selbe.

Das ist interessant, es hier zu nennen. Witcher 3 ist mMn der einzige Open World Titel bei dem dieser vorhin erwähnte "Narrations-Transfer" bisher wirklich funktioniert hat (der andere Eckpfeiler sind die Elders Scrolls Titel, auch wenn sie augenscheinlich narrativ Grütze sind aber da gibt es etwas, das nennt sich Environmental Storytelling und da zeichnet sich keine Spielereihe mehr aus Elders Scrolls) und in den Entwickler Interviews hat CDPR auch immer angemerkt welches Mammut Projekt Witcher 3 im Vergleich zu seinen Vorgängern war und wie viel Energie in die narrative Seite des Spiels investiert wurde, damit man hier trotz Open World Konzept an die Vorgänger anknüpfen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber welches Spiel ist denn auf lang oder kurz kein Gameplay-Loop? Du machst immer irgendwo, irgendwann das Selbe. Ich glaube das hat dann eher was mit der persönlichen Motivationsspanne zu tun, je nachdem auf was man eigentlich Bock hat, als mit der Tatsache, dass es 'ne Open-World ist. Dann fehlt dir für bestimmte Spielwelten vielleicht einfach das emotionale Investment, oder die Geduld, und willst eher die Narrative ständig vor der Nase baumeln haben. Aber es gibt genug Leute, die sich in diesen Welten verlieren und eintauchen können, und das dann als Rollenspiel ausleben.

Dieses ständige Verteufeln von Spielen, bloß weil sie 'ne Open World haben, ist halt langsam etwas albern. Natürlich gibt es Spiele mit offenen Welten, bei denen diese besagte "offene Welt" nicht mehr ist als eine Entschuldigung für mangelndes Gamedesign. Jüngstes Beispiel Agents of Mayhem, oder so'n Kram wie Mad Max. Die Dinger sind so low-effort und Bausatz, ein zusammenfaltbarer Stadtplan ist interaktiver und abwechslungsreicher als deren Spielwelten. Da macht man zwischen Flächen von Nichts aber auch wirklich nur das Gleiche. Das kann man trotzdem nicht in einen Topf mit anderen Spielwelten schmeißen, bloß weil sie anstelle des Nichts Aufgaben, Kleinigkeiten und Gameplay anbieten und sich beim Zocken vielleicht im Roten Faden verheddern.

Ich denke jedenfalls das man einem Biomutant seine Open-World nicht jetzt schon als Strick drehen sollte, denn Sinn macht sie auf jeden Fall. Am Ende muß es halt einfach Spaß machen und für mich sieht das bis jetzt stark danach aus. Auf 'ne krasse Erzählung hoffe ich in dem Fall aber auch gar nicht, dafür ist das gesamte Design schon Abwechslung genug. Allein schon da mit seinem selbsterstellten, schwerschwingenden Fellknäuel durch die Gegend zu ziehen... :O_o:
 
Ich verstehe was du meinst aber an meinem Standpunkt ändert das nicht viel, da es bei mir nur selten funktioniert. Entweder die Welt entfaltet zu wenig Sogwirkung, die Narration ist zu schwach oder das Gameplay nicht mächtig genug, um mich durch die gewaltige Spielzeit eines OW Titels zu schleifen (oft trifft halt auch alles auf einmal zu).

Selten ist dabei das Stichwort, denn es gibt sie ja doch, diese OW Titel die mir gefallen.

Nur ein paar Beispiele die ich mochte, um mich nicht als völliger OW Hater zu outen...

Witcher 3
Xenoblade Chronicles
Xenoblade Chronicles X
Red Dead Redemption
The Elder Scrolls Reihe
Gothic 1 & 2
GTA
Fallout 2

Ich bin nur arg skeptisch bei jedem OW Game, besonders nachdem diese Gen schon einige meiner liebsten, großen IPs in OWs umgewandelt hat, die danach mMn eine Bauchlandung erlebten bzw. nicht mit ihren Non-OW Vorgänger schritt halten können (Zelda, Metal Gear Solid, Final Fantasy, Dragon Age, Mass Effect). Da geht mir halt der Glaube an das Konzept verloren.

Abgeschrieben habe ich Biomutant auch nicht ganz. Wird beobachtet, da ich Idee und Style geil finde aber bin sehr skeptisch dabei.
 
Narrator-Kommentare lassen sich justieren
Depending on the amount of time a gamer plays during a single session, the narrator’s settings will scale accordingly. The longer someone plays, the less frequently voice-overs should be heard. In addition, players will have a slider they can use to manually adjust the amount of narration during gameplay. However, the storyteller’s voice cannot be completely cut off, as he is essential to the Biomutant’s story. The narrator offers context, as well as background information about the world, and is also a currently-unrevealed character.
http://onlysp.com/biomutant-narration-is-adjustable/
 
Da steht Minimum. Also, wenn man die Mainquest durchbolzt, ohne nach links oder rechts zu gucken. Da man aber in einer Open World eigentlich immer Massen an Sidequests hat, kommt da auch wohl niemand hin, der es nicht drauf anlegt.
 
selbst dann wären 10h aber arg wenig für ein RPG.
Wenn das in der Spielzeit schaffbar is, is Charakterentwicklung ect. wohl komplett unnötig oder gibts gar nicht..

Is ja jetz kein Action OW Titel..
 
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Geb ich dir vollkommen Recht. Dennoch wirkt das etwas sehr schmal. Aber das Design und alles reißt das raus. Ist bei mir eh gesetzt als Day1. Sowas muss man unterstützen.
 
Ich hab irgendwie die Befürchtung, dass Biomutant ein Monsterflop wird, der Nordic das Genick bricht. Nicht falsch verstehen, ich finde es cool, dass wir wieder mal so eine Art Spiel bekommen. Ist mir aber trotzdem ein Rätsel wie man sowas greenlighten kann.

Wäre jedenfalls schade um THQ Nordic, die gerade erst richtig in Fahrt kommen.
 
Ich hoffe ja das Beste, habe aber auch meine Befürchtungen.
Die Pics sehen super geil aus und machen Lust auf mehr, das bisher veröffentlichte Gameplay sieht allerdings sehr unbeholfen und starr aus. Aber das kann sich ja noch entwickeln.
 
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