Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Bettler Geld geben?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Eine Frage die in mir immer wieder leichte Gewissensbisse auslöst. Wer kennt es nicht, wenn man durch die Stadt geht, heruntergekommene Menschen an jede Ecke stehen und um Almosen betteln.

Wenn man sich bewusst wird, dass jeder Mensch sein Dach über dem Kopf, seine Arbeit, einfach sein geregeltes Leben verlieren kann und oftmals nichts dafür kann, dann kommen Gefühle wie Angst, Mitleid, Trauer usw. zum Vorschein.

Doch die ersten Gedanken drehen sich nicht um Existenzängste, sondern eher um die Ausländer, die organisiert in Gruppen Geld erbetteln. Die Menschen die Kinder dafür benutzen um ihren Zweck zu erfüllen. Die sich körperlich behindert Stellen, aber es nicht sind. Die nicht arbeiten gehen "wollen", aber stattdessen uns nur Unbehangen zu fügen.

Aber sogar die "Art" von Bettlern kämpfen meistens nur ums nackte Überleben und kriegen zum Teil mein Verständis für ihr Verhalten. Trotz meines Wissens, trotz meines Mitleids für ihre Situation, sind die Gedanken der Falschheit und Faulheit ihrer Seits in meinem Kopf, wo ich mich weigere ihnen Almosen zu geben. Auch treibt mich der Gedanke an, wenn ich in dieser Situation wäre, dass ich jeden Scheißjob machen würde, bevor ich so was tun würde. Warum können die es nicht tun(klingt sehr kindisch und naiv von mir, aber mit Absicht!) Ein Kampf wo Verständis, aber auch Unverständis für dieses Verhalten in mir Kämpfen. Meine Frage bzw. Fragen wären: Wie sieht ihr "solche" Menschen? Irgendwelche besondere Erfahrungen gemacht? Gebt ihr Geld her oder behaltet es für euch? Sind diese Bettler alle Abzocker, oder nur arme Schweine?
 
Mir tut es am meisten leid, wenn sie Hunde neben sich haben, egal ob das Taktik ist oder nicht.. die Tiere können nichts dafür und sitzen dann den ganzen Tag mit da rum.

Gegeben hab ich aber ehrlicherweise noch nie was
 
Ich gebe schon ab und zu mal 1-2€ wenn da jemand ist. Natürlich wird es auch da Abzocker geben, aber ich bin niemand der immer zuerst an einen Betrüger denkt.
 
Ich gebe oft. Ich habe genug und mich stürzt es nicht in den Ruin.
Hab auch schonmal einen Zehner gezückt.
Und wenn der "Beschenkte" sich dafür besäuft, ist das seine Sache. Sobald ich das Geld gebe, geht mich das nichts mehr an und es ist die Privatsache der Person, die das Geld nun besitzt.
 
BAZONG schrieb:
Ich gebe oft. Ich habe genug und mich stürzt es nicht in den Ruin.
Hab auch schonmal einen Zehner gezückt.
Und wenn er sich dafür besäuft, ist das seine Sache.

Man könnte ihnen auch einfach etwas Gebäck geben welches man nebenan beim Becker gekauft hat. Das könnten sie dann nicht versaufen. :D
 
Freezi schrieb:
Man könnte ihnen auch einfach etwas Gebäck geben welches man nebenan beim Becker gekauft hat. Das könnten sie dann nicht versaufen. :D

Hab ich auch schon gemacht, Brot, Wurst usw. gekauft. Und obendrauf noch Geld gegeben. Aber erst einmal. Das hatte dann sowas Bevormundendes an sich und das mag ich nicht.
 
Ich hab da keine festen Grundsätze. Ich geb nur prinzipiell Punks nichts. Bei normalen Bettlern kommts drauf an. Auf meinem Weg zur Arbeit sitzen da immer welche. Bei denen die man mitterweile "kennt" geb ich ab und zu was. Nicht nur zu Weihnachten, obwohl da mein Portmonae schon ein bischen lockerer sitzt als im Sommer. Bei offensichtlich "behinderten" Bettlern geb ich garnichts, das sind meißtens organisierte Banden, da kriegen die armen Schweine sowieso nichts davon ab, das kassieren die Hintermänner. Besonders wenn die normalen Bettler die ich schon häufiger gesehen habe ihre Hunde dabei haben geb ich schneller als bei welchen ohne. Ich weiß, das die darauf abziehlen, aber ich bin eben so gepolt. Ich kauf da auch schonmal ne Dose Hundefutter im nächsten Schlecker/Kloppenburg, bis jetzt haben die sich auch darüber immer gefreut. Wenn da irgendwelche Osteuropäger mit ihren Babys sitzen geb ich nichts, weil ich das klar als Abzockertum ansehe. Ich bin da sehr ambivalent.
 
Freezi schrieb:
Ich gebe schon ab und zu mal 1-2€ wenn da jemand ist. Natürlich wird es auch da Abzocker geben, aber ich bin niemand der immer zuerst an einen Betrüger denkt.

Obwohl ich eigentlich so gut wie nichts gebe(sehr selten) und vielleicht durch meine Antwort als Heuchler da stehe, finde ich dein Verhalten sehr cool. Ich finde es sogar Vorbildhaft - nur, hat mich mein Leben so geprägt, dass mein Unbehagen in solchen Dingen so sehr im Weg stehen, dass ich nur sehr schwer sie überschreiten kann. Es ist lustig, wenn man von der Gesellschaft so beeinflusst wurde, dass man sich zwar dessen bewusst ist, aber es sich wie ein Teil seiner Selbst anfühlt. Und wie gesagt, ist mein Ego zu groß, um sich vorzustellen, dass ich der Mensch sein könnte, der Betteln muss um zu Überleben. Mir wurde schon öfter gesagt, dass ich eine Willenskraft besitze auf die ich zurückgreifen kann, die aber viele Menschen wiederrum nicht haben. Obwohl eigenen Lob stinkt( es ist peinlich, aber ich wüsste sonst nicht wie ich es anders formulieren sollte), verstehe ich zwar das jeder Mensch im Dreck landen kann, aber mir fällt es schwer zu begreifen, wie man sich seinem "Schicksal" so hingeben kann, anstatt zu kämpfen.
 
blue schrieb:
Besonders wenn die normalen Bettler die ich schon häufiger gesehen habe ihre Hunde dabei haben geb ich schneller als bei welchen ohne. Ich weiß, das die darauf abziehlen, aber ich bin eben so gepolt.

So gehts mir aber auch. Da die Hunde denen in den meisten Fällen auch alles bedeuten, bin ich da durchaus ergiebiger.
 
Irgendwo mal gelesen, dass man nur dann Geld geben sollte, wenn man dafür sorgen kann, dass es einem vernünftigen Zweck zugeführt wird => Essen etc. kaufen. Da merkt man dann eh sehr schnell, ob er es wirklich notwendig hat, oder ob er sich um das Geld lieber Zigaretten gekauft hätte.

Was ich manchmal mache: In Wien gibt es das Monatsmagazin/-zeitung "Augustin", welches von Arbeitslosen geschrieben und im Straßenverkauf vertrieben wird. Kaufe ich manchmal, weil ich das irgendwie mit der Motivation gleichsetze, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Leider gibts da mittlerweile auch schwarze Schafe, die diese Magazine "schwarz" verkaufen - muss man sich mittlerweile auch immer den Ausweis zeigen lassen. :wand:
 
Ich gebe auch generell nichts. Das hat nichts damit zu tun, dass ich strickt dagegen wäre oder so, es macht mir das leben lediglich einfacher. Wenn man da regeln für sich aufstellt, an die man sich hält muss man sich nicht jedes mal aufs neue Fragen "geb ich jetzt was oder nicht".
So halte ich es bei jedem der mir was auf der strasse/ an der Tür andrehen will, bei bettlern und unterschriften sammlern. Sicher mache ich es mir da leicht, allerdings kann ich damit leben weil ich in 95% der fälle so automatisch die richtige entscheidung treffe.
 
Freezi schrieb:
blue schrieb:
Besonders wenn die normalen Bettler die ich schon häufiger gesehen habe ihre Hunde dabei haben geb ich schneller als bei welchen ohne. Ich weiß, das die darauf abziehlen, aber ich bin eben so gepolt.

So gehts mir aber auch. Da die Hunde denen in den meisten Fällen auch alles bedeuten, bin ich da durchaus ergiebiger.

Oh ja. Die Hunde tun mir auch immer so leid auch wenns masche ist sieht man in die Augen des Hundes und würde ihn am liebsten mitnehmen. Denn diese können nichts für ihr darsein. Man muss aber auch sagen bei uns gibts weniger Bettler als vor 10 Jahren. Und Bettlern die gewollt ein trauriges Gesicht ziehen kriegen auch nichts. Da weiß man das dieser gewollt auf dein Geld aus ist. Bei anderen die traurig und beschämend auf den Boden schauen und eben nichts erwarten kriegen dann auch mal was.
 
@Karizma
Wobei selbst die Bettler, die nur auf den Boden schauen, nur dein Geld haben wollen.

om3ga schrieb:
Vor unserem BILLA (Lebensmittelgeschäft) steht auch ein Kerl, der fix zu so einer Bande gehört. Der wird von Woche zu Woche verkrüppelter! :grins:

Das mit dem Augustin wusste ich nicht :skep:
Bei unserem Billa steht auch immer ein Augustin Verkäufer. Der ist mir aber suspekt. :klopf:
 
Eig geb ich Bettlern kein Geld. Zumindestens keinen osteuropäisch angehauchten. Hab da immer Angst, dass sie in Banden sind, die das professionell betreiben.
 
Zurück
Oben