Dow Jones
ASCEND TO ULTRA
Battlefield 4
Tja, die neue Generation ist ja schon wieder ein paar Wochen alt. Die erste Welle an Spielen hat man durchgespielt oder ist kurz davor. Ich bin ja meiner Linie bisher treu geblieben und habe mir nicht alles gekauft, was es zum Ausprobieren schon gibt, aber bei Battlefield 4 habe ich es mal riskiert. Zurecht?
Ich werde die Grafik, den Singleplayer und den Multiplayer ansprechen. Zudem werde ich noch ein wenig haten müssen, da die technischen Defizite immer noch nicht ausgeräumt sind.
Die Grafik
Alles in Allem macht die Grafik einen sehr guten Eindruck. Sowohl im SP als auch im MP. In vielen Stellen werden schon beeindruckende Szenarien aufgefahren. Der Trend, der schon in der letzten Generation begann, nämlich auf Partikel-Effekte zu setzen, setzt sich auch hier fort. Und die Reflektionen auf den Waffen sind wirklich echt lecker. Zudem ist die Atmosphäre, die das Spiel vermittelt, unglaublich gut. DAS. IST. KRIEG! Da kann sich auch ein Killzone noch ne Scheibe abschneiden. Das war ja wirklich mehr Schleichgeballer, Battlefield kracht und bämt an allen Ecken. Doch auch hier ist nicht alles perfekt. Die 900p sieht man leider doch. Und das ist schade, denn, obwohl das Spiel gut aussieht, sehe ich nicht, warum die 1080p nicht möglich sein sollten. Ich schiebe das auf eine Lernkurve. Die Charaktermodelle sind okay, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Ansonsten läuft das Spiel technisch sauber und während man selbst spielt, gibt es keine Slowdowns oder Ruckler. Der MP läuft normalerweise auch sauber, ohne groß an optischer Brillanz einzubüßen.
Der SP
Der SP bei Battlefield wird ja von vielen nur als Trainingsmode betrachtet. Zumindest kauft man sich kein Battlefield für den SinglePlayer. Das wird von mir auch unterschrieben. Dennoch sollte der SP in einem Spiel nicht nur Beiwerk sein, sondern einen emotional auch mitreißen. Diese Anforderung wird vielleicht nicht von allen geteilt, aber wenn ich den schon serviert bekomme, dann bitte auch richtig.
Ich mache es ganz kurz und schmerzlos. Der SP ist Grütze. Es hat seine Momente, ohne Frage, aber eigentlich spielt man ein Flickenteppich von Szenarien, die nicht aufeinander aufbauen und irgendwie gar keinen Sinn ergeben. Es ist ja gerade Mode Shooter auch in ihren Storykapazitäten zu bewerten. Zurecht! Und was einem hier als Geschichte präsentiert wird, liest sich wie das Skript eines 8Jährigen. Die USA krebsen mit der USS Valkyrie im Chinesischen Meer herum. Warum weiß ich leider nicht. In China herrscht Bürgerkrieg? Oder eine Revolution? Oder ein Aufstand? Weiß man leider nicht. Naja, man tötet in den Leveln drei unterschiedliche Fraktionen, aber man weiß gar nicht wirklich wen, oder warum. Es folgt eine ausführliche Analyse im Spoiler. Eigentlich ist es so lächerlich, dass man drauf klicken kann, es ist nicht so, als würde man was verpassen..
Erschwert wird die Sache vom Umstand, dass man selbst zwar Leader des Trupps ist, aber kein einziges Wort sagt. Das hatte Bart Wux ja schon angesprochen. Wie lächerlich ist das bitte? Man ist Squadleader, aber eigentlich machen sie doch alle, was sie wollen. Sie rufen mir auch ständig zu, dass ich aus der Schusslinie soll, da nicht reingehen dürfe und fragen mich, wie es mir geht, selbst wenn sie selbst gefoltert werden. Ich werde ziemlich oft danach gefragt, wie es mir denn ginge und als stummer Anführer ignoriere das meistens. Ab und an hebe ich mal den Daumen.
Auch die anderen Figuren sind klischeehaft und scheiße. Ich frage mich, wie Bart dazu übergehen kann zu sagen, dass es dort Figuren mit Persönlichkeit gäbe. Da hat imo keiner Persönlichkeit. Wir haben einen 08/15 Schwarzen, eine Freiheitskämpferin und einen weiteren Kollegen, der nur dazu da ist, damit man einmal einen Joke machen kann. Der Rest ist noch viel schlimmer als diese Witzfiguren. Es gab nur eine geile Figur und das war die Kommandantin, die man während einer Mission trifft. Und das war auch nur lustig und hatte mit Persönlichkeit nichts zu tun.
Man spielt insgesamt sieben Missionen, die alle schon actionreich und spaßig sind, wenn auch nicht besonders abwechslungsreich, aber weder die Story, noch die Figuren, noch irgendwie etwas anderes drum herum ist stimmig oder nur ansatzweise sinnvoll.
Der MP
Der MP. Das Herzstück. Und auch der Grund, warum ich das Spiel jedem ans Herz legen kann, der gerne MPs zockt und was mit Krieg anfangen kann. Denn eines muss man den Jungs von Dice lassen, sie wissen, wie man Multiplayer Action abfeiert. Da haben sie echt gute (und teure) Leute, deshalb können sie keinen engagieren, der eine vernünftige Story schreibt. Wir haben hier sehr unterschiedliche Karten, die jeweils in ihren Teilen unterschiedlich bespielt werden können. Durch seinen Spielstil kann man wirklichen Einfluss auf das Geschehen nehmen. Die Klassen spielen sich unterschiedlich, die Fahrzeuge, die Flugzeuge, einfach alles wird im richten Ton getroffen. Hat man jetzt noch das Glück und findet 2-3 Mitspieler, die einem noch über die Partie Gedichte ins Ohr säuseln oder sonst mit lebensdienlichen Ratschlägen unter die Arme greifen, ist das Spiel unschlagbar. Gemeinsam Panzer fahren, Häuser sprengen, Flaggen einnehmen, Gegnermassen metzeln, verteidigen....you motherfucking name it!
Leider sind die Gamemodes nicht alle geil. Eigentlich kann mir nur drei Gamemodes zocken. Conquest, Rush und Team Death Match. Der Rest ist entweder eine Ableitung aus den ersten dreien oder einfach überflüssig. Zum Beispiel der Modus, wo man Bomben zu Zielorten tragen und scharf machen muss, gleicht einem einzigen hektischem Hühnerhaufen, ohne Sinn und Verstand, wie 22 Fußballspieler, die auf einen Ball hetzen. Das ist weder besonders spaßig, oder sonst irgendwie wertvoll. Wer Battlefield genießen will, spielt entweder Conquest oder Rush. Und TDM, wenn er entweder neu im Spiel ist, oder mal schnell ne Runde töten will.
Und obwohl sich die Modes hier einschmelzen, ist BF4 im Conquest so derart und abartig geil, dass man es einfach mal gespielt haben muss! Leider auch hier nicht perfekt. Einige Funktionen vermisst man leider sehr. Allem voran die Möglichkeit als Squad gleich auf einen Server und in ein Team zu joinen. Wie Marius so treffend sagte, BF ist das einzige Multiplayer spiel, was anscheinend nicht möchte, dass man als Team joint. Die Funktion muss nachgereicht werden.
Technische Mängel
BF4 ist technisch echt grenzwertig. Die Serverliste funktioniert nicht richtig. Und, obwohl es sich schon merklich verbessert hat, stürzt das Spiel oft ab oder man kracht gleich aufs Dashboard. Gestern ist mir sogar der SP abgestürzt. Das liegt vor allem daran, dass jede Kleinigkeit statistisch festgehalten wird, und somit BF4 immer zum Mutterserver funkt. Wenn der aber nicht richtig läuft, ist schlecht. Sehr schlecht sogar, denn den meisten ist es schon passiert, dass der SP Speicherstand gelöscht wird, oder Daten daraus fehlen. Von daher haben den einige Spieler noch nicht einmal ausprobiert (muss man ja auch nicht). Im MP kommt es oft zu Rubberbanding, oder sonstigen Lags und Rucklern, aber auch nur auf einigen Servern. Es kann auch sein, dass das Spiel stundenlang ohne ein einziges Problem läuft. Aber das ist im Moment noch Glückssache.
Ansonsten wird das Spiel sehr gut durch das Battlelog unterstützt und man hat immer Zugriff auf seine Daten und auf die Statistiken der vergangenen Spiele. Sollte das Spiel mal abstürzen ist der Fortschritt im MP nicht verloren, sondern wird gespeichert. Ansonsten hätte ich das Game schon echt aus dem Fenster geschmissen.
FAZIT
BF4 ist für jemanden wie mich, der eigentlich ungern Shooter spielt schon ein Highlight. Aber dieses Highlight wird nicht jeder haben, der nicht gerne MP zockt, kein Squad hat oder sich mit dem Conquest-Modus nicht anfreunden kann. Denn der SP und die technischen Mängel tragen viel dazu bei BF4 einfach Links liegen zu lassen. So gesehen ist BF4 ein zweischneidiges Schwert. Für die einen eine Offenbarung und für andere der gröbste Müll. Es obliegt der Selbsteinschätzung, zu welcher Gruppe man gehört.
Tja, die neue Generation ist ja schon wieder ein paar Wochen alt. Die erste Welle an Spielen hat man durchgespielt oder ist kurz davor. Ich bin ja meiner Linie bisher treu geblieben und habe mir nicht alles gekauft, was es zum Ausprobieren schon gibt, aber bei Battlefield 4 habe ich es mal riskiert. Zurecht?
Ich werde die Grafik, den Singleplayer und den Multiplayer ansprechen. Zudem werde ich noch ein wenig haten müssen, da die technischen Defizite immer noch nicht ausgeräumt sind.
Die Grafik
Alles in Allem macht die Grafik einen sehr guten Eindruck. Sowohl im SP als auch im MP. In vielen Stellen werden schon beeindruckende Szenarien aufgefahren. Der Trend, der schon in der letzten Generation begann, nämlich auf Partikel-Effekte zu setzen, setzt sich auch hier fort. Und die Reflektionen auf den Waffen sind wirklich echt lecker. Zudem ist die Atmosphäre, die das Spiel vermittelt, unglaublich gut. DAS. IST. KRIEG! Da kann sich auch ein Killzone noch ne Scheibe abschneiden. Das war ja wirklich mehr Schleichgeballer, Battlefield kracht und bämt an allen Ecken. Doch auch hier ist nicht alles perfekt. Die 900p sieht man leider doch. Und das ist schade, denn, obwohl das Spiel gut aussieht, sehe ich nicht, warum die 1080p nicht möglich sein sollten. Ich schiebe das auf eine Lernkurve. Die Charaktermodelle sind okay, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Ansonsten läuft das Spiel technisch sauber und während man selbst spielt, gibt es keine Slowdowns oder Ruckler. Der MP läuft normalerweise auch sauber, ohne groß an optischer Brillanz einzubüßen.
Der SP
Der SP bei Battlefield wird ja von vielen nur als Trainingsmode betrachtet. Zumindest kauft man sich kein Battlefield für den SinglePlayer. Das wird von mir auch unterschrieben. Dennoch sollte der SP in einem Spiel nicht nur Beiwerk sein, sondern einen emotional auch mitreißen. Diese Anforderung wird vielleicht nicht von allen geteilt, aber wenn ich den schon serviert bekomme, dann bitte auch richtig.
Ich mache es ganz kurz und schmerzlos. Der SP ist Grütze. Es hat seine Momente, ohne Frage, aber eigentlich spielt man ein Flickenteppich von Szenarien, die nicht aufeinander aufbauen und irgendwie gar keinen Sinn ergeben. Es ist ja gerade Mode Shooter auch in ihren Storykapazitäten zu bewerten. Zurecht! Und was einem hier als Geschichte präsentiert wird, liest sich wie das Skript eines 8Jährigen. Die USA krebsen mit der USS Valkyrie im Chinesischen Meer herum. Warum weiß ich leider nicht. In China herrscht Bürgerkrieg? Oder eine Revolution? Oder ein Aufstand? Weiß man leider nicht. Naja, man tötet in den Leveln drei unterschiedliche Fraktionen, aber man weiß gar nicht wirklich wen, oder warum. Es folgt eine ausführliche Analyse im Spoiler. Eigentlich ist es so lächerlich, dass man drauf klicken kann, es ist nicht so, als würde man was verpassen..
In der ersten Mission beschafft man Informationen. Die Information lautet, dass die Russen zusammen mit den (bösen) Chinesen zusammenarbeiten, sollten diese einen Angriff starten. Es gibt auch noch die Widerstandsbewegung, aka die (guten) Chinesen. Naja, jedenfalls haben die (bösen) Chinesen alle (anderen) Chinesen überzeugt, dass die USA den Anführer der (guten) Chinesen umgebracht haben. Wirklich ausdifferenziert, wer was macht, wird ja gar nicht. Von daher bediene ich mich nahe an der Vorlage an (gut), (böse), (anderen) Chinesen, den USA und den Russen. Tzzz.
Anyway. In der zweiten Mission rettet man VIPs. Welche, weiß man nicht. Wird auch bis zum Ende nicht aufgeklärt. Ist auch besser so, denn ansonsten würde man schon während des Spielens merken, dass die Story ein einziger Haufen Scheiße ist. So merkt man es erst am Schluss. Ich verrate es aber trotzdem. Man rettet keinen geringeren als den Anführer, den totgeglaubten, der (guten) Chinesen. Und bringt ihn auf das Schiff. Und da bleibt er dann. Ohne was zu sagen. Und dümpelt vor sich hin. Jetzt wäre es ja ein leichtes gewesen den Typen von diesem Boot irgendwo hin zu verschicken, oder zumindest die Nachricht abzusetzen, dass man ihn gerettet hat. EMP Blast hin oder her. Macht aber keiner, dann wäre ja das Spiel vorbei. Naaaja, weiter im Text.
Scheinbar befindet man sich jetzt in einem Konflikt. Denn die (bösen) Chinesen wollen das Schiff vernichten und auch die (guten) Chinesen wollen das Schiff vernichten. Fragt sich nur warum. Ist die Valkyrie das einzige US Schiff dort? Naja, is ja auch egal, scheinbar wissen beide Parteien irgendwann, dass der Anführer der (guten) Chinesen noch lebt, aber trotzdem tobt der Konflikt gegen die USA weiter. WARUM AUCH IMMER, DAMNIT!
Aber auch hier macht der Unsinn kein halt. Das eigene Team wird von Hannah unterwandert. Scheinbar eine doppel-doppel-doppel- Agentin. Eigentlich arbeitet sie für die CIA, aber aus Überzeugung für die (guten Chinesen) aber eigentlich fickt sie dein Team und sorgt dafür, dass ihr von den (guten Chinesen) entführt werdet, für Informationen, die Hannah ihnen eigentlich schon längt hätte geben können, schließlich war sie ja bei der Rettung des Anführers der (guten) Chinesen dabei. Ihr werdet gefoltert, eingesperrt und ein Squadmember wird kritisch verletzt. Macht aber auch nichts, war ja alles nur Spaß. Denn Hannah hilft bei der Flucht, wahrscheinlich, weil sie nett war. Verschuldet hatte sie diesen Aufenthalt ganz sicher.
Nunja, jetzt müssen sie wieder auf das Schiff zurück. Dessen Captain hat sich übrigens überlegt, nachdem er durch das feindliche Gewässer geschippert ist, nicht in Richtung USA zu fahren, oder irgendwie Befehle von seinen Vorgesetzten entgegen zu nehmen, sondern einfach ohne Informationen über die aktuelle Lage in feindliches Gebiet zurückzukehren und stadtnah durch einen größeren Fluss zu schippern. Für Morsen habe man keine Zeit. Denn man wird ja verfolgt. Klar, wenn man wieder ins Gefecht einsteigt. Naja, okay. So sind sie halt die Amis. Wo Krieg ist, da wollen sie auch hin!
Geht natürlich schief. Wer hätte es gedacht und es kommt zum Finale. Der Anführer der (guten) Chinesen beschließt NACHDEM das Schiff von seinen Leuten angegriffen wird, einfach die Waffen zu strecken und mit denen zu reden. Mit Erfolg, der Angriff wird eingestellt. WTF? Warum hat er das nicht schon von Anfang an gemacht. Aber auch hier wird es noch einmal spannend, denn die (bösen) Chinesen kommen mit ihrem Kriegsschiff vorbei, was wohl.....zufällig....durch den Kanal schippert. Jetzt muss das Squad das feindliche Schiff sprengen. Und zwar mit einer kleinen C4 Ladung an der Außenseite des Schiffes. Gut, man stelle sich vor, dass Schiff wird von C4 getroffen, oder einen Torpedo, dann geht das Kackteil doch nicht sofort unter. Schon mal ein Kriegsschiff versenkt? Das ist harte Arbeit, sag ich euch... Zufällig, wie es so kommt nich, parkt das feindliche Schiff unter einer Brücke, an der sich die Truppe hochseilt, nachdem sie die Ladung gesetzt haben. Ist schon echt ne hammer Brücke, wenn man sich da vor dem Kriegsschiff retten kann. Leider funktioniert die Fernsteuerung nicht und einer muss wieder runter, um das C4 zu zünden BÄM, Ende.
Also ne, Leute......das war einfach nichts
Anyway. In der zweiten Mission rettet man VIPs. Welche, weiß man nicht. Wird auch bis zum Ende nicht aufgeklärt. Ist auch besser so, denn ansonsten würde man schon während des Spielens merken, dass die Story ein einziger Haufen Scheiße ist. So merkt man es erst am Schluss. Ich verrate es aber trotzdem. Man rettet keinen geringeren als den Anführer, den totgeglaubten, der (guten) Chinesen. Und bringt ihn auf das Schiff. Und da bleibt er dann. Ohne was zu sagen. Und dümpelt vor sich hin. Jetzt wäre es ja ein leichtes gewesen den Typen von diesem Boot irgendwo hin zu verschicken, oder zumindest die Nachricht abzusetzen, dass man ihn gerettet hat. EMP Blast hin oder her. Macht aber keiner, dann wäre ja das Spiel vorbei. Naaaja, weiter im Text.
Scheinbar befindet man sich jetzt in einem Konflikt. Denn die (bösen) Chinesen wollen das Schiff vernichten und auch die (guten) Chinesen wollen das Schiff vernichten. Fragt sich nur warum. Ist die Valkyrie das einzige US Schiff dort? Naja, is ja auch egal, scheinbar wissen beide Parteien irgendwann, dass der Anführer der (guten) Chinesen noch lebt, aber trotzdem tobt der Konflikt gegen die USA weiter. WARUM AUCH IMMER, DAMNIT!
Aber auch hier macht der Unsinn kein halt. Das eigene Team wird von Hannah unterwandert. Scheinbar eine doppel-doppel-doppel- Agentin. Eigentlich arbeitet sie für die CIA, aber aus Überzeugung für die (guten Chinesen) aber eigentlich fickt sie dein Team und sorgt dafür, dass ihr von den (guten Chinesen) entführt werdet, für Informationen, die Hannah ihnen eigentlich schon längt hätte geben können, schließlich war sie ja bei der Rettung des Anführers der (guten) Chinesen dabei. Ihr werdet gefoltert, eingesperrt und ein Squadmember wird kritisch verletzt. Macht aber auch nichts, war ja alles nur Spaß. Denn Hannah hilft bei der Flucht, wahrscheinlich, weil sie nett war. Verschuldet hatte sie diesen Aufenthalt ganz sicher.
Nunja, jetzt müssen sie wieder auf das Schiff zurück. Dessen Captain hat sich übrigens überlegt, nachdem er durch das feindliche Gewässer geschippert ist, nicht in Richtung USA zu fahren, oder irgendwie Befehle von seinen Vorgesetzten entgegen zu nehmen, sondern einfach ohne Informationen über die aktuelle Lage in feindliches Gebiet zurückzukehren und stadtnah durch einen größeren Fluss zu schippern. Für Morsen habe man keine Zeit. Denn man wird ja verfolgt. Klar, wenn man wieder ins Gefecht einsteigt. Naja, okay. So sind sie halt die Amis. Wo Krieg ist, da wollen sie auch hin!
Geht natürlich schief. Wer hätte es gedacht und es kommt zum Finale. Der Anführer der (guten) Chinesen beschließt NACHDEM das Schiff von seinen Leuten angegriffen wird, einfach die Waffen zu strecken und mit denen zu reden. Mit Erfolg, der Angriff wird eingestellt. WTF? Warum hat er das nicht schon von Anfang an gemacht. Aber auch hier wird es noch einmal spannend, denn die (bösen) Chinesen kommen mit ihrem Kriegsschiff vorbei, was wohl.....zufällig....durch den Kanal schippert. Jetzt muss das Squad das feindliche Schiff sprengen. Und zwar mit einer kleinen C4 Ladung an der Außenseite des Schiffes. Gut, man stelle sich vor, dass Schiff wird von C4 getroffen, oder einen Torpedo, dann geht das Kackteil doch nicht sofort unter. Schon mal ein Kriegsschiff versenkt? Das ist harte Arbeit, sag ich euch... Zufällig, wie es so kommt nich, parkt das feindliche Schiff unter einer Brücke, an der sich die Truppe hochseilt, nachdem sie die Ladung gesetzt haben. Ist schon echt ne hammer Brücke, wenn man sich da vor dem Kriegsschiff retten kann. Leider funktioniert die Fernsteuerung nicht und einer muss wieder runter, um das C4 zu zünden BÄM, Ende.
Also ne, Leute......das war einfach nichts
Erschwert wird die Sache vom Umstand, dass man selbst zwar Leader des Trupps ist, aber kein einziges Wort sagt. Das hatte Bart Wux ja schon angesprochen. Wie lächerlich ist das bitte? Man ist Squadleader, aber eigentlich machen sie doch alle, was sie wollen. Sie rufen mir auch ständig zu, dass ich aus der Schusslinie soll, da nicht reingehen dürfe und fragen mich, wie es mir geht, selbst wenn sie selbst gefoltert werden. Ich werde ziemlich oft danach gefragt, wie es mir denn ginge und als stummer Anführer ignoriere das meistens. Ab und an hebe ich mal den Daumen.
Auch die anderen Figuren sind klischeehaft und scheiße. Ich frage mich, wie Bart dazu übergehen kann zu sagen, dass es dort Figuren mit Persönlichkeit gäbe. Da hat imo keiner Persönlichkeit. Wir haben einen 08/15 Schwarzen, eine Freiheitskämpferin und einen weiteren Kollegen, der nur dazu da ist, damit man einmal einen Joke machen kann. Der Rest ist noch viel schlimmer als diese Witzfiguren. Es gab nur eine geile Figur und das war die Kommandantin, die man während einer Mission trifft. Und das war auch nur lustig und hatte mit Persönlichkeit nichts zu tun.
Man spielt insgesamt sieben Missionen, die alle schon actionreich und spaßig sind, wenn auch nicht besonders abwechslungsreich, aber weder die Story, noch die Figuren, noch irgendwie etwas anderes drum herum ist stimmig oder nur ansatzweise sinnvoll.
Der MP
Der MP. Das Herzstück. Und auch der Grund, warum ich das Spiel jedem ans Herz legen kann, der gerne MPs zockt und was mit Krieg anfangen kann. Denn eines muss man den Jungs von Dice lassen, sie wissen, wie man Multiplayer Action abfeiert. Da haben sie echt gute (und teure) Leute, deshalb können sie keinen engagieren, der eine vernünftige Story schreibt. Wir haben hier sehr unterschiedliche Karten, die jeweils in ihren Teilen unterschiedlich bespielt werden können. Durch seinen Spielstil kann man wirklichen Einfluss auf das Geschehen nehmen. Die Klassen spielen sich unterschiedlich, die Fahrzeuge, die Flugzeuge, einfach alles wird im richten Ton getroffen. Hat man jetzt noch das Glück und findet 2-3 Mitspieler, die einem noch über die Partie Gedichte ins Ohr säuseln oder sonst mit lebensdienlichen Ratschlägen unter die Arme greifen, ist das Spiel unschlagbar. Gemeinsam Panzer fahren, Häuser sprengen, Flaggen einnehmen, Gegnermassen metzeln, verteidigen....you motherfucking name it!
Leider sind die Gamemodes nicht alle geil. Eigentlich kann mir nur drei Gamemodes zocken. Conquest, Rush und Team Death Match. Der Rest ist entweder eine Ableitung aus den ersten dreien oder einfach überflüssig. Zum Beispiel der Modus, wo man Bomben zu Zielorten tragen und scharf machen muss, gleicht einem einzigen hektischem Hühnerhaufen, ohne Sinn und Verstand, wie 22 Fußballspieler, die auf einen Ball hetzen. Das ist weder besonders spaßig, oder sonst irgendwie wertvoll. Wer Battlefield genießen will, spielt entweder Conquest oder Rush. Und TDM, wenn er entweder neu im Spiel ist, oder mal schnell ne Runde töten will.
Und obwohl sich die Modes hier einschmelzen, ist BF4 im Conquest so derart und abartig geil, dass man es einfach mal gespielt haben muss! Leider auch hier nicht perfekt. Einige Funktionen vermisst man leider sehr. Allem voran die Möglichkeit als Squad gleich auf einen Server und in ein Team zu joinen. Wie Marius so treffend sagte, BF ist das einzige Multiplayer spiel, was anscheinend nicht möchte, dass man als Team joint. Die Funktion muss nachgereicht werden.
Technische Mängel
BF4 ist technisch echt grenzwertig. Die Serverliste funktioniert nicht richtig. Und, obwohl es sich schon merklich verbessert hat, stürzt das Spiel oft ab oder man kracht gleich aufs Dashboard. Gestern ist mir sogar der SP abgestürzt. Das liegt vor allem daran, dass jede Kleinigkeit statistisch festgehalten wird, und somit BF4 immer zum Mutterserver funkt. Wenn der aber nicht richtig läuft, ist schlecht. Sehr schlecht sogar, denn den meisten ist es schon passiert, dass der SP Speicherstand gelöscht wird, oder Daten daraus fehlen. Von daher haben den einige Spieler noch nicht einmal ausprobiert (muss man ja auch nicht). Im MP kommt es oft zu Rubberbanding, oder sonstigen Lags und Rucklern, aber auch nur auf einigen Servern. Es kann auch sein, dass das Spiel stundenlang ohne ein einziges Problem läuft. Aber das ist im Moment noch Glückssache.
Ansonsten wird das Spiel sehr gut durch das Battlelog unterstützt und man hat immer Zugriff auf seine Daten und auf die Statistiken der vergangenen Spiele. Sollte das Spiel mal abstürzen ist der Fortschritt im MP nicht verloren, sondern wird gespeichert. Ansonsten hätte ich das Game schon echt aus dem Fenster geschmissen.
FAZIT
BF4 ist für jemanden wie mich, der eigentlich ungern Shooter spielt schon ein Highlight. Aber dieses Highlight wird nicht jeder haben, der nicht gerne MP zockt, kein Squad hat oder sich mit dem Conquest-Modus nicht anfreunden kann. Denn der SP und die technischen Mängel tragen viel dazu bei BF4 einfach Links liegen zu lassen. So gesehen ist BF4 ein zweischneidiges Schwert. Für die einen eine Offenbarung und für andere der gröbste Müll. Es obliegt der Selbsteinschätzung, zu welcher Gruppe man gehört.
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