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REVIEW Batman: Arkam Origins

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Arkham Asylum war damals eine Riesenüberaschung für mich. Kein Spiel vorher konnte das Gefühl als dunkler Ritter vorher so gut einfangen, regelrecht enttäuschend waren die vorherigen Versuche.
Der leichte "Zelda-artige" Aufbau in den abgeschlossenen Bereich von Arkham Asylum, die Präsentation, die Ansammlung von Batmans Gegnern und das Gefühl von Überlegenheit waren grandios umgesetzt.
Arkham City hat mir deutlich weniger gefallen, die striktere Trennung von Oberwelt und Missionen sowie das Überangebot an, für mich wenig motivierenden, Nebentätigkeiten haben das Gefühl des Erstlings aufgeweicht.
Eins vorweg: In der Beziehung ist Origins noch extremer.

Inflation der Open World

In Arkham Origins ist erstmals Gotham als Stadt für Batman offen, erzeugt aber eigentlich nie wirklich das Gefühl tatsächlich in einer belebten Stadt unterwegs zu sein.
Abseits der patroullierenden Gangmitglieder und der Riddlerrätsel, sowie sporadisch auftauchenden Verbrechen, die im Endeffekt auch nur in Schlägereien enden, ist die Stadt kaum mehr als ein Hub für Missionen, nebenbei vollgefühlt mit langweiligen Sammelaufgaben.
Auch die Türme, die man erst hacken muß, um die Schnellreise in bestimmte Gebiete freizuschalten, wirken nicht wirklich homogen integriert.
Ebenso ist die Stadt technisch der zwiespältigste Part des Spiels. Sowohl die Steuerung, die prinzipiell immer noch auf den Grundlagen aus Arkham Asylum beruht, als auch die Grafik, weisen hier die meisten Probleme auf.
Das schnelle Bewegen durch die Stadt fühlt sich selten wirklich kontroliert an, zu willkürlich fühlt es sich an, wie das Spiel die Punkte setzt, an denen Batman sich mit der Batclaw hochziehen und fortbewegen an. Sporadische Framerateeinbrüche, viele häßliche, lieblos designte Stellen sowie das teilweise wenig durchdachte Design haben mich die Open World schnell links liegen lassen und mich auf die Story konzentieren lassen.
Womit wir zur großen Stärke des Spiels kommen.

Storytelling

Grundsätzlich ist die Konstellation wenig spannend. Batman ist in seinen ersten Jahren als Beschützer Gothams unterwegs, was sich sowieso lediglich erzählerisch auswirkt, als Black Mask ein Kopfgeld auf ihn aussetzt, was etliche Killer auf den Plan ruft.
So weit, so unspannend. Allerdings nimt das Spiel schnell Fahrt auf, ein Stelldichein von Gegner Batmans sowie die Geburtsstunde seiner größten Nemesis ist grandios inszeniert. Nach ein paar Stunden habe ich mich eigentlich nur noch auf die Story konzentriert, weil das Spiel so einfach am meisten Spaß gemacht hat und von den ganzen Begebenheiten eigentlich auch am sinnigsten war.
Oh, ein Irrer will Zivilisten umbringen? Egal, ich sammel erstmal noch ein paar Datenpakete und vermöbel bösartige Gangs, damit sie das nicht selbst erledigen...
Allein von der Story her gibt es wenig Raum, sich um solche Dinge zu kümmern, wesentlich logischer erschien mir da ein stringentes Folgen der Hauptmissionen. Logischen Raum für Nebenmissionen lässt einen das Spiel eigentlich kaum.

Im letzten Drittel zieht Arkahm Origins ordentlich an und bietet die besten Momente der drei Teile. Leider kann das Finale da nicht ganz mithalten, aber allein diese Momente machen Arkham Origins für Liebhaber der Vorgänger spielenswert.

Business as usual

Der Rest ist solide, sowie altbekannt umgesetzt. Das Kampsystem macht auch im dritten Aufguss noch Spaß, etwas was keiner der Epigone in der Beziehung erreicht hat, die Grafik innerhalb der Mission ist solide, die Gadgets funktionieren und das Leveldesign sowie das Pacing ist gelugnen.

Insgesamt ist das Spiel zwiespältig für mich. Gameplaytechnisch ist die Arkham Trilogie in einer Sackgasse, die Open World ist aufgesetzt und gehört sich ausgemistet. Im Prinzip lebt auch Origins von den Grundlagen von Arkham Asylum und sticht allein durch die Story hervor. Die ist aber phasenweise so grandios umgesetzt, dass das Spiel sich dennoch für alle Fans der Vorgänger lohnt.
 
Danke für dein Review :)

Ich habe ja vor einer Woche erst mit Arkham Asylum angefangen und es innerhalb weniger Tage beendet. Nun bin ich an Arkham City dran und empfinde da etwa das gleiche wie du: Die vielen Open World Aspekte sowie die aufgesetzten Nebenmissionen stören einfach nur. Deshalb spiele ich die Story durch und habe so meinen Spaß mit dem Spiel :)

Wenn ich nach AC immer noch Lust auf ein Batman habe, werde ich mir Origins auch noch kaufen und auch davon eben nur die Hauptstory spielen, denn diese scheint ja Spaß zu machen.
 
Danke für deine Eindrücke, Frank! Ich sehe das alles ähnlich. Ich habe hauptsächlich die Story gespielt und mich kaum mit Nebenaufgaben beschäftigt. Arkham Asylum und City lagen wochenlang im Laufwerk, Origins war nach 2 Tagen draußen und wurde seitdem auch nicht mehr angefasst.
 
Ich finde das ein Open World Spiel immer Probleme hat einen Durchweg bei
der Stange zu halten was die Story betrifft. Das liegt einfach in der Natur der Sache!
Ob ein Batman Spiel nun eine Open World braucht? Keine Ahnung.
Ansonsten ist Origins ähnlich wie Arkham City.
Nur das hier die Geschichte wesentlich besser (straffer?) erzählt ist
bei den Sandbox Aufgaben gegenüber Ark.City aber etwas abfällt.
Keine Riddler Rätsel mehr ......
Hält man sich also nur an die Storyline ist Origins vielleicht sogar besser als Arkham City.
Der Zauber des Erstling ist weg,klar.
Aber wer City trotzdem noch mochte wird auch hier viel Spaß mit haben!
 
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