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Ausschreitungen in Stuttgart

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Es geht hier nicht im bashing. Es geht um eine kritische Auseinandersetzung mit der Staatsgewalt. Falls es dort institutionellen rassismus gibt, sind 8 Jahre nichts und nur ein Beleg für diese These.
Dafür könnte man aber eine *Trommelwirbel* Studie gut gebrauchen .

Dann aber auch gleich so kommunizieren und ne ordentliche Debatte ermöglichen.. und nicht einfach einen Tweet Absetzen der keinerlei zeitlichen Bezug herstellt und dadurch den Eindruck erweckt, als wäre das gerade erst neu aufgekommen. Andersherum wäre es doch auch nicht in ordnung, eine Straftat eines Ausländers zu tweeten, die schon vor Jahren stattgefunden hat, aber den Eindruck erweckt, als wäre es was aktuelles.. gerade wenn es sich um eine zumindest hitzige Debatte handelt (z.b. weil es gerade tatsächlich eine solche, andere Straftat gab). Wenn sowas gepostet wird, dann halt im Kontext und dazu gehört auch eine zeitliche Einordnung des Geschehens. Das ist das was ich kritisiere. Der Kalender an sich ist Murks, übrigens auch die nicht rassistischen Darstellungen in diesem.. aber das habe ich ja schon erwähnt.
 
Der Kalender war jetzt hier nicht besonders schlau und da gebe ich dir auch recht - aber die anderen Sachen, was so passiert in der Polizei der letzten Jahre, sind aktuell. Da muss man jetzt keine Grundsatzdiskussion draus machen.
 
Auch aktuell,die über 30.000 Angriffe auf die Polizei in 2019 . und die daraus resultierenden rund 70.000 verletzten Einsatzkräfte. Tendenz steigend.

Jeden Tag angepöpelt, bespuckt, beleidigt und angegriffen zu werden für 2000 Euro. :dhoch:

Die Hamburger Gewerkschaft nannte in einem Post bei rund 300.000 Einsätzen 5!!! Anzeigen der betroffenen wegen Diskriminierung.

Guten Morgen.:kaffee:
 
Jeden Tag angepöpelt, bespuckt, beleidigt und angegriffen zu werden für 2000 Euro. :dhoch:

Das hatte weit mehr als 10 Jahre lang bei meiner Arbeit im psychiatrischen Bereich für weit unter 2000,-€. Gehört auch da eben unter Umständen zur Arbeit. Entweder macht man dann den Job oder nicht. Hört sich hart an, ist aber so.

Die Hamburger Gewerkschaft nannte in einem Post bei rund 300.000 Einsätzen 5!!! Anzeigen der betroffenen wegen Diskriminierung.

Und was sagt das aus? Rein gar nix... das System ist auch hier im Land total kaputt. Würde ich im Rahmen meiner aktuellen Beratertätigkeit jemanden empfehlen Polizisten wegen Diskriminierung anzuzeigen? Nein, würde wohl zu 100% abraten. a) weil das immer eine Gegenanzeigen zur Folge hat und b) die Erfolgsaussichten wohl ziemlich genau bei 0% liegen.

Ähnlich würde ich sogar bei Gewalt von Polizisten vorgehen... da kommt es natürlich auf die Umstände und den Grad der Gewalt an aber das grundsätzliche Problem bleibt auch hier. -> Gegenanzeige die sehr erfolgreich läuft, eigene Erfolgsaussichten quasi nicht existent.

Von daher kannst du die Zahl der Anzeigen völlig vergessen... da wird die Dunkelziffer um ein vieeeeeelfachen höher sein.

Schau dir lieber mal die Zahlen an der erfolgreichen Anzeigen gegen Polizisten. Die sind so verschwindend gering dass eigentlich jedem klar sein muss dass da irgendwas schief läuft.
 
Das hatte weit mehr als 10 Jahre lang bei meiner Arbeit im psychiatrischen Bereich für weit unter 2000,-€. Gehört auch da eben unter Umständen zur Arbeit. Entweder macht man dann den Job oder nicht. Hört sich hart an, ist aber so.

Das ist natürlich einfach gesagt. Du stehst dabei aber nicht im öffentlichen Fokus. Du kennst u.u. deinen Patienten über längere Zeit. Die Polizei kennt den gegenüber nicht. Hat u.u. nur Sekunden Zeit um eine Entscheidung zu treffen. Über die Überstunden und Arbeitsbedingungen muss man nichts sagen. Verbessert habe die sich nicht. Über die Verrohung der Gewalt gegen Einsatzkräfte gibt es schon jahrelang Berichte.
Besser wird es auch da nicht mehr...

Zum Teil der Anklagen:
Man klagt über den Rechtsanwalt. Ermitteln tut die Staatsanwaltschaft. ?

Die Einführung einer unabhängigen Stelle zur Überwachung/Kontrolle für Einsatzkräfte aller Art wäre eine Idee, die ich gut finden würde.
Auch würde ich eine Studie in der Polizei befürworten. Egal ob Rassismus, Gewalt oder sonstige Extremismus Auswüchse.

Aber man muss sich mal im Kopf etwas neutraler einstellen.
Hier liest es sich ja so, als ob es nur noch die eine Studie bedarf (deren Ausgang man ja 100% kennt) damit das eigene Bild der Polizei endlich aufgedeckt wird.
Und wenn nachher rauskommt, das alles in Ordnung ist, geht die nächste Runde los.
 
Das ist natürlich einfach gesagt. Du stehst dabei aber nicht im öffentlichen Fokus.

Natürlich ist das einfach gesagt... und mit öffentlichen Fokus hat das erstmal nix zu tun. Die meisten Berufe bringen eben Dinge mit sich die schlicht so sind. Das weiß man vorher und damit muss man schlicht und ergreifend umgehen können. Wenn man das nicht kann dann ist der Job einfach nicht der richtige. Bei der Polizei ist das z.B. Anfeindung oder eben dass man auch mal was körperliches einfängt. Liegt in der Natur der Sache.
Damit will ich jetzt nicht sagen dass man alles schlucken muss... ganz im Gegenteil, vermeidbare Dinge müssen vermieden werden, und die Arbeitsbedingungen natürlich so gut wie möglich gestaltet werden.
Aber nichts desto trotz. Grad die Polizeigewerkschaften jammern bei jedem Mist und ist am heulen wie ein kleines Kind.

Polizisten haben zudem eh einen extrem hohen Schutzfaktor. Da werden Kollegen konsequent gedeckt, die Staatsanwaltschaft ist extrem zögerlich überhaupt zu ermitteln usw. usw.. Die Rahmenbedingungen für Polizisten in der Hinsicht sind (aus Sicht der Polizisten) sehr gut.
Wenn mir im psychiatrischen Bereich mal die Hand ausrutscht weil mich jemand ununterbrochen beleidigt oder ins Gesicht spuckt bin ich schneller den Job los als man gucken kann. Einen Corpsegeist wie bei der Polizei gibt es nicht, oder höchstens in kleinen geschlossenen Systemen wie einer Klinikstation.

Nur mal eben als Beispiel... wie wirken die folgenden Aussagen:

- Polizist wegen Gewalt bei der Festnahme angezeigt. -
- Krankenpfleger wegen Gewalt gegen Patienten angezeigt -

Was ist der erste Gedanke?

Polizist: Na, da wird wohl ein gewaltbereiter Straftäter losgelegt haben

Krankenpfleger: Oha... sowas geht ja gar nicht.


Die Polizei hat da eh schon eher einen Vertrauensvorschuss gegen andere Berufsgruppen. Wenn man fordern würde man solle mal in Kliniken überprüfen ob da zuviel Gewalt angewendet wird wird das begrüßt, bei der Polizei stößt man auf Empörung. Warum ist das so? Es sollte überall genauso begrüßt werden.
 
Hier liest es sich ja so, als ob es nur noch die eine Studie bedarf (deren Ausgang man ja 100% kennt) damit das eigene Bild der Polizei endlich aufgedeckt wird. Und wenn nachher rauskommt, das alles in Ordnung ist, geht die nächste Runde los.

Das ist nicht korrekt. Dass es Rassismus in der Polizei gibt ist völlig ohne Studie bereits bewiesen. Und das würde auch jeder zugeben, der vom Abbild der Gesellschaft spricht, die es ja quasi in jeder "Branche" gibt. Bei "linksradikal" bin ich mir manchmal nicht so sicher, aber auch von meinen St. Pauli-Stadionkumpels sind immerhin drei Leute bei der Polizei. Für viele reicht ja "St. Pauli-Fan" bereits, das lass ich einfach mal so stehen ^^ Die Studie (die zumindest diese drei natürlich befürworten, mit mehr hab ich mich logischerweise nie unterhalten) hätte einen tieferen Einblick gewährt - auch für die Verantwortlichen und Vorgesetzten wäre das sogar hilfreich.

Dass Leute wie Seehofer sie aber gleich verweigern hat letztendlich das Geschmäckle, an dem er dann aber selbst schuld ist. Ist halt ähnlich wie die Polizeigewerkschaft, die sich vor den Landtagen aufbaut, wenn es um Kennzeichnungspflicht geht, mit Transparenten wie "Polizisten sind keine Verbrecher". Nee, so würde das auch niemand formulieren. JEDER würde lediglich sagen "Polizisten können Verbrecher sein, wie jeder andere, deswegen sollte man sie identifizieren können". Und obwohl das völlig einleuchtend ist, stellte sich mit so einem Plakat aber der Lobbyistenverband nicht vor den Landtag.

Wenn man für den Staat arbeitet - wie auch ich - dann muss man natürlich mit einer gewissen Stellvertreter-Anfeindung jederzeit rechnen. Mein Job beinhaltet es jetzt zwar nicht, mich mit Drogendealern auf der Reeperbahn zu balgen, aber man wird schon... halt... man sollte schon aus einer bestimmten Überzeugung heraus Polizist/-in werden. Niemand ruft die Polizei, weil man denen mal zeigen will wie friedlich grad alles ist, wie schön die Blumen duften und dass alles rund läuft. Gesetze durchsetzen stößt nicht immer auf Gegenliebe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab die Lösung, mir kam sie grad als mir ein psychotiker drohte mich und meine Familie zu töten. Da ich auch eine der nicht gut verdienenden Berufsgruppen bin die teils exakt das gleiche wie die Polizei durch macht, möchte ich aus Erfahrung sprechend folgendes vorschlagen:

Wir gehen heute Abend alle zusammen auf balkon/in den Garten und klatschen für die Polizei. Deal?
 
Ich hab die Lösung, mir kam sie grad als mir ein psychotiker drohte mich und meine Familie zu töten. Da ich auch eine der nicht gut verdienenden Berufsgruppen bin die teils exakt das gleiche wie die Polizei durch macht, möchte ich aus Erfahrung sprechend folgendes vorschlagen:

Wir gehen heute Abend alle zusammen auf balkon/in den Garten und klatschen für die Polizei. Deal?
aber nicht so laut, sonst müssen die wegen ruhestörung ausrücken und können das gar nicht richtig genießen!
 
Ich sehe da schon einen großen Unterschied zwischen einen psychisch Kranken, der sich nicht unter Kontrolle hat und einen gewaltbereiten Chaoten, der bewusst Polizisten angreift.

Nein. Da gibt es schlicht keinen Unterschied. Beides ist ein Risiko das die Berufsgruppe mit sich bringt. Bei beidem muss man, logischerweise, so gut wie möglich geschützt werden. Ist nur eben nicht 100% möglich.

Warum sollte Berufsgruppe a) mit dem Risiko leben müssen bei Berufsgruppe b) muss dringend was gemacht werden?
Hier sprichst du genau wieder den Vorteil der Polizei an... da ist das schlimm, beim anderen nicht. Klassisches Eigentor würde ich sagen.

Oder stell dir mal vor: Ich würde in der Psychiatrie auf eine "Kennzeichnungspflicht" verzichten wollen... am Ende könnte mich ja ein Patient anzeigen weil ich ihn geschlagen habe. Nee... damit stellt man alle Pfleger unter generalverdacht. Die sollen weiter vermummt und anonym arbeiten dürfen. Wenn sie einen Patienten verprügeln hat der sich eben gewehrt und hat es verdient.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab die Lösung, mir kam sie grad als mir ein psychotiker drohte mich und meine Familie zu töten. Da ich auch eine der nicht gut verdienenden Berufsgruppen bin die teils exakt das gleiche wie die Polizei durch macht, möchte ich aus Erfahrung sprechend folgendes vorschlagen:

Wir gehen heute Abend alle zusammen auf balkon/in den Garten und klatschen für die Polizei. Deal?


Bin leider noch mit klatschen für Busfahrer beschäftigt:

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Es gibt leider einige Berufe bei denen du regelmäßig mit Chaoten und vielleicht auch mit Gewalt rechnen musst.
Und ja, der Job eines Polizist ist es leider auch - berufsbedingt - genau da rein zugehen. Und natürlich haben Polizisten dafür auch mein äußerstes Respekt verdient. Ich könnte diesen Job nicht machen, genau so wenig wie ich Busfahrer, Notarzt, Kassierer oder Fahrkartenkontrolleur sein möchte. dazu gibt es mir einfach zu viele Chaoten da draußen.


Edit: Trotzdem kann ich mich auch - trotz meines Respekts für diesen Beruf - mich gegen Unrecht aussprechen.
 
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Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart geben bekannt:
Angriffe auf Polizeibeamte und Ladengeschäfte in der Innenstadt - Weitere Festnahmen


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Bislang haben die Kriminalbeamten 79 Tatverdächtige identifiziert. Davon befinden sich 24 Verdächtige in Untersuchungshaft, bei 13 wurden die Haftbefehle unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.
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presseportal.de

37 Haftbefehle, 24 noch in Untersuchungshaft, 79 Tatverdächtige.
 
Ich werde nicht ruhig schlafen können bis nicht auch der letzte halbstarke Mitläufer aufgespürt und mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft wurde!

Ohne Grund kein Haftbefehl. Wer Geschäfte zerstört und auf Klautour geht, der gehört bestraft. Für die Höhe der Strafe haben wir Gerichte.

Zusätzlich kamen die Ermittler nach Auswertungen von Videos einem 18-Jährigen auf die Spur. In den Videos ist zu sehen, wie ein junger Mann in mindestens vier Fällen massiv Streifenwagen beschädigt und auch einen Stuhl auf einen Polizisten wirft. Beamte nahmen ihn, im Anschluss einer Gerichtsverhandlung, bei der er in anderer Sache angeklagt war, am 20.08.2020 fest. Der 18-jährige Deutsche wurde am 20.08.2020 einem Haftrichter vorgeführt, der ebenfalls die Untersuchungshaft anordnete.

Wohl auch wieder so ein "halbstarker Mitläufer".
 
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