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Ausbildung/Schule/Job - wie viel vom damals erlernten braucht Ihr heute noch?

Ausbildung/Schule/Job - wie viel vom damals erlernten braucht Ihr heute noch?

  • Gar nichts, weil ich nicht mehr im gelernten Beruf tätig bin

    Stimmen: 5 12,8%
  • Gar nichts, weil die Theorie nichts mit der Praxis zu tun hat(te)

    Stimmen: 4 10,3%
  • Nicht viel, da sich mein berufliches Fachgebiet mit dem schulisch gelernten nicht unbedingt deckt

    Stimmen: 18 46,2%
  • Schon ganz ordentlich - die Praxis baut stark auf den schulisch vermittelten Inhalten auf

    Stimmen: 11 28,2%
  • Ohne das in der Schule gelernte würd' ich voll abkacken

    Stimmen: 1 2,6%

  • Umfrageteilnehmer
    39

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

nabend mädels!

wie gehts euch so? die meisten von euch werdens kennen... man sitzt in der schule und fragt sich "gott, wofür brauch' ich denn den scheiß... ich will [...] werden und kein "explosionszeichnungsfachtheoretiker mit spezialgebiet ackerbau und brötchenkunde".

meine schulzeit ist jetzt eine weile her, meine ausbildung habe ich vor 5 jahren beendet. wieviel von dem was ihr damals (speziell natürlich im schulischen teil der berufsausbildung) gelernt habt benötigt ihr heute noch? wieviel habt ihr vergessen? braucht ihr überhaupt etwas davon? oder kämt ihr ohne das dort erlangte wissen so gar nicht klar?

edit: ich hoffe die antworten reichen euch :D
ich habe mich für die mittlere variante entschieden. ich bin noch im gleichen tätigkeitsbereich wie zu beginn der ausbildung, auch im selben unternehmen. jedoch verwende ich fast nichts von dem was ich seinerzeit in der schule gelernt habe - nicht weil ich es anders mache, sondern weil es schlicht nicht erforderlich ist. in meinem fall war es eine ausbildung zum it-kaufmann.

schule: programmieren, elektrotechnik, rechnungswesen & wirtschaftslehre, programmieren von cisco routern auf kommandozeilenebene (meine fresse waren die stolz darauf)

praxis/arbeit: administration von windows-netzwerken, anwenderbetreuung, projektumsetzung aller art (was so mit der it-abtlg. zu tun hat), etc. was man eben als it'ler so im mittelstand macht. elektrotechnik habe ich außerhalb der schule nciht ein einziges mal anwenden können, programmieren (im sinne von programmentwicklung) muss ich nicht, etc. war zwar schulisch alles ganz nett anzusehen, aber man wusste bereits im voraus das diese bereiche quasi zum vergessen verdammt waren.
 
Good God schrieb:
hast du mich gerade Mädel genannt?

krieg ich jetzt eine gute bewertung? :D

Türenmacher schrieb:
Alles, was mit EDV zusammenhing, ist bis heute Gold wert. :D Der ganze andere Käse ist fast bedeutungslos.

hier muss ich in meinem fall differenzieren. meine kenntnisse in der edv (also der verarbeitung von daten) habe ich auf einer vorhergehenden informatikfachschule erworben. office, allgemeiner umgang mit systemen, etwas datenbankgedöns, grundkenntnisse der webentwicklung, etc.

in der berufsschule gabs dagegen fast nur scheiße. war gut für die prüfung bei der handelskammer. aber nicht fürs betriebliche umfeld. im gegenteil - war die hölle als einziger auszubildender in diesem bereich, da man betrieblich auch nicht die möglichkeit hatte irgendwas zu programmieren, oder in elektrotechnik rumzueiern. wäre für den betrieb alles tote zeit gewesen.
 
Türenmacher schrieb:
Alles, was mit EDV zusammenhing, ist bis heute Gold wert. :D

Dem stimme ich zu.


Vor dem Studium: Eher Technische Ausbildung, in Richtung Betriebsinformatik, mit etwas Wirtschaft

Studium: Biologie -> Molekular

Jetzt: Notfallsanitäter

Bis auf ein paar anatomische Facts, zu denen ich aber in meiner Ausbildung zum Sani bei weiten mehr gelernt habe, hat mir mein Werdegang zu meinem jetzigen Job eigentlich kaum etwas gebracht.
Das einzig sinnvolle war mein Zivildienst, der in die Richtung ging. :D
 
edv hab ich mir selbst beigebracht
die schule hat mir lesen, schreiben und rechnen beigebracht - der rest hat mir bis jetzt nicht viel gebracht
dinge meiner ausbildung hab ich schon wieder zum großteil vergessen

mein studium wird meine jetzigen kenntnisse und fertigkeiten hoffentlich vertiefen - was mir dann vllt mal was bringt
 
Das Studium war naturgemäß breiter gefächert, als daß, was ich jetzt mache. Aus dem Fachbereich nutze ich von den Grundlagen fast noch alles, von den Spezialisierungen noch eine ganze Menge. Wobei das Steuern/WP alles relativ ist, da sich die Gesetzte jährlich ändern, teilweise sogar radikal anders sind.
 
Garnix. Weil ich Kunststoff-Formgeber gelernt habe (Fachrichtung Spritzgießen) und ich damit nix mehr zu tun habe seit nunmehr knapp 5 Jahren.
Aber auch damals konnte ich vom Gelernten nur etwa 10% brauchen, da Theorie mit Praxis nicht viel miteinander viel zu tun haben. Gut, Grundkenntnisse sind natürlich wichtig. Man kann auch schwer einschätzen, was denn wäre, wenn man die NICHT hätte.
 
Weniges aus der Berufschule/Ausbildung bringt mir heute noch was. Ich hab Einzelhandelskaufmann gelernt und arbeite jetzt im Großhandel. Eigentlich verwandte Bereiche sollte man meinen, aber in der Praxis hat das kaum was miteinander zu tun, ausser das ich die Sorgen und Probleme meiner Kunden genau nachvollziehen kann. Das bischen BWL aus der Schule hat mit dem, wie es in der Praxis gehandhabt wird, nicht viel zu tun und der restliche Kram auch nicht. Eigentlich bringt mir ausser den Basics (Lesen/Schreiben/Mathe) ,nur das Business Englisch was das ich in der Berufschule hatte, und das ich das (damals noch Schreibmaschine) Schreiben im 10 Finger System gelernt habe, als ich die Handelsschule gemacht habe. Wenigstens kann ich jetzt blind tippen und das ist praktisch. Alles andere.... eher nicht so.
 
Ich habe auch mal den Mittelweg gewählt.

Was ich mache wurde damals noch nicht gelehrt und auch heute eigentlich nicht explizit. Aber ohne die Grundlagen, die mir in der Schule vermittelt wurden, ist es fast unmöglich sich so zu spezialisieren wie ich es jetzt getan habe, weil man einfach nicht verstehen würde was man macht.

Es steht und fällt alles mit Transferleistungen.
 
Boarder schrieb:

Mit Verlaub: Das kann ich nicht glauben!

Der größte Irrtum eines Schülers ist der, dass er in der Schule Faktenwissen lernt (dazu ist gar nicht die Zeit und es fehlt dem Schüler an noch zu vielem - aber genau das soll er lernen: sich Dinge selbst zu erarbeiten). Es geht in der Schule und auch noch in der Ausbildung darum, dass man lernt, sein Gehirn zu benutzen und es flexibel zu benutzen. Natürlich muss ein Elektrotechniker nichts über die Metaphorik in "Faust" wissen, aber er muss lesen, denken, analysieren können.
Jemand der glaubt, wozu muss ich wissen, wie die Steinzeitmenschen ihr Zusammenleben geregelt haben, lenkt den Verdacht auf sich, sich nicht in andere reinzuversetzen. Leider wird er dann auch keine Führungposition von seinen Vorgesetzten überantwortet bekommen. Was nützt uns Spielen? Etwa dass wir später wissen, dass wir in der zwölten Runde eine 6 gewürfelt haben? Nein, aber es lehrt uns trotzdem soziale und je nach Spiel auch rechnen etc. - viele Lern-Spiele sind ja auf Rechnen oder Sprechen oder Sprachen lernen oder auf logisches Denken oder Kreativität o.a. ausgerichtet. Ich präzisiere nochmal: Keiner wird denken, dass es wichtig ist, das Ergebnis einer bestimmten Rechenaufgabe auswendig zu kennen. Aber es ist wichtig, zu wissen, wie man darauf kommt.
 
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