Freezi schrieb:
Mit Federer hätte er das nie und nimmer gemacht.
dabei ist Federer selber ein Verfechter der kurzen Zeit für eine Challenge
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=koTTY3QuLcQ[/vid]
"its not allowed to challenge after two seconds. this guy takes like 10. every time"
was danach folgt ist... naja, sagen wir einfach: auf Federer steigt der Erfolg manchmal in den Kopf: "You have any rules? Don't tell me to be quiet, ok? When I want to talk I'll talk, all right...I don't give a shit what he said, ok"
aber zurück zu Nalbandian:
ich wüsste halt gerne, was die beiden besprochen haben, und warum Nalbandian ihm nicht dort SOFORT gesagt hat, dass er eine Challenge will. mal ernsthaft: in so einer Situation ist es völlig klar, dass man eine Challenge nimmt, das muss sich niemand mehr überlegen. Nalbandian bringt ja auch das Argument auf, welches du erwähnst, nämlich dass auch andere Spieler sich den Abdruck ansehen und sich erst dann entscheiden
DA hätte ich jetzt gerne ein richtiges Statement von der ATP: ist das erlaubt, oder nicht? so schwierig kann das doch nicht sein?! aber scheinbar sind sich die weltbesten Tennisspieler nicht einmal einige über die Regeln, dann muss man da Klarheit schaffen.
hier bspw. eine Szene, in der sich Nadal c.a. 8 Sekunden Zeit lässt für eine Challenge und sich Murray darüber ausregt. Die Kommentatoren sprechen danach an, dass das Schiedsrichter-Entscheidung ist, wie lange sie einem Spieler Zeit geben.
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=rDLJCQpExJA[/vid]
mir ist der Schiri noch nie negativ aufgefallen, deshalb wollte ich ihm keine unsportlichkeit vorwerfen, sondern dachte, dass er sich einfach strikt an die Regeln hält. wenn die Regeln aber wirklich nicht so strikt sind, wie ich das gedacht habe, und der Schiri so ein Typ ist, wie du das beschreibst, dann ist es wirklich daneben.
Schade um Nalbandian, ich mag ihn
@ATP: ergänzt das Reglement doch um folgende zwei Punkte:
-Wird ein Ball ausgegeben, muss der Spieler unmittelbar nach dem Aus-Ruf des Linienrichters eine Challenge verlangen. (unmittelbar wird hier definiert als max 3 Sekunden)
-Nachdem ein Schiedsrichter einen Linienrichter überstimmt, folgt automatisch eine Challenge.
warum diese Regeln: Challenges sind eine tolle Sache: sie erhöhen die Spannung am TV und gleichzeitig die Fairness im Sport. Sie bringen Spieler aber auch aus dem Rhythmus. um das zu minimieren, muss eine Challenge verzögerungsfrei verlangt werden. (es gibt ja auch keinen Grund, warum man warten sollte. Das soll eine "Bauchentscheidung" sein.
warum die zweite Regel: Wenn ein Schiedsrichter einen Linienrichter überstimmt, führt das besonders in wichtigen Situationen fast immer zum gleichen Ablauf: verständnisloser Blick, Diskussion mit dem Schiedsrichter, anschliessende Challenge, weil man eh alles besser weiss

. [genau so lief es ja auch bei Nalbandian]
das kostet viel Zeit, und kann den aufschlagenden Spieler aus dem Konzept bringen. um dem vorzubeugen sollte immer gleich nach einem "overrule" eine Challenge eingeblendet werden. mit der Berechnung dauert das c.a. 10 Sekunden und man kann mit gutem Gewissen weiterspielen.
neben Nalbandian ist übrigens auch Roddick ausgeschieden

gleich zwei Spieler weg aus meinem Kreis der erweiterten Lieblingsspieler
Roddick hat den ersten Satz gewonnen, die Sätze 2 und 3 verloren, dabei gab es aber schon Anzeichen für ein medizinisches Problem. er gab nach dem 3. Satz auf