Sampras war schon alleine deshalb meilenweit von einem Grand Slam entfernt, weil er an den French Open nie Tennis gespielt hat, mit dem man gewinnen kann. was war da sein bestes Ergebnis? ein Viertelfinale? vllt ein Halbfinale? beides nicht gerade herausragend, wenn man bedenkt wie oft er da als Nummer 1 antreten durfte...
Nadal hat zweifelsohne das Talent, um den Grand Slam zu schaffen, genauso wie Federer das hatte(, oder hat?). ihm funkte nur ein Spieler dazwischen, der in die Geschichte als einer der (oder DER) besten Sandplatzspieler eingehen wird. (mit mindestens 8 und vermutlich über 12 Grand Slam Titeln auch als einer der besten Tennisspieler überhaupt)

Um den Grand Slam zu schaffen braucht man aber (neben Talent) eine bestechende Konstanz und Glück. Ich traue es ihm, wie gesagt, ohne Zweifel zu. logisch, er kann jedes Turnier einzeln gewinnen (das hat er ja ab heute Nacht auch

) und kann offenbar auch über 50+ Wochen auf höchstem Niveau spielen.
aber klar, der Grand Slam bleibt unglaublich schwierig in der heutigen Zeit. Federer, Djoko, Del Potro und Murray werden vermutlich auch im nächsten Jahr an 3 der 4 Grand Slams würdige Gegner sein für Nadal. und dann gibt es auch immer die Möglichkeit, dass ein neues Supertalent kommt, welches wir noch kaum kennen

(Federer schlug damals auch Sampras, als dieser Titelverteidiger in Wimbledon war)
Den Career Grand Slam wird er sich aber vermutlich schon in wenigen Stunden sichern!
zu den AO: ach, sie haben einfach für mich eine geringere Bedeutung. das ist rein subjektiv. Gründe:
- Wer in New York gewinnt, kann mit allerlei wideren Umständen (inkl Lärm) umgehen. da zu spielen ist wirklich etwas anderes (sagen die spieler, ich war noch nie da

), als in JEDEM anderen Stadion, in denen es fast immer deutlich ruhiger ist
- das traditionsreichste Major ist Wimbledon! Weiss, Rasen, Klassik Pur.
- die French Open stellen eine ganz andere Herausforderung dar als die anderen 3 Grand Slams. das macht auch dieses Turnier speziell. dieser Herausforderung gewachsen sind nur Spieler, die auch richtig Tennis spielen können, und nicht nur auf 2-3 Schläge fixiert sind
Jedes Grand Slam hat für mich irgendetwas spezielles. die AO sind für mich einfach "das 2. Grand Slam auf Hard". es hat keinen eigenen Untergrund, nichts, was es für meinen Geschmack von den anderen abhebt. aber wie gesagt: das ist nur mein persönlicher Geschmack. ein Titel an der AO ist natürlich gleichviel wert. für mich bleibt es irgendwie "das vierte Grand Slam"... (und wetten, dass odb einen French Open, US Open oder Wimbledon Titel von Djokovic nicht vergessen hätte

)
meine persönliche Favoritenliste:
1.) Wimbledon, knapp vor US Open aus einem einzigen Grund: ein Tiebreak im 5. Satz ist mist. auf diese Idee kommen nur die TV-geknechteten Amis. Ansonsten gefällt mir natürlich besonders das Traditionsreiche
2.) US Open - das modernste Turnier. die Shows vor dem eigentlichen Turnier sind jeweils schon klasse, und auch während den Matches ist am meisten los im Stadion. Amerikaner wissen, wie man Sport zelebriert

3.) French Open, schon mit einem gewissen, aber keinem allzu grossen Abstand. Mir gefallen die anderen Beläge besser, wobei natürlich auch Sand einen gewissen Reiz hat! zudem mag ich die USA und England lieber als Frankreich

4.) Australian Open, mit einem recht grossen Abstand

, Erklärung war ja schon oben
