Man muss einfach differenzieren. Das ist das Problem warum ein Mandos zB mit mir und Horst hier nie dakor gehen wird.
Der „Mandos“ – Charakter Typ sieht auf seine Spiele die auf dem Tisch liegen. Erkennt dass er daran Spaß hatte und erhält für sich somit das Fazit: Alles in Ordnung.
Aus meiner Sich heraus sieht dies schon wieder etwas anders aus.
Man muss zuerst verstehen dass es mir, und ich nehme mir einfach mal heraus dass ich nun auch für Horsti spreche, primär nicht um das Portofolio ansich, oder deren Qualität geht. Mann muss die Zusammenhänge beäugen und diskutieren. Mir persönlich geht es darum dass ich das Gefühl habe die meisten Entwickler hätten die Liebe zu ihrem Job verloren. Es fehlt mir in den meisten Titeln einfach ein gewisser „Spirit“. Ich ziehe mir zb die meisten Demos die auf Live erscheinen. Und bei sicherlich 90% wüsste ich nicht warum mir das Game in Erinnerung bleiben soll. Versteht mich nicht falsch, ich verurteile niemanden dem diese Spiele Spaß machen. Aber ich suche nicht einen zwanghaften Zeitvertreib wie ich es so manchem Schüler/Studenten einfach mal unterstelle. (das ist auch gar nicht böse gemeint) Ich suche für mich eine Spielerfahrung. Und diese finde ICH eben nicht bei einem Call of Duty oder etwaiigem. Zuletzt gefiel mir zb der Trailer/Spielszenen von DNF sehr gut. Er wirkt für mich einfach wie eine Hommage auf die goldenen Spielejahre. Klar waren das nur einzelne Szenen und man muss sehen was im Spiel dabei rauskommt aber der Ansatz passt schonmal.
Spontan fällt mir noch eine kurze Anekdote ein.
Bekanntermaßen mag die Halo Reihe sehr. Zuletzt bei Halo Reach hatte ich eine mehr als zwiespältige Spielerfahrung. Zum einen wurde das Spiel als Ehrerweisung und Danksagung an die Fans gepriesen. Zum anderen hatte ich eben dieses Gefühl nicht. Ich fand finde das Spiel gut. Das wars aber dann auch. Wenn ich mir zb denke dass die Spartaner die ultimativen Kriegsmaschienen der Menschen sind, dann kann nicht eine davon einfach von einem einzelnen Schuss in einer Cutscene gekillt werden. Das wirkt auf mich paradox und unglaubwürdig. Hätten hier , nach all den Jahren natürlich evtl. schwer zu verlangen aber trotzdem meiner Meinung nach Grundvoraussetzung, in Ihr Spiel verliebte Nerds gesessen, ich denke kaum dass die geschrien hätte:“ EPIC ALDA EPICI!! So MUSS DAS SEIN“ Mir ist bewusst dass ich nun nur ein unbedeutsames Beispiel herausgepickt habe aber es soll einfach aufzeigen dass viele solcher Details das Gesamtbild trüben.
Und an eben diesen durch und durch runden Spielen mangelt es derzeit durchaus meiner Meinung nach. Es gibt sie, die versteckten Perlen, jedoch sind sie derzeit rar. Dass eine Industrie Geld verdienen will ist ja auch bei Leibe nichts falsches. Und um Himmels Willen es MUSS das Spielerische „Fast Food“ geben. Daran ist nirgends etwas schlechtes zu finden. Soviel nur zu den Menschen die Studios vorwerfen Geld verdienen zu wollen. Mir persönlich kommt das irgendwie alles ein wenig vor wie ein Vorgang den ich in Hollywood beobachtet habe. Zumindest bilde ich mir das ein. Subjektiv kam ir vor als dass es eine Zeit gab wo nur mehr die größere bombast Optik in Filmen zählte. Erzählerisch hatte diese Machwerke aber meist nicht viel zu bieten. Erst nach einiger zeit wurde dann plötzlich wieder Geld für „unpopuläre“ Projekte zur Verfügung gestellt. Ob dies wirklich so war oder nur mir so vorgekommen sit kann ich nicht sagen aber der Schluß ist der selbe. Die Branche ist schnell gewachsen und muss sich nun erst in Ihre neue Position als Mainstream Medium einfühlen. Die Koticks dieser Welt haben, zu Recht, Ihre Chance gewittert hier Geld zu machen. Nun muss sich eben zeigen wie sich der Markt an sich selbst reguliert.