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MULTI Anamorphine

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Erscheinungsdatum
31. Juli 2018
Genre: Exploration Adventure
Entwickler: Artifact5
System: PS4, PSVR, Xbox One, PC, Rift, Vive
Release: TBA

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Explore the past as you resolve the present in Anamorphine, a surreal adventure of rendered emotions. The player journeys into the mind of the main character in post-traumatic denial, as his subconscious pushes him to face his past - or be consumed by it…
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe heute Anamorphine auf der PS4 durchgespielt. In dem Explorationsspiel bewegt man sich im Walking-Sim-Stil durch Szenen des Lebens eines Paares in der Abwärtsspirale. Dabei erzählen die Entwickler meist in Momentaufnahmen eine Geschichte über Depression ohne aufwendige Dialoge.

Das dynamische Element des Spiels sind vielmehr der fließende Übergang der Szenen, überraschende Perspektivwechsel und zunächst harmlose Kulissen, die sich vor den Augen des Spielers ins Surreale transformieren. Ein simples Beispiel: Als Spieler bewegt man sich über die Empore eines gespenstisch leeren Theaters, den Blick in Richtung Bühne. Kurz streift eine Säule das Bild und versperrt die Sicht und auf der anderen Seite ist die Bühne plötzlich lebendig, der Saal mit Publikum besetzt. Auf solchen Ideen aufbauend kreieren die Entwickler immer wieder interessante Momente, die frisch wirken und auch technologisch beeindrucken.

Leider bringen die in der Unity-Engine realisierten fließenden Übergänge und wilden Sprünge zwischen Orten, Zeiten und Erzählebenen die PS4 technisch an ihr Limit. Dies macht sich in langen Ladezeiten an ungünstigen Punkten, vereinzelten Slowdowns und unschönen Popups bemerkbar. Dafür wurde das Spiel in verschiedenen Kritiken zurecht getadelt.

Dennoch überwiegt bei mir das Positive. Anamorphine hat mich mit seinen kreativen Einfällen nachhaltig beeindruckt und ist einer der wenigen Titel des bisher sehr konservativen Spielejahrs, die neue Pfade betreten und dabei erfolgreich sind. Mit 30 Euro für wenige Stunden ist der Preis bis zum Sale aber wohl eher was für Genrefans.

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