[/s]Längst Überfällig :
Von uns fährt auch niemand ohne Führerschein bis er auf einmal merkt "mit Führerschein wäre es evtl. doch sicherer"
Berlin, 23.03.09 / 14:53 gamesmarkt.de
Medienpädagogisches Manifest formuliert Forderungen
Das Medienpädagogische Manifest stellt konkrete Forderungen an die Politik, um Medienkompetenz zu vermitteln (Bild: 1999 PhotoDisc,Inc.)
Medienkompetenz für Kinder, Jugendliche und Eltern ist seit Jahren in aller Munde, getan hat sich aber seit 2002 wenig. Mit dem Medienpädagogischen Manifest formulieren die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, die Kommission Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, die Fachgruppe Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, das JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis sowie das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung einen Forderungskatalog an die Politik. Einhelliger Tenor: Die Medienpädagogik in Deutschland muss massiv ausgebaut werden, um allen Bürgern das nötige Rüstzeug für den Umgang mit den verschiedenen Medienwelten an die Hand zu geben.
Darin heißt es: "Medienkompetentes Handeln setzt fundierte Kenntnisse über die verschiedenen Medien voraus: Kenntnisse über technische Grundlagen und ästhetische Formen, über die Bedingungen und Formen medialer Produktion und Verbreitung in der Gesellschaft, ein Bewusstsein für die kulturell-kommunikative, ökonomische und politische Bedeutung, die Medien in globalisierten Gesellschaften haben. Medienkompetenz zielt auf die Fähigkeit zur sinnvollen, reflektierten und verantwortungsbewussten Nutzung der Medien. Hierzu gehören u.a. die Fähigkeit zu überlegter Auswahl, zum Verstehen und Interpretieren medialer Kodes, zu einer reflektierten Verwendung von Medien in Freizeit, Schule und Beruf. Das aktive und kreative Gestalten mit Medien für Selbstausdruck, für die Artikulation eigener Themen, für Kontakt und Kommunikation ist ein weiterer, zentraler Bereich von Medienkompetenz. Schließlich fördert Medienpädagogik die Medienkritik, die sich sowohl auf die gesellschaftliche Medienentwicklung als auch die (selbstreflexive) Mediennutzung und die eigene Gestaltung mit Medien bezieht."
Im Kern umfasst das Medienpädagogische Manifest fünf Forderungen:
Die Stärkung von medienpädagogischen Programmen vor allem in den Einrichtungen der Elementarpädagogik sowie in der Jugend-, Familien- und Elternbildung.
Die Standardisierung und Verankerung von medienpädagogischen Inhalten im Lehrplan über alle Schulformen hinweg.
Die Intensivierung medienpädagogischer Arbeit im außerschulischen Bereich der Kinder- und Jugendarbeit mit Schwerpunkten auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und aus bildungsbenachteiligten Milieus sowie die Förderung der Medienpädagogik im Kontext kultureller Bildung.
Die Verankerung der Medienpädagogik als verbindlicher Bestandteil der Ausbildung von Erzieherin, Lehrern und Pädagogen sowie darüber hinaus die Schaffung von medienpädagogische Ausbildungen in Form von Master-Studiengängen.
Die deutliche Stärkung der Mediensozialisationsforschung und der medienpädagogischen Begleit- und Praxisforschung.