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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bexter schrieb:
Aber das ist - vor allem journalistisch gesehen - eine Mangelleistung und miese Arbeit.
Wenn mir mein Chef sagt, dass ich ein Review von Bushido schreiben soll, dann kann ich mir nicht nur das Album 3-4 Mal anhören, sondern muss mich auch mit der Person und der Hip Hop Szene auseinandersetzen um als Journalist objektiv und authentisch zu bleiben - auch wenn ich persönlich Bushido und Hip Hop nicht mag.
Das ist hier NULL der Fall und hat nichts mehr mit seriösen Journalismus zu tun.

Um mal bei der Musik zu bleiben .
Das ist eher so als müßtest du das neue Bushido Album für eine Volksmusik magazin testen . Hart aber Fair und Frontal21 sind immer ganz genau auf eine sehr altmodisch denkende zielgruppe zugeschnitten .
Das macht das ganze nicht besser , aber so wird bei diesen beiden Formaten mit fast allen themen umgegangen , Spiele sind da nur ein "Opfer" unter vielen .
 
Der Twitter-Journalismus ist wohl die schnellste Art um irgendwelche Informationen an die Menschen zu bringen. Wie Fachlich die Infos sind, soielt wohl für den normalen Zuschauer keine Rolle.
 
Aber selbst, wenn ich das Bushido Album für ein Volksmusik Magazin testen muss, dann muss ich doch als seriöser Journalist mal in dieses Album reinhören und mich nicht nur darauf zu verlassen, was ich mal gehört habe.
Da hat KEINER der Ü40 Leutchen überhaupt mal ein Ballerspiel gespielt, quatschen aber darüber, als seien sie die Experten vorm Herrn.
 
Bexter schrieb:
Da hat KEINER der Ü40 Leutchen überhaupt mal ein Ballerspiel gespielt, quatschen aber darüber, als seien sie die Experten vorm Herrn.

Aber man muss ja auch nicht als Baum im Regenwald gestanden haben, um den Regenwald retten zu wollen. ;)

Alleine, dass ein solche Antwort auf ein unbequeme Frage ohne weiteres Nachfragen des Moderators durchgeht, zeigt das Niveau der Sendung. Wie von dir zutreffend geschrieben: Das hat mit seriösen Journalismus nichts zu tun.
 
Ja, das war DAS Todschlagargument überhaupt. Total lächerlich.
Soll ich jetzt sagen: Ich muss nicht im Bundestag gesessen haben um festzustellen, dass unsere Politiker einen Knall haben?
 
Doch was ist öffentlich-rechtliches Fernsehen überhaupt? Was dürfen wir Zuschauer erwarten, wenn wir jeden Monat stattliche 17,98 Euro bezahlen müssen?

ARD und ZDF verlieren im Informationsbereich immer mehr an Glaubwürdigkeit, im Unterhaltungsbereich an Kompetenz, im Film- und Serienbereich erheblich an Niveau. ARD und ZDF zeigen eine erschreckende Ideenarmut, neue Sendungen sind zumeist Ableger von abgestandenen privaten Ideen.
Zugleich werden anspruchsvolle Programmteile und Programme für Minderheiten immer mehr ins Nachtprogramm oder in digitale Spartenkanäle verdrängt.

Die Inhalte in ARD und ZDF gleichen immer mehr denen eines privaten TV-Angebots – nur mit weniger Werbeunterbrechung. Doch dafür zahlen wir nicht!

FRÜHER setzten die Öffentlich-Rechtlichen mit ihren Polit-Magazinen investigative Maßstäbe. HEUTE sind diese Sendungen zumeist schlecht recherchierte, zahnlose Tiger.

FRÜHER klärten die Öffentlich-Rechtlichen die Jugendlichen auf und sorgten für deren politische Bildung. HEUTE setzen sie ihnen, genauso wie die Privaten, eine Daily Soap nach der anderen vor.

FRÜHER war die Samstagabendunterhaltung geprägt von kreativen Ideen und Köpfen wie Rudi Carrell und Kulenkampff, HEUTE gibt es Schunkelshows mit Silbereisen & Co. sowie unkreative Frage-Shows, vorgelesen von Jörg Pilawa.

FRÜHER faszinierten ARD und ZDF mit tollen Tierdokus von Heinz Sielmann und anderen, HEUTE werden in Deutschlands Zoos Kameras aufgestellt und weltbewegende Bilder gezeigt, wie etwa ein Elefantenkäfig ausgemistet wird.

FRÜHER sendeten ARD und ZDF anspruchsvolle Filme zur besten Sendezeit – HEUTE gibt es die, wenn überhaupt, erst nach 23 Uhr abends.

FRÜHER grenzten sich ARD und ZDF richtigerweise vom schmutzigen Boulevard-Journalismus ab, heute wühlen sie mit „Brisant“ und „Hallo Deutschland“ genauso im Dreck.

ARD und ZDF haben sich zum 1. Januar 2009 trotzdem die Gebühren erhöht. Doch: Wer mehr Geld verdienen möchte, sollte sich dafür auch angestrengt haben. ARD und ZDF haben sich nicht angestrengt, sie haben das Klassenziel nicht erreicht. Dafür zahlen wir nicht!

Deshalb:

* Schluss mit jeglicher Werbung und jeglichem Sponsoring bei ARD und ZDF.
* Schluss mit Quotenmessungen bei ARD und ZDF – öffentlich-rechtliches Fernsehen darf sich nicht nach Einschaltquoten richten
* Schluss mit Krawalljournalismus, Daily Soaps und hirnlosen Heimatschnulzen. Jedes Programm von ARD und ZDF muss einem Mindestmaß an Anspruch unterliegen. Anspruchsloses Fernsehen bieten uns die Privaten genug – und zwar kostenlos.
* Schluss mit immer mehr kostspieligen digitalen Sonderkanälen, in die Kultursendungen und Dokumentationen abgedrängelt werden. Wir zahlen dafür, dass ARD und ZDF selbst ein tiefsinniges Programm bringen.

Wir wollen, dass öffentlich-rechtliches Fernsehen endlich wieder öffentlich-rechtliches Programm zeigt! Es muss ein Druck durch Deutschland gehen – und zwar auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen
 
elterrible schrieb:
Bexter schrieb:
Da hat KEINER der Ü40 Leutchen überhaupt mal ein Ballerspiel gespielt, quatschen aber darüber, als seien sie die Experten vorm Herrn.

Aber man muss ja auch nicht als Baum im Regenwald gestanden haben, um den Regenwald retten zu wollen. ;)

Alleine das ein solche Antwort auf ein unbequeme Frage ohne weiteres Nachfragen des Moderators durchgeht, zeigt das Niveau der Sendung. Wie von dir zutreffend geschrieben: Das hat mit seriösen Journalismus nichts zu tun.

Jep , die Gäste fand ich eigentlich ganz passend und gut gewählt .
Das problem war die Moderation die ganz offensichtlich darauf abziehlte die schuld bei den spielen zu suchen .
btw.
Glaube ich kein stück das die beiden testkäufer ( so wie behauptet ) noch nie einen egoshooter gespielt haben . Davon düfte es in der altersgruppe in Deutschland etwa 5 geben , da glaube ich nicht das die so schnell 2 gefunden haben ...
 
Amen! ;)

Glaube ich kein stück das die beiden testkäufer ( so wie behauptet ) noch nie einen egoshooter gespielt haben . Davon düfte es in der altersgruppe in Deutschland etwa 5 geben , da glaube ich nicht das die so schnell 2 gefunden haben ...

Also wirklich, die "seriöse" ARD hat extra nur Jungs genommen, die "Mein Ponyhof" und "Die Sims" spielen...
 
Ist auch nur C&P von hier:
http://dafuer-zahl-ich-nicht.de/

Ich find es immer noch krass, wie ein 17-Jähriger so viele Menschen mit in den Tod reißen kann.
 
darthELIAS schrieb:
* Schluss mit immer mehr kostspieligen digitalen Sonderkanälen, in die Kultursendungen und Dokumentationen abgedrängelt werden. Wir zahlen dafür, dass ARD und ZDF selbst ein tiefsinniges Programm bringen.
Bullshit. Die digitalen Zusatzkanäle, Phoenix und der WDR sind noch die einzigen Instanzen, welche die GEZ-Gebühren teilweise rechtfertigen.
 
Die Sendung hat aber auch malwieder deutlich das Grundproblem in der Diskussion um "Killerspiele" gezeigt. Links 2 aus der Generation 60+ rechts 2 aus der Generation u30 (der tom kann natürlich auch etwas älter sein) in der Mitte eine Frau die mit gaming eh nichts am hut hat. Es ist imho einfach ein Generationenproblem. Und man muss sich ja auch nicht einreden, dass man selber toleranter wäre.
 
Der eigentliche Gag ist ja mitlerweile, das sich die Zielgruppe von RTL, SAT1 und Pro7 über die stark gesunkene Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender beschwert. Hätte mir das mal einer vor ein paar Jahren erzählt :D
 
Darko schrieb:
Der eigentliche Gag ist ja mitlerweile, das sich die Zielgruppe von RTL, SAT1 und Pro7 über die stark gesunkene Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender beschwert. Hätte mir das mal einer vor ein paar Jahren erzählt :D

Tja von Sat1 RTL usw. erwartet man leichte unterhaltungskost und von den Öffentlich-rechtlichen gut recherchierten journalismuss . ARD/ZDF driften aber immer mehr auf das niveau der privaten ab . Das kann aber nicht sinn und zweck dieser sender sein für die wir GEZ gebüren zahlen müßen .
 
287mzxl.jpg


Um sich mit den Menschen nicht zu sehr auseinandersetzen zu müssen, verbrachte Tim K. Stunden vor dem Computer. Ein Freund: „Er liebte Ballerspiele wie ,Counterstrike‘, schaute auf dem Computer auch Horrorfilme. Es würde mich nicht wundern, wenn er vor der Tat die ganze Nacht am PC geballert hat, morgens von dem Amoklauf in den USA gehört hat – und dann loszog zur Schule.“

http://www.bild.de/BILD/news/2009/03/12/winnenden/tim-kretschmer/wie-wurde-er-zum-amoklaeufer.html
 
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