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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Meine Freundin geht in Ulm zur Schule und muss jedes Mal im Memmingen umsteigen, sie hatte da richtig angst am Bahnhof als sie ihn noch nicht geschnappt hatten, der ganze Bahnhof war zwar voller Polizisten aber trotzdem hätte ich ebenso ein unwohles Gefühl im Magen.
 
So Amokläufe hat es früher von Jugendlichen nie gegeben, das ist schon Besorgnis-erregend. Generell ist das Gewaltpotenzial dennoch gesunken.
Soweit ich mich richtig entsinne ist das einzige Verbrechen mit einer steigeneden Quote das Kapitalverbrechen, verglichen mit den 90gern.
 
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Der Bulle sowieso und der Jäger auch irgendwo, erfüllen aber hoheitliche Aufgaben. Das kann man beim Freizeitspaß rumballern nicht gerade herleiten. Das ist der relevante Unterschied.

Ein guter Kompromis wäre es m.M.n. nur Waffen im Besitz zu erlauben, die berufs- oder hobbytypisch sind. Ein Jäger hätte dann vermutlich keine Pistolen zu besitzen, weil er die nicht braucht (jedenfalls für mich als Laien). Automatische Waffen und Kriegswaffennachbildungen gehören gar nicht in Privatbesitz, und man kann da m.M.n. auch über ein generelles Verbot nachdenken.
Neulich lief im TV mal eine Reportage über die Waffenlobby in Deutschland. War eine gute Sendung und auch relativ wertfrei. Aber mit was für Waffen da Privatleute auf dem Schießstand des Oberlobbyisten rumhantierten, kann einem schon zu denken geben. Der hatte da eine vollwertige Sniper Range und die Kundschaft hatte dann auch die entsprechenden Waffen.
Außerdem muss man m.M.n. aufpassen, daß man nicht zuviele neue "Sportarten" anerkennt. Die haben da auch Häuserkampf usw. trainiert, alles unter dem Sportbanner.
 
El-Suave schrieb:
Außerdem muss man m.M.n. aufpassen, daß man nicht zuviele neue "Sportarten" anerkennt. Die haben da auch Häuserkampf usw. trainiert, alles unter dem Sportbanner.

Jepp, nennt sich IPSC-Schießen. Das ist quasi Amoktraining mit schweren Faustfeuerwaffen, völlig absurd :vogel:
 
Cale schrieb:
El-Suave schrieb:
Außerdem muss man m.M.n. aufpassen, daß man nicht zuviele neue "Sportarten" anerkennt. Die haben da auch Häuserkampf usw. trainiert, alles unter dem Sportbanner.

Jepp, nennt sich IPSC-Schießen. Das ist quasi Amoktraining mit schweren Faustfeuerwaffen, völlig absurd :vogel:

Cale, das ist doch Quatsch. Sorry aber ersetze IPSC-Schießen mit Ego Shooter und setze vor Faustfeuerwaffen Pixel. Und schon würden wir uns hier wieder über solch dumme Kommentare aufregen.
Das ist für die halt eine Sportart und wenn wir uns darüber aufregen sind wir nicht besser als die Leute die ständig Videospiele verteufeln.
 
Nur das ich mit meiner Crysis2 Disk niemanden abknallen kann,mit einer Desert Eagle hingegen schon.
Das sogenannte Sportler auch solche Waffen zuhause haben weiß ich noch vom Bund.
Da kamen sie auch ab und zu mit ihren privat Waffen auf der Schießbahn vorbei um zu prahlen.
Diese Waffen sind keine Kleinkaliber und damit werden auch keine Wettkämpfe bestritten darum sind die in Privathänden völlig überflüssig.
 
Thitor schrieb:
Das ist für die halt eine Sportart und wenn wir uns darüber aufregen sind wir nicht besser als die Leute die ständig Videospiele verteufeln.

richtig.

den unterschied zwischen geisteskranken und normalen waffenbesitzern sollte man schon erkennen. sonst driftet das hier wirklich ab.
 
El-Suave schrieb:
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Der Bulle sowieso und der Jäger auch irgendwo, erfüllen aber hoheitliche Aufgaben. Das kann man beim Freizeitspaß rumballern nicht gerade herleiten. Das ist der relevante Unterschied.

Ein guter Kompromis wäre es m.M.n. nur Waffen im Besitz zu erlauben, die berufs- oder hobbytypisch sind. Ein Jäger hätte dann vermutlich keine Pistolen zu besitzen, weil er die nicht braucht (jedenfalls für mich als Laien). Automatische Waffen und Kriegswaffennachbildungen gehören gar nicht in Privatbesitz, und man kann da m.M.n. auch über ein generelles Verbot nachdenken.

Jäger brauchen Pistolen bzw Revolver gelegentlich schon. Wenn man "innerorts" eine Sau anfährt, dann schießt man die nicht mit dem Gewehr, sondern idr mit einer Pistole. Das ist waidgerechter und sicherer für die Umgebung.
Automatische Waffen und Kriegswaffen sind bereits für Privatpersonen verboten.
 
Bullitt schrieb:
Auch das stimmt. Aber wenn dann nächstes Jahr ein Polizistenkind Amok läuft, geht eine neue Diskussion über Gesetzesänderungen, Videospiele und was weiß ich was los.
Und wenn das erste mal das Vereinsheim eines Schützenvereins leer geräumt wird, wird man feststellen, dass auch das neue Gesetz wieder Lücken hat. Oder das Ordnungsamt hat Schuld, weil es nicht richtig kontrolliert hat.

Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Der deutsche zeichnet sich in erster Linie dadurch aus obrigkeitshörig zu sein. An so Dinge wie Staatsgewalt und Hoheitsbefugnisse von Hilfsbeamten will niemand (ich spreche jetzt vom normalen Bürger und klammere die Anarchos von links und rechts mal bewusst aus) ran.
Das es keinen vollumfänglichen Schutz geben wird habe ich eingangs selbst schon eingeräumt. Mit den Konsequenzen müsste dann der Schützenverein leben. Nennen wir es in Analogie zum POR halt Zustandsstörer. Die Gefahr wird durch denjenigen gesetzt der den Diebstahl, durch nicht ausreichende Sicherheitsvorkehrungen möglich macht. -> Garant aus Ingerenz.

Epe schrieb:
So Amokläufe hat es früher von Jugendlichen nie gegeben, das ist schon Besorgnis-erregend. Generell ist das Gewaltpotenzial dennoch gesunken.
Soweit ich mich richtig entsinne ist das einzige Verbrechen mit einer steigeneden Quote das Kapitalverbrechen, verglichen mit den 90gern.

Ich glaube du setzt Gewaltpotential fälschlicherweise mit Quantität gleich - und selbst das ist aufgrund der hohen Dunkelziffer nichtmal zwingend zutreffend.

El-Suave schrieb:
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Der Bulle sowieso und der Jäger auch irgendwo, erfüllen aber hoheitliche Aufgaben. Das kann man beim Freizeitspaß rumballern nicht gerade herleiten. Das ist der relevante Unterschied.

Ein guter Kompromis wäre es m.M.n. nur Waffen im Besitz zu erlauben, die berufs- oder hobbytypisch sind. Ein Jäger hätte dann vermutlich keine Pistolen zu besitzen, weil er die nicht braucht (jedenfalls für mich als Laien). Automatische Waffen und Kriegswaffennachbildungen gehören gar nicht in Privatbesitz, und man kann da m.M.n. auch über ein generelles Verbot nachdenken.
Neulich lief im TV mal eine Reportage über die Waffenlobby in Deutschland. War eine gute Sendung und auch relativ wertfrei. Aber mit was für Waffen da Privatleute auf dem Schießstand des Oberlobbyisten rumhantierten, kann einem schon zu denken geben. Der hatte da eine vollwertige Sniper Range und die Kundschaft hatte dann auch die entsprechenden Waffen.
Außerdem muss man m.M.n. aufpassen, daß man nicht zuviele neue "Sportarten" anerkennt. Die haben da auch Häuserkampf usw. trainiert, alles unter dem Sportbanner.

Ich glaube die Reportage habe ich auch in der Mediathek gesehen. Da waren auf jeden Fall ein paar Jungs dabei, denen ich die Fähigkeit wirksam einen Rechtsbindungswillen zu fassen absprechen würde. Aber egal, nicht alle.
Wie gesagt, meinetwegen sollen die Rumballern soviel sie wollen auf ihrem Schießstand, bis die Handgelenke taub sind. Keiner von denen braucht die Knarren aber zu Hause um seinem Hobby nachgehen zu können.

Thitor schrieb:
Cale, das ist doch Quatsch. Sorry aber ersetze IPSC-Schießen mit Ego Shooter und setze vor Faustfeuerwaffen Pixel. Und schon würden wir uns hier wieder über solch dumme Kommentare aufregen.
Das ist für die halt eine Sportart und wenn wir uns darüber aufregen sind wir nicht besser als die Leute die ständig Videospiele verteufeln.

Die Argumentation geht völlig am Thema vorbei. Wir sprechen hier in keinem Punkt über das Verbot von Schieß"sport". Es geht hier nur darum das niemand der Schießen will seine Waffen zu hause zwischen Wickeltisch und Heizöltank einschließen muss. Zu Hause darf er die Waffe ohnehin nicht benutzen, also kann sie auch an dem Ort sicher gelagert sein, an dem sie einzig benutzbar ist.
Das die Leute immer gleich frei nach Pawlow aufschreien sobald sie die Schlüsselworte lesen.
Darüberhinaus sprechen wir über Gefährdungspotentiale die von dem Gegenstand selbst ausgehen, nicht von psychisch-pathologischen Zuständen die Auslöser sein können. Mit dem Computerspiel kann ich sachlogisch schon niemanden verletzen. Mit der Knarre kann jeder Affe töten.



Sagt mir jetzt noch jemand irgendeinen Grund weshalb die Waffen zu hause gelagert sein dürfen? Streichen wir mal das Erfordernis der Rationalität, das scheint ja damit ohnehin nicht zu funktionieren. Nur einen Grund?
 
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Sagt mir jetzt noch jemand irgendeinen Grund weshalb die Waffen zu hause gelagert sein dürfen? Streichen wir mal das Erfordernis der Rationalität, das scheint ja damit ohnehin nicht zu funktionieren. Nur einen Grund?

weil es _normalerweise_ funktioniert?

deine argumentation baut auf geisteskranken auf. da findet man schnell 100 gründe, was alles dagegen spricht. keine kunst. ;)
 
maXX schrieb:
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Sagt mir jetzt noch jemand irgendeinen Grund weshalb die Waffen zu hause gelagert sein dürfen? Streichen wir mal das Erfordernis der Rationalität, das scheint ja damit ohnehin nicht zu funktionieren. Nur einen Grund?

weil es _normalerweise_ funktioniert?

deine argumentation baut auf geisteskranken auf. da findet man schnell 100 gründe, was alles dagegen spricht. keine kunst. ;)

Meine Argumentation fußt auf dem der Idee privaten Schusswaffenbesitzes immanenten Gefährdungspotentials. Übrigens genau der Punkt, an dem Jedes Ge- oder Verbotsgesetz ansetzt; Steuerungsfunktion.

America`s Most Wanted schrieb:
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Die liegen doch im Schützenverein nicht einfach so offen rum. :staun:

Natürlich nicht, aber wenn man sie dort lassen müsste/würde bliebe halt die Möglichkeit mit relativ wenig Aufwand an viele Waffen und Munition zu kommen.

Welche Fälle fallen dir denn ein in denen Schusswaffen in privaten Haushalten legitim sind?

Jäger

Das ist oben bereits erörtert. Schützen sind halt - aufgrund ihres Hobbys - Garanten. Wenn ich mit - meinetwegen abstrakt - gefährlichen Gegenständen hantieren will, dann treffen mich Sicherungspflichten. Ob es nun Chemikalien sind, ein tropfendes Auto, die Kippe im Wald etc. pp. Wenn ich diese Sicherheit nicht gewährleisten kann, dann darf ich eben nicht weitermachen. An diesem Punkt ist jetzt das erste Mal Kritik geäußert worden der das Schießen zum Spaß generell betrifft. Aufgrund deiner Argumentation hinsichtlich des Wegschließens vor Ort.


Hatten wir schon, hoheitliche Aufgaben. Nicht privat. (Find ich trotzdem nicht gut.) Das Gewehr kann er sich auch bei einem Wildunfall holen. Wer schonmal einen Wildunfall hatte weiß wie viel Zeit die sich lassen bis da mal einer rauskommt und guckt ob das Vieh noch zuckt. Vor allen Dingen kommt mir jetzt nicht mit der ethischen Verantwortung im Hinblick darauf das Wild würde leiden und die Verzögerung die entstünde während das Gewehr geholt werden müsste, wäre unverhältnismäßig. Jedenfalls solange ihr Fleisch aus konventioneller Tierhaltung und -schlachtung verspeist...


Vor völlig normalen Mitbürgern anderen Glaubens haben hier alle Angst, aber mit Schusswaffen in den Händen von geistig behinderten hat niemand ein Problem... ihr seid mir lustig. Präventivparanoia wie die Amis.
 
der punkt ist, dass geistig behinderte so oder so einen weg finden werden. aber das willst du scheinbar nicht verstehen.

bring doch mal ein paar quellen. statistiken. von hier, nicht von amiland. damit man mal einschätzen kann, wie groß das problem tatsächlich ist. ich behaupte jetzt mal frei in's blaue, dass hier genauso übertrieben dargestellt wird wie in der politik bezüglich killerspiel-killer (welche ja auch nur einen winzigkleinen randbereich der eigentlichen sache darstellen).
 
Der Annex war wohl eher als Beleidigung von Sportschützen gedacht.

Wie viele der Exzesse an Schulen wurden denn mit registrierten Waffen durchgeführt und wie viele mit nicht registrierten Waffen?
 
ist denn schon bekannt warum da keiner getötet oder verletzt wurde?

war das einfach nur ne pussy, oder hat der zu wenig wow oder ander killerspiele und amoklaufsimulationen gespielt?
 
Ich wäre sogar für öffentliches Tragen unter strengsten Auflagen. Ich eck damit natürlich bei jedem Menschen dieser Welt an , aber ich würde lieber die Möglichkeit haben einen Amokläufer zu erschießen als mich erschießen zu lassen.
 
maXX schrieb:
Thitor schrieb:
Das ist für die halt eine Sportart und wenn wir uns darüber aufregen sind wir nicht besser als die Leute die ständig Videospiele verteufeln.

richtig.

den unterschied zwischen geisteskranken und normalen waffenbesitzern sollte man schon erkennen. sonst driftet das hier wirklich ab.

Hast Du Dir die IPSC-Typen mal angesehen? Und ich halte großkalibrige Waffen nun mal nicht für Sportgeräte. Und gerade bei dieser Art von "Sport" ist für mich der Punkt erreicht, wo ich es für nicht mehr tragbar halte. Das etikett Sport auf irgendetwas zu pappen, entbindet ja nicht von einem relistischen Blick auf die Sache.
 
Cale schrieb:
Hast Du Dir die IPSC-Typen mal angesehen? Und ich halte großkalibrige Waffen nun mal nicht für Sportgeräte. Und gerade bei dieser Art von "Sport" ist für mich der Punkt erreicht, wo ich es für nicht mehr tragbar halte. Das etikett Sport auf irgendetwas zu pappen, entbindet ja nicht von einem relistischen Blick auf die Sache.

groß- oder kleinkaliber ist wohl relativ egal.

selbst ein luftdruckgewehr kann (aus der richtigen distanz) töten.

ich bleib dabei: solange man psychisch keine gröberen probleme mit dem leben hat, dann halten sich die probleme in grenzen.
 
Ich sehe zwischen einer großkalibrigen 15-schüssigen Automatik schon einen Unterschied zu einer einschüssigen Kleinkaliberpistole. Genauso wie ich einen Unterschied zwischen klassischen Sportschießen und Häuserkampftraining sehe.

Es stimmt, wenn man psychisch kein größeres Problem hat (wobei das ja auch immer eine Definitionsfrage ist), hält sich das Problem für die Allgemeinheit in Grenzen. Aber das sieht man den Leuten nun mal nicht an und wenn man es merkt, ist es zu spät.
 
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