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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

BAZONG schrieb:
Leider jedoch verschweigt derjenige, was dahintersteckte, nämlich "williges Kanonenfutter für die Großmachtsfantasien des Diktators" zu "produzieren" ;)

Oder wie das Umbringen alter und kranker Menschen inklusive behinderter Kinder.

Thrillhouse schrieb:
Ausserdem hat sie nie gesagt, dass sie mit der Familienpolitik der Nazis sympathisiert. Sie hat lediglich gesagt, wie schön das sei, wenn Kinder im festen Rahmen einer Familie aufwachsen und dass das bis Ende 2. Weltkrieg so gang und gebe war.

Es geht aber nicht. Man kann nicht das NS-Regime hernehmen, auch keinen noch so kleinen Bruchteil, und sagen "das war nicht so schlecht". Das geht nicht. Das verharmlost die ganze Sache in gewisser Weise.

Und das Hermann nochdazu so dumm ist und in Kerners Sendung jede der Chancen anzunehmen, die ihr Kerner gegeben hat; dafür kann wirklich niemand was außer sie selbst dafür. Sie müsste doch ganz genau wissen wie das läuft.

Sie hätte nur sagen müssen "Es war falsch von mir irgendwas aus der NS-Zeit als gut hinzustellen". Das hätte ihr doch nicht weh getan bzw. hätte auch nciht wider ihrer Überzeugung handeln müssen.
 
Bei manchen Leuten ist noch nicht angekommen, dass Hitler Eklektiker war. Darf man jetzt kein Wagner mehr hören? Ja die Gesellschaft für Siegfried Wagner ist gaaanz bestimmt eine Ansammlung von Nazis, is klar. Nietzsche Leser, alles Faschisten!!11 Ich tue das und geniesse es auch noch, ist das zu fassen?! Ist mir klar, dass das den Volksverdummern nicht in den Kram passt, wenn irgendwo etwas Kultur überlebt.

Ach man möchte sich glatt schämen Deutscher zu sein...
 
Thrillhouse schrieb:
Bei manchen Leuten ist noch nicht angekommen, dass Hitler Eklektiker war. Darf man jetzt kein Wagner mehr hören? Ja die Gesellschaft für Siegfried Wagner ist gaaanz bestimmt eine Ansammlung von Nazis, is klar. Nietzsche Leser, alles Faschisten!!11 Ich tue das und geniesse es auch noch, ist das zu fassen?! Ist mir klar, dass das den Volksverdummern nicht in den Kram passt, wenn irgendwo etwas Kultur überlebt.

Ach man möchte sich glatt schämen Deutscher zu sein...

Komm auf den Punkt und Polemik ist unangebracht.

Wer unbedingt etwas positives am Dritten Reich finden will; und dies auch noch öffentlich tut, sich dann selbst so sehr in der Opferrolle wohlfühlt und sich immer tiefer in die Scheiße reitet, hat es halt nicht anders verdient.
 
Thrillhouse schrieb:
Ausserdem hat sie nie gesagt, dass sie mit der Familienpolitik der Nazis sympathisiert. Sie hat lediglich gesagt, wie schön das sei, wenn Kinder im festen Rahmen einer Familie aufwachsen und dass das bis Ende 2. Weltkrieg so gang und gebe war.

Echt? Nach meinem Kenntnisstand wurden im Dritten Reich Familien auseinandergerissen, in KZs deportiert, ermordet, unter Druck gesetzt und Kinder wurden der Familie eher staatlich entzogen um sie in fragwürdigen Vereinigungen auf die großdeutsche Zukunft vorzubereiten etc. etc. ... und das Dritte Reich war soweit ich weiss vor Ende des 2. Weltkriegs.

Den Satz von Frau Herman kann man vielleicht so im Raum stehen lassen, wenn man mal kurz alles Jüdische, Kommunistische, Sozialdemokratische oder sonstwie nicht mit dem Nazi-Regime konforme nicht mehr als "Familien" bezeichnet. Ansonsten aber nicht.
 
JohnnyWohlfahrt schrieb:
Thrillhouse schrieb:
Ausserdem hat sie nie gesagt, dass sie mit der Familienpolitik der Nazis sympathisiert. Sie hat lediglich gesagt, wie schön das sei, wenn Kinder im festen Rahmen einer Familie aufwachsen und dass das bis Ende 2. Weltkrieg so gang und gebe war.

Echt? Nach meinem Kenntnisstand wurden im Dritten Reich Familien auseinandergerissen, in KZs deportiert, ermordet, etc. etc. ... und das war soweit ich weiss vor Ende des 2. Weltkriegs.

So siehts aus.
 
@ Thrillhouse
Du kapierst es nicht. Es fehlte der Hermann einfach die Differenziertheit in ihrem ganzen Gebaren zum Thema. Als ehemalige Nachrichtensprecherin mit dem gewissen intellektuellen Background ist das einfach zutiefst enttäuschend, wenn man sich so "gehen läßt".
 
Glaub mir, man muss sich heutzutage seine Informationen nur aus Mainstream-Medien holen, wenn man dies auch will.

Es ist jetzt zwar wahrlich lange her, dass ich mich aus politischen Gründen mit dem Fall Eva Herman auseinandergesetzt habe, aber ich gebe dir mein Wort, dass ich niemals auf N24 oder tagesschau als Quelle zurückgreifen würde :)

Dementsprechend muss ich deine Aussage und deinen komischen Smiley am Ende, der wohl irgendwie besserwisserisch oder herablassend gemeint ist, leider zurückweisen.
 
Loomit schrieb:
Ändert nichts an der Tatsache das man die Herman zu etwas gemacht hat, was sie nicht ist. Daher passt mein Smiley perfekt. ;)

Zu was hat man sie gemacht?

Sie es entweder rechts oder nur strunzdoof. Ich mein, wär im Lichte des Eklats rund um ihren "Nazisager" auch noch auf eine FPÖ-Veranstaltung gehen will, dem ist echt nicht mehr zu helfen.
 
Loomit schrieb:
Ändert nichts an der Tatsache das man die Herman zu etwas gemacht hat, was sie nicht ist. Daher passt mein Smiley perfekt. ;)

Nee, du hast UNS angesprochen. Und bei mir hat man die Herman zu nichts GEMACHT. Da haben die Medien keine Rolle bei gespielt, aber sie hat das letztendlich auch alleine ganz gut hinbekommen.
 
h13n schrieb:

Ja, habe ich auch schon gelesen, fürchterlich. :thumbdown:

Ich finde, alleine die ernsthafte Verwendung des Wortes "Killerspiel" (von dem übrigens noch immer niemand weiß, wie man es eigentlich definieren soll) disqualifiziert die Personen die sich so ausdrücken. Diese Bezeichnung steht auf einer Stufe mit Worten wie "Negermusik" als Bezeichnung für die Musikstile Blues und Jazz.
So lange auf so einem Niveau "diskutiert" wird, wird sachlich gesehen nichts Vernünftiges rauskommen.
Aber diese Tatsache wird die Gesellschaft als Ganzes vielleicht erst in 10-20 Jahren verinnerlicht haben, bis dahin hilft durchhalten und aufklären.

Toll auch das Kommentar der Eltern "In unserem Schmerz, in unserer Hilflosigkeit und in unserer Wut wollen wir aber nicht untätig bleiben.".

Es ist sicher eine tolle Idee, in einem Zustand von "Schmerz, Hilflosigkeit und Wut" an den Grundprinzipien des liberalen Rechtsstaates rumschrauben zu wollen. Würde man sowas ernsthaft auf diese Art angehen, hätten wir in null Komma nichts die Todesstrafe oder Schlimmeres wieder in den Verfassungen stehen... :rolleyes:

Bei allem Respekt vor der Trauer dieser Leute, aber das berechtigt sie nicht wesentliche Grund- und Freiheitsrechte auszuhelbeln, nur weil es ihnen in ihrem aktuellen Zustand als sinnvoll erscheint.

Die traurige Wahrheit ist wohl, dass man, wenn man solche Taten und menschliche Grausamkeiten generell verhindern wollte, das Menschsein selbst verbieten müsste. Aber diese Wahrheit zu sehen, dazu fehlt vielen Menschen der Mut.

Wenn schon, dann richtig:

Ich fordere die tägliche Ausgabe von emotionsunterdrückenden Medikamenten an die Bevölkerung und die strenge Pflicht zu deren Einnahme. Abgesehen davon ein Verbot jeglicher Medien und anderer Kunstformen, die irgendwie negative Gefühle bei Menschen auslösen könnten.
Besitz und Konsum dieser Medien und Kunstformen sollte strengstens bestraft werden, ich schlage eine "Three-Strikes-Out" Regelung vor, die ersten beiden Male eine Umerziehung, beim dritten Mal lebenslage Sicherheitsverwahrung.
Das ist hart, aber notwendig um solche Bluttaten wie in Winnenden zu verhindern.
Außerdem sollte zur Durchsetzung dieser Regeln eine spezielle Einheit die "Grammaton-Kleriker" gebildet werden. :deal:
 
Erst Pulp-/Groschenhefte, dann frühe Comics, später die böse Negermusik (auch Rock'n'Roll), dann wieder mal Comics (die waren es ja oft), diesmal die Superheldensparte, Cartoons a la Bugs Bunny oder Tom & Jerry (war ja in den 80ern wirklich mal sehr im Fokus und sollte verboten werden, weil Vorschulkinder dies nachahmen würden), irgendwann Videofilme, wieder Musik (Manson und Co.), jetzt Spiele.

Wer suchet, der findet ;)
 
BAZONG schrieb:
Erst Pulp-/Groschenhefte, dann frühe Comics, später die böse Negermusik (auch Rock'n'Roll), dann wieder mal Comics (die waren es ja oft), diesmal die Superheldensparte, Cartoons a la Bugs Bunny oder Tom & Jerry (war ja in den 80ern wirklich mal sehr im Fokus und sollte verboten werden, weil Vorschulkinder dies nachahmen würden), irgendwann Videofilme, wieder Musik (Manson und Co.), jetzt Spiele.

Wer suchet, der findet ;)

Jupp, ich kenn dazu auch n nettet Lied... das komische Youtube-Video is nich so dolle, aber der Song is klasse:

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=Cw4NTkrW9vA[/vid]
 
Urgs schrieb:
Es ist nicht nur so, daß beide arbeiten müssen, sondern sie wollen es auch. Ich kann jede Frau verstehen, die nicht nur 15 Jahre lang nur Mutter sein will. Und ich halte es auch für völligen Quatsch, daß Kinder mit berufstätigen Eltern grundsätzlich gefährdet sind.

Meine Mutter hat mich auch alleine groß gezogen, und musste arbeiten. Sogar an Wochenenden hat sie schwarz in ner Restaurant-Küche gearbeitet, weil mein lieber vater keinen Unterhalt gezahlt hatte.
Geschadet hats mir nicht.
Allerdings haben wir ne große Familie, ich war halt öfters bei meiner Oma oder bei einer meiner Tanten. Sowas fehlt heute immer mehr.
Und irgendwie kann ich es auch nachvollziehen, wenn viele skeptisch sind, was den medienkonsum der heutigen Jugend angeht. Früher gabs halt 3 Fernsehsender, da liefen nur wenige Sendungen für Kinder, kein Internet und kaum Videospiele. Da war man halt draussen, und hat mit der eigenen Fantasie irgendwas gespielt.
Heutzutage braucht man keine Fanatsie mehr, man bekommt alles vorgekaut und wird von früh bis spät berieselt. Schon schlimm, wenn ich die Kinder meiner Verwandten sehe, die wie Zombies vor ihrem Rechner sitzen.
 
Das ist sogar ganz sicher der Unterschied zu früher. Es gibt bestimmt nicht im allgemeinen darum, dass die Kinder unter den jetzigen Umständen Amokläufer werden, eher darum, dass die Masse der einseitigen Medienberieselung für die Phantasie nicht gut sein kann. Das wirkt sich auf verschiedene Arten aus. zumal es ja immer nur eine Möglichkeit der Konfliktlösung gefunden wird nämlich töten oder einen so lange prügeln bis er nicht mehr aufsteht. In Spielen wie in Filmen. Wo der Bulle frühe 1 Handkantenschlag gebraucht hat muss er sich heute 5 Minuten wie im Schwergewicht prügeln (Beispiel James Bond), der Gegner und Bulle bekommt 55 mal eine in die Fresse und steht immer noch auf. Es kommt nicht aus heiterem Himmel dass heutige Prügeleien anders aussehen als früher. Heute tritt man noch ordentlich nach wenn jemand auf dem Boden liegt und sich krümmt vor schmerzen. Da springt man auch mal auf den Kopf. Die Brutalität und Härte hat eindeutig zugenommen und das ist auch statistisch belegt. Aber woher kommts?

In der Realität reicht meistens wie früher 1 Schlag und du bist am Arsch. Warum zeigt man das nicht mehr so? Als ob das irgendwie realistisch ist wenn die TV Helden sich blutig schlagen und nahezu jeder Schlag vollkommen ohne Wirkung ist, das ist einfach falsch, 1 Schlag reicht fast immer, 1 Schlag in die Nieren und du liegst 5 Minuten ohne Luft. 1 Schlag auf den Kehlkopf und du könntest daran sterben. In Filmen wird das derb verharmlost was Gewalt eigentlich bedeutet. Wenn die Filme wie die Bud Spencer Filme auf Humor ausgerichtet würden, kein Problem, aber das sieht heute doch noch mal ganz anders aus. Ich schau mir so nen Quatsch aber auch schon lange nicht mehr an, ich hab selbst beim ersten neuen "Bond" meine Probleme mit der Brutalität gehabt, ich muss mir das nicht mehr reinziehen. Es macht auch kein Spaß mich zu belustigen wie einer sich 5 Minuten blutig schlägt.
 
Is klar, die Filme sollten - statt vollkommen unrealistischer, überzogenener Gewalt, lieber zeigen, wie man mit einem Schlag jemanden völlig ausser Gefecht setzt. :skep:

Ich bin der Meinung, es ist durchaus ein Glück, daß die meisten Messertäter überhaupt keine Ahnung davon haben, wie man mit einem Messer richtig umgeht.

@seo:
Nach Untersuchungen konsumieren Jugendliche heute nicht mehr mediale Inhalte, als noch vor 10 Jahren. Sie konsumieren allerdings auf immer mehr Medien, also TV, Internet etc. Und es läufen oftmals mehrere Sachen gleichzeitig. In den Großstädten ist es wohl auch so, daß ein Zusammenhang zwischen zunehmenden Straßenverkehr und abnehmenden Outdooraktivitäten von Kindern zu verzeichnen ist. Kinder bewegen sich schon seit Jahren zu wenig und ich glaube, da versteckt sich ein ganz simpler Ansatz, der relativ leicht in den Griff zu kriegen ist. Wer etwas unternimmt, sich bewegt, der hat weniger Zeit um diese Medien zu konsumieren. Nur, die Eltern von heute bewegen sich ja selbst kaum und sitzen liebend gerne am Wochenende vor der Flimmerkiste. Jene Eltern also, aus der Früher-war-alles-besser-Generation-wir-hatten-ja-nur-3-Sender". Sie leben es ihren Kindern doch vor und sie wären die ersten, die nen Aufstand machen würden, wenn es im TV nur noch 3 Sender gäbe und Gewalt nur noch zwischen 23-01 Uhr.
 
Ich denke, momentan wird das komplett übertrieben gezeigt, ja, und zwar vollkommen lächerlich sogar weil man selbst wohl noch nie einen Schlag in den Bauch bekommen hat um zu wissen, dass man dabei meist schon am Boden liegt. Es ist einfach nicht die Realität dass man sich sofort prügelt wenn es einen Konflikt gibt. Wenn wundert es wenn dieses nachgeahmt wird.
 
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