Ich finde es faszinierend, dass das linke/linksextreme Narrativ des Untergangs der US-amerikanischen Demokratie immer noch gesponnen wird, ganz im Einklang mit der generellen Neigung dieser Szene zum USA-Bashing, obwohl die Fakten ja gerade das Gegenteil zeigen. Der demokratische Wahlprozess in den US läuft - trotz Pandemie - hervorragend ab und es sind keinerlei signifikanten Störungen des Ablaufes bekannt.
Die linken Gewaltphantasien eines "Aufstandes rechtsextremer Milizen" oder gar eines "Bürgerkrieges" sind genau das: Phantasien, die nicht auf empirischen Beobachtungen beruhen. Wenn man also "Angst vor Gewalt" in der linken Filterblase hat, weil man sich diese Szenarien zuerst selber in dieser Blase ausgedacht hat, dann ist das ein Problem der Filterblase und ihrer Einwohner, aber nicht der Demokratie in den USA.
Dass von einer Seite behauptete illegale Abläufe beim Wahlprozess vor der Judikative untersucht und entschieden werden können, ist in jedem vernünftigen demokratischen Rechtsstaat der Welt der Fall.
Wenn die Klagen einer Partei prozessual oder inhaltlich nicht gerechtfertigt sind, so wird eine unabhängige Judikative darüber der Rechtslage entsprechend entscheiden.
Wie ich vorausgesagt habe, hat auch ein Möchtegern-Autokrat wie Donald Trump keine realistische Möglichkeit, das geniale System der Checks & Balances und der Separation of Powers der US-Verfassung auszuschalten oder zu umgehen.