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Amerika, we have a problem

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wie ich vorausgesagt habe, hat auch ein Möchtegern-Autokrat wie Donald Trump keine realistische Möglichkeit, das geniale System der Checks & Balances und der Separation of Powers der US-Verfassung auszuschalten oder zu umgehen.

Und wie erklärst du dir, warum der Kerl immer noch im Amt ist? Glaubst du dass das Impeachment Verfahren so wie vorgesehen funktioniert hat? Dass er sich nicht mehr als genug zuschulden kommen lassen hat um des Amtes enthoben zu werden?
 
Aber das Impeachment-Verfahren hat doch funktioniert. In diesem ist vorgesehen, dass die Abgeordneten über den Präsidenten richten. Das haben sie getan. Nur weil dabei nicht das Ergebnis rausbekommen ist, das sich viele gewünscht haben, heißt das nicht, dass das System nicht funktioniert.
 
Ja, das meine ich ja.
Wenn im Senat eine Mehrheit aus rückgradlosen Stiefelleckern sitzt, die nur an ihrem Machterhalt interessiert sind, ist halt nicht viel mit Check and Balances.

Also wenn da kein Grund gesehen wurde ihn des Amtes zu entheben, wann dann?
 
Das mit den Wahlmännern verstehe ich aber noch.
Sonst würde es doch für viele Leute kaum Sinn machen, überhaupt zu wählen. Nimm mal Montana Ein scheisse großer Bundesstaat, aber kaum Einwohner.
Da leben nicht mal 1 Mio Menschen, und wahlberechtigt sind noch viel weniger. Wenns das Wahlmänner-System nicht gäbe, bräuchten die überhaupt nicht wählen, weil deren Stimmen nur nen allerkleinsten Prozentsatz ausmachen würden.
Und so würde es ja vielen Bundesstaaten gehen, gerade den ländlichen. Ohne Wählmänner wäre das ne reine Wahl in den Metropolen an der Ost- und Westküste, der REst dazwischen spielt dann keine Rolle mehr.

und? dann sollen sie nicht wählen, das US System ist ja noch föderaler als z.b. Deutschland (Achtung Laienwissen), da ist es dann eh wichtiger wenn sie in ihrem Bundesstaat wählen.
 
Ich finde es faszinierend, dass das linke/linksextreme Narrativ des Untergangs der US-amerikanischen Demokratie immer noch gesponnen wird, ganz im Einklang mit der generellen Neigung dieser Szene zum USA-Bashing, obwohl die Fakten ja gerade das Gegenteil zeigen. Der demokratische Wahlprozess in den US läuft - trotz Pandemie - hervorragend ab und es sind keinerlei signifikanten Störungen des Ablaufes bekannt.

Die linken Gewaltphantasien eines "Aufstandes rechtsextremer Milizen" oder gar eines "Bürgerkrieges" sind genau das: Phantasien, die nicht auf empirischen Beobachtungen beruhen. Wenn man also "Angst vor Gewalt" in der linken Filterblase hat, weil man sich diese Szenarien zuerst selber in dieser Blase ausgedacht hat, dann ist das ein Problem der Filterblase und ihrer Einwohner, aber nicht der Demokratie in den USA.

Dass von einer Seite behauptete illegale Abläufe beim Wahlprozess vor der Judikative untersucht und entschieden werden können, ist in jedem vernünftigen demokratischen Rechtsstaat der Welt der Fall.

Wenn die Klagen einer Partei prozessual oder inhaltlich nicht gerechtfertigt sind, so wird eine unabhängige Judikative darüber der Rechtslage entsprechend entscheiden.

Wie ich vorausgesagt habe, hat auch ein Möchtegern-Autokrat wie Donald Trump keine realistische Möglichkeit, das geniale System der Checks & Balances und der Separation of Powers der US-Verfassung auszuschalten oder zu umgehen.

Warum zitierst du mich mit deinen Phantasien hinsichtlich linker/linksextremer Verschwörungen? Was hat das mit meinen Posting zu tun?
 
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Und wie erklärst du dir, warum der Kerl immer noch im Amt ist?

Die Republikaner hatten eine Mehrheit im Senat und wollten aus politischen Gründen den Präsidenten nicht des Amtes entheben.

Glaubst du dass das Impeachment Verfahren so wie vorgesehen funktioniert hat?

Ja.

Dass er sich nicht mehr als genug zuschulden kommen lassen hat um des Amtes enthoben zu werden?

Meines Erachtens schon, aber die Mehrheit der demokratisch direkt vom jeweiligen Wahlvolk ihres Bundesstaates gewählten SenatorInnen waren nun einmal anderer Ansicht.

Übrigens: Wäre das Wahlvolk der Bundesstaaten, aus denen diese SenatorInnen kommen, mit dem Ausgang des Impeachmentverfahrens so unzufrieden gewesen, hätten sie jetzt die Möglichkeit gehabt, viele dieser SenatorInnen abzuwählen.

Wenn im Senat eine Mehrheit aus rückgradlosen Stiefelleckern sitzt, die nur an ihrem Machterhalt interessiert sind, ist halt nicht viel mit Check and Balances.

Ähm, doch. Denn diese "rückgradlosen Stiefellecker" wurden vom Volk direkt gewählt.

Also wenn da kein Grund gesehen wurde ihn des Amtes zu entheben, wann dann?

Vielleicht wenn er eine offensichtliche schwere Straftat begangen hat und das auch sehr eindeutig beweisbar ist, wie bei Nixon?

Ansonsten steht es dir frei, in die USA auszuwandern, die Staatsbürgerschaft anzunehmen, dich zum Senator wählen zu lassen und dann beim nächsten Impeachmentverfahren so zu entscheiden, wie du es für richtig hältst.
 
Naja, die Interessen zwischen den ländlichen Bundesstaaten und den Bundesstaaten an den Küsten differieren doch erheblich.
Obs da so viel demokratischer wäre, wenn de facto nur noch die Bevölkerung in den Städten über den Präsident entscheiden würde?
dafür ist doch aber in erster linie der staat zuständig, in dem sie leben. nicht der bund. die basis einer demokratie ist halt nunmal mehrheitsentscheid. und dieser zählt nicht bei der präsidentenwahl.
 
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